Hildesheim (ph). Ein Jahr lang feiert die Landeskirche Hannovers und die evangelische Kirche Hildesheims das tausendjährige Bestehen der Michaeliskirche. Gefeiert wird eine frisch und nach Ansicht der meisten Besucher sehr gelungen restaurierte romanische Kirche, eine der bedeutendsten nördlich der Alpen. Die HAZ hat 50 Hildesheimer gefragt: Was bedeutet Ihnen die Michaeliskirche? Das Ergebnis steht auf dieser Seite.
Sankt Michael ist nicht die älteste Kirche Hildesheims, aber wegen ihrer geschlossenen romanischen Bausubstanz die bedeutendste. Vor allem die mittelalterliche Holzdecke macht sie zum Welterbe der Menschheit. Ökumenisch hat sie ebenfalls Bedeutung: Sie wurde in einer Zeit gebaut, in der die Christenheit noch nicht getrennt war, weder in Ost- und Westkirche noch in katholisch und protestantisch. Als äußeres Zeichen der Ökumene hat das Bistum die Bernwardssäule vorübergehend an die Michaelisgemeinde ausgeliehen. Der heutigen Festgottesdienst wird ein ökumenischer sein.
Am heutigen Freitag beginnen die Feiern mit Bundespräsident und viel Prominenz. Aber das ist erst der Anfang: Unter dem Motto „Gottes Engel weichen nie“ gibt es an die 500 Veranstaltungen vom Konzert über Kirchenführungen bis zu Gottesdiensten. Besonders für die Gemeinde ausgerichtet ist der erste Gottesdienst nach dem Auftakt am Sonntag um 10 Uhr. Täglich um 12 Uhr gibt es im Jubiläumsjahr eine Mittagsandacht in der Kirche. Die Tourist-Information bietet spezielle Führungen an, die man einzeln oder als Paket buchen kann. Speziell für Kinder und Jugendliche gibt es Führungen und Mitmach-Angebote. Das Dommuseum zeigt Kunstschätze aus der Zeit Bernwards, des Bauherrn der Kirche. Das kulturelle Programm reicht von der Premiere des Musicals „Children of Eden“ bis zu Tony Marshalls Sohn, von der Matthäuspassion bis zu Quasthoff, von den „Prinzen“ bis zum Rockkonzert vor der Kirche. Quasthoff ist ausverkauft, Karten für die anderen Veranstaltungen gibt es im TicketShop der HAZ in der Rathausstraße, in den Filialen Sarstedt und Bad Salzdetfurth. Das genaue Programm steht in einer Sonderbeilage in der heutigen HAZ und ist im Internet unter www.michaelis2010.de zu finden.