
Die Stadt ersetzt Hecken, Zäune und Sträucher auf Fahrbahnen immer häufiger durch einfache Grünflächen. Diese sind leichter zu pflegen und damit günstiger für die Stadt. Doch einige Fußgänger und Radfahrer nutzen diese Maßnahmen als willkommene Abkürzungen im Straßenverkehr. Sie lassen die Fußgängerampeln auf der stark befahrenen Marienburger Straße im Umfeld des Klingeltunnels, auf der Kaiserstraße oder Schützenwiese / Alfelder Straße kurzerhand links liegen und überqueren die Fahrbahnen dort, wo es verboten ist. Hier gefährden sie sich selbst.

So hat es einmal ausgesehen: Dichte Hecken und Zäune trennten beide Straßenseiten.

Kaum zu glauben, mit welchem Leichtsinn Fußgänger und Radfahrer sich selbst und andere gefährden. Möglich geworden ist Abkürzung über die Marienburger Straße, weil die Stadt das Grün und den Zaun auf der Insel zwischen den Fahrbahnen entfernt hat.
Wer jetzt aber auf die Stadt eindrischt, prügelt die Falschen. Wegen ihrer maroden Finanzen muss sie überall sparen, auch beim Personal für die Grünflächenpflege. Das bekommen die Bürger zu spüren, bei der Grünflächen und bei vielen anderen Punkten.
Am konsequenten Abbau der Schulden führt kein vernünftiger Weg vorbei. Statt also immer gleich nach der Stadt zu rufen, sollte jeder Bürger seinen Beitrag für das Gemeinwohl leiten, indem er keinen Müll sorglos wegwirft, städtisches Grün vor der Haustür selbst pflegt, sich an Regeln hält und Rücksicht auf andere nimmt. Das spart viel Geld und fördert den Gemeinschaftssinn. Die Alternative sind höhere Steuern und Gebühren, denn wer eine Vollkaskoversorgung haben möchte, muss dann auch Vollkasko zahlen. Das wird teuer. Und das muss nicht sein.
Manfred Hüttemann

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