
Ferien zu Hause – das ist eine Chance, Dinge zu tun, für die sonst die Zeit nicht reicht. Mit ein bisschen Glück und Geschick können ganz einfache Dinge, die weder viel Arbeit noch viel Geld kosten, zum Spaß für die ganze Familie werden. Wie wäre es mit einer Beeren-Tour?
Brombeeren reifen meist besonders üppig, ausreichend Sonne lässt die Früchte richtig süß werden. Die Büsche wachsen an Waldrändern, in der Feldmark – man muss bloß die Augen ein wenig offen halten. Meistens wird man fast vor der Haustür fündig, zumindest aber in so geringer Entfernung, dass das Auto getrost stehenbleiben kann. Dann fehlt nur noch ein kleiner Korb oder eine Vorratsdose, und schon kann die "Ernte" beginnen. Kleiner Tipp: Von oben pflücken, nicht von den unteren Zweigen (so schützt man sich vor einer Fuchsbandwurm-Infektion). Und: Lange Hosen, lange Ärmel – um Kratzer und Schrammen zu vermeiden. Mit vielen fleißigen Händen ist schnell ein Pfund Brombeeren zusammen, auch wenn die schönsten wahrscheinlich gleich an Ort und Stelle weggenascht werden.
Zu Hause geht der süße Spaß in der Küche weiter. Dort steht am besten schon ein Päckchen Gelierzucker griffbereit. Die Beeren werden verlesen, gewaschen, gewogen und zerkleinert (Küchenmaschine oder Pürierstab). In den Topf damit, Gelierzucker dazu, kräftig umrühren und ein paar Minuten kochen, die Gebrauchsanweisung auf der Zuckertüte möglichst genau befolgen. Und fertig ist ein leckerer Brotaufstrich.
Der passt, sobald er abgekühlt ist, als Beilage zu Eis, als fruchtige Ergänzung zu Naturjoghurt, zu Vanillepudding, aber auch zu frisch gebackenen Waffeln oder Eierkuchen. Jedenfalls für alle, die mit dem Probieren nicht bis zum Frühstücksbrötchen am nächsten Morgen warten wollen. Kleiner Tipp: Kochend heiß in ein Glas mit Schraubverschluss (Metall, nicht Plastik) gefüllt, ist der Brombeer-Aufstrich für längere Zeit haltbar. Wenn er nicht vorher aufgefuttert wird...
Familie: Jeder kann mitmachen, das Alter spielt keine Rolle.
Zeit: Insgesamt sollte ein Vor- oder ein Nachmittag reichen.
Preise: Ein Päckchen Gelierzucker kostet etwa einen Euro.
Anfahrt: Ist meistens nicht nötig – Brombeerbüsche gibt es fast überall.
Wetterfaktor: Spielt eigentlich keine Rolle: Mit wasserfester Kleidung ist
die "Beerentour" auch als Schlechtwetterprogramm geeignet.
Extra: Wer fleißig gepflückt und ein paar Gläschen eingekocht hat, kann sie
mit selbst gestalteten Etiketten verzieren – als ganz persönliches Souvenir
für nette Leute.