
Aufatmen am Himmelsthürer Gymnasium: Der für Montag angekündigte Amoklauf ist ausgeblieben. Rund die Hälfte der Schüler war dennoch nicht zur Schule gekommen - die Schulleitung hatte am Freitag verkündet, die Schüler könnten am Montag zu Hause bleiben, wenn sie sich unsicher fühlten. Dies galt allerdings nicht für die Abiturienten, sie mussten ihre mündlichen Prüfungen ablegen.
Am Donnerstag hatten Jugendliche die Amokdrohung auf einer Toilettentür im Himmelsthürer Gymnasium entdeckt. Sie gaben die Information an die Schulleitung wieder. Der kommissarische Schulleiter Holger Fründt reagierte nach Plan, alarmierte sofort die Polizei. Die sah sich den Tatort an, prüfte die „Gefährdungslage“ und fand, so die Polizeisprecherin Juliane Kahr am Freitag, „keine konkrete Gefahr“. Die Polizei ging bereits zu diesem Zeitpunkt von einem Trittbrettfahrer aus. Dennoch sicherte die Hildesheimer Polizei am Montag die Schule. Seit dem 11. März, dem Tag von Winnenden, hat es mehr als zehn Amokdrohungen allein im Raum Hildesheim gegeben, bundesweit sind es hunderte.

Bereits vor zwei Jahren hat ein angekündigter Amoklauf für große Aufregung an einer Hildesheimer Schule gesorgt. Was damals geschah: weiter zum Archiveintrag.
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