Eisige Aussichten

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Rutschige Angelegenheit

Während in Hildesheim die Zentralen Werkstätten für die Räumung der Straßen verantwortlich sind, müssen die Bürger für eis- und schneefreie Gehwege sorgen – dies beinhaltet auch Radwege, wenn diese auf dem Gehweg eingezeichnet sind. An Werktagen sind die Geh- und Radwege von 7 bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 22 Uhr zu räumen. Als Streugut sollen die Bürger abstumpfende Mittel wie Splitt und Sand verwenden. Der Einsatz von Auftaumitteln wie Salz ist nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Verantwortlich für die Räumung ist immer der Grundstückseigentümer. Wohnt dieser nicht auf dem Grundstück, muss er sich darum kümmern, dass entweder seine Mieter oder eine Firma Schnee schippen. Verstöße gegen die sogenannte Straßenreinigungsverordnung werden teuer: Das Bußgeld kann bis zu 5000 Euro betragen, hinzu kommen mögliche Schadensersatzansprüche, sollte tatsächlich jemand auf der Eisfläche stürzen und sich verletzen. Gefährlich für Fußgänger sind Dachlawinen und Eiszapfen. Auch hier wird der Grundstückseigentümer in die Pflicht genommen.

Radfahren im Winter

Wem die kalte Luft nichts ausmacht, muss auch bei den derzeitigen Temperaturen nicht auf das Radfahren verzichten. Warm angezogen lässt sich auch durch kalte Winterluft radeln. Das rät die Deutsche Verkehrswacht:

„Radbekleidung für den Winter hält idealerweise nicht nur warm und trocken, sondern erhöht durch integrierte Reflektoren auch die Sichtbarkeit des Radlers bei Dunkelheit“, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „Autofahrer können sich viel eher auf einen vorausfahrenden Radler einstellen, wenn dieser bereits von Weitem sichtbar ist.“

  • Auf den Helm sollte auch im Winter nicht verzichtet werden. Gegen einen kalten Kopf hilft eine dünne, möglichst winddichte Unterziehmütze oder ein Helmüberzug.
  • Wer auf dem Rad friert, ist in seiner Beweglichkeit und Aufmerksamkeit eingeschränkt. Am besten ist es daher, sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden. Viele dünne Kleidungsschichten sind besser als eine dicke. Kommt der Radler ins Schwitzen, kann er eine Schicht ablegen.
  • Der Fahrtwind lässt den Körper schnell auskühlen. Radbekleidung sollte daher winddicht sein. Wichtig ist das vor allem für exponierte Körperstellen wie Hände, Knie und Schultern. Sind die Handschuhe zusätzlich mit Reflektoren versehen, erhöht sich die Sichtbarkeit von Handzeichen im Dunkeln deutlich.
  • Gut eingestellte Bremsen sind ein Muss. Bei kaltem Wetter verlängert sich in der Regel der Bremsweg des Fahrrads, da die Bremsgummis härter werden. Wichtig ist zudem die einwandfreie Funktion der Beleuchtung.
  • Geübte Radfahrer müssen auch bei Eis und Schnee nicht auf ihr Gefährt verzichten. Mit Spikereifen lassen sich auch vereiste und verschneite Straßen bewältigen. Im Gegensatz zu Autofahrern, ist Radfahrern die Verwendung von Spikereifen erlaubt.

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