
Beschreibung
Mit einer kurzen Wegstrecke am südlichen Zipfel des Osterwaldes verbinden wir einen Besuch ins Rasti-Land - ein Erlebnisangebot der besonderen Art für jung und alt. Diese Wegstrecke ist kein „Alibi-Weg“, damit dieser Wanderbeitrag in die Rubrik „Wanderungen und Spaziergänge“ paßt. Im Gegenteil: Dieser Weg sollte eine Pflichtübung für alle Heimat- und Wanderfreunde sein. Denn nirgendwo bietet ein Aussichtspunkt so einen umfassenden Überblick in die Landschaften zwischen Hildesheimer Wald und Ith. Wer die Höhenzüge und Orte ohne die Hilfe einer Wanderkarte bestimmen kann, verdient ein Diplom. Dieser Weg schmälert auch nicht den Aufenthalt im erlebnisreichen Rasti-Land, wenn diese kleine Wanderung frühzeitig begonnen wird.
Ausgangspunkt: Mehle an der B 1 hinter Elze, zur Karte
Parken: Parkplatz beim Gasthof mit Biergarten "Alte Remise", Wiedfeldstrasse
Länge: Wegstrecke 5,2 Kilometer Rundwanderung
Höhenmeter: 151 Meter
Sonstiges: sanfte Steigung, keine Ausschilderung, aber sehr gute Orientierung. Für Buggys geeignet, nur vorübergehend am Waldrand auf dem Grasweg etwas beschwerlich
Vom Parkplatz rechts auf der Straße führt der Weg durch das Dorf an der katholischen Kirche vorbei auf die Straße nach Eldagsen. 80 Meter rechts und dann links in die offene Feldlandschaft. Auf diesem Weg immer geradeaus bis zum Waldrand des Osterwaldes. Wir sind hier 151 Meter hoch. Nun aber nicht weitergehen in den Wald, vielmehr führt links ein Grasweg am aussichtsreichen Waldrand weiter. Oben lohnt der Blick, hier an der Schwelle von Bergland und Tiefebene. Zwischen dem Hildesheimer Wald mit dem Griesberg-Turm und dem Ith kommen die Höhenzüge Sieben Berge Külf und Thüster Berg auf uns zu. Auf dem Selter ganz im Süden erkennen wir den Funkturm von Erzhausen, oberhalb von Ahrenfeld die Kahnsteiner Klippen, in den Tälern Städte und Dörfer.
Wir kommen kurz in den Wald und sind auf dem Leineberglandweg nach Osterwald. An diesem Hinweisschild müssen wir links hinunter bis zum Einsiedlerhof Glückauf, bis hier soll noch ein Stollen vom Bergwerk Osterwald laufen. Rasch überqueren wir die B 1 und sind auf dem sicheren Radfahrweg. Nun links über Quanthof in das Rasti-Land. Das Abenteuer beginnt, an dem jung und alt gleichermaßen ihre Freude haben. Aber auch der Wettbewerb wird eröffnet, wer nun von den Eltern oder Kindern mehr Mut hat. Gemeinsame Nervenkitzel festigen die Familienbande und bringen Respekt, wenn die Situation souverän beherrscht wird.
Bei Verweigerung eine plausible Ausrede parat haben. Nur nicht erklären, man sei schon zu erwachsen für den Absturz in der Wasserrutsche, oder für die Rasanz der Bobbahn durch den stählernen Eiskanal, oder für die Senkrechte in der Santa Maria oder gar für die schaurige Aussicht, vom polternden Rumfaß „erschlagen“ zu werden.
Sobald es genug ist, auch für die Kids, setzen wir unsere Rundwanderung fort. Zum Parkplatz "Alte Remise". Zurück auf dem Hinweg über Quanthof an die B 1 und von hier auf dem sicheren Radfahrweg über die Dorfmitte Mehle zum Gasthof "Alte Remise". Uns erwartet eine gutbürgerliche, bayrische Küche. Die "Alte Remise" ist ein idyllisch gelegenes, kinderfreundliches Speiserestaurant inmitten eines restaurierten Vierkanthofes. Der ideale Platz für eine gemütliche Rast für Radfahrer, Biker und Wanderer.
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