
Seit Mitte der 80er Jahre bringt die Hildesheimer Allgemeine Zeitung Schwung in den Herbst: Tausende Besucher sind jährlich beim HAZ-Drachenflugtag auf dem Gelände des Hildesheimer Flugplatzes dabei.
(tr) Wie könnte es anders sein: Drachenpiloten haben ihre eigene Sprache. Das fängt schon beim Namen an – sie selbst nennen sich auch Kiter oder Kiteflier (Drachen heißt übersetzt auf Englisch Kite).
Die Redaktion hat ein kleines Drachen-Abc zusammengestellt.
Aldi-Bomber:So nennt die Szene den häufigsten Fall von Einstiegsdrachen. Die einfachen Stabdrachen werden meist bei Discountern, Kaffeeröstern oder Baumärkten für wenige Euro gekauft. Ihr Markenzeichen: günstiger Preis, bescheidene Flugeigenschaften.
Buggys: sind Dreiräder, die ausschließlich von einem Drachen gezogen werden, den der Pilot hält. Deswegen werden Buggys auch mit den Füßen gesteuert. Tempo 30 ist für die Gefährte kein Problem, Spitzenfahrer bringen es auf Tempo 60, der Rekord liegt bei 100 Stundenkilometern.
Cody: Vor hundert Jahren entwickelte ein Amerikaner namens Cody einen Kastendrachen, der – wenn er groß genug ist – sogar Menschen transportieren kann.
Delta: Diese moderne v-förmige Drachenkonstruktion hält sich auch bei wenig Wind in der Luft. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle in vielen Varianten der Segelfläche und Flügel.
Eddy: Ist ein Klassiker, bestens geeignet für leichte bis mittlere Winde.
Einleinerdrachen: sind die Basis aller Drachen. Sie sind in der Regel v-förmig und nicht zu lenken.
Lenkdrachen: haben gewöhnlich zwei Leinen, an denen unterschiedlich stark gezogen werden kann. Jeweils eine Leine ist mit einem Teil des Drachens verbunden. Gewöhnlich gibt es einen linken und einen rechten Teil, von dem jeweils eine Leine abgeht, so lassen sich die Drachen lenken. Zieht der Pilot an der linken Seite, steuert der Drachen nach rechts und umgekehrt. Könner zaubern mit derlei Geräten Looping, Schrauben und andere Flugfiguren an den Himmel.
Mattendrachen: haben kein Gerüst, sondern ähneln eher einem Gleitschirm, sie werden also nur durch den Wind in Form gebracht. Mattendrachen unterteilen sich in das eigentliche Segel und die Luftkammern zum Stabilisieren.
Rokkakus: sind japanische Kampfdrachen, sechseckige Einleiner, die auch bei schwachem Wind steigen.
Vierleiner: steigern noch einmal die Möglichkeiten des normalen Lenkdrachens, da sie sogar in der Luft stehen können. Beim Vierleinerdrachen ergänzen zwei hintere Bremsleinen die beiden üblichen Steuerleinen. So lassen sich die Drachen auch rückwärts fliegen.
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