
Zwei Berichte über Hunde haben die Gemüter erregt. Im ersten Artikel ging es um den Truppenübungsplatz, der sich zu einem bedeutsamen Lebensraum für viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten entwickelt hat. Angeblich droht dem Naturschutzgebiet durch Hundehalter und Freizeitsportler Gefahr (Artikel lesen). In einem anderen Bericht beschweren sich Ochtersumer über zahllose Hundehaufen, mit denen Wege und sämtliche Grünflächen geradezu übersät seien (Artikel lesen).
Ingo Schmollack, Hildesheim: "Sollen denn die Hundebesitzer, die vor Ort wohnen und nicht mal eben in irgendeiner Feldmark in dörflicher Idylle ihre Hund frei laufen lassen können, in ihr Auto steigen und Kilometer weit fahren um gerade dieses ihren Tieren zu ermöglichen?"
Markus Schmidt, Hildesheim: "Jeder weiß, dass Bodenbrüter, Niederwild und Rehe große Probleme mit freilaufenden Hunden und ihren Besitzern haben. Wenn andere Tiere durch Hunde zu Schaden kommen, kann uns das doch nicht egal sein, schließlich wollen wir dies auch für unsere Hunde ausschließen."
Sandra Langenau, Hildesheim: "Ich bin sehr erstaunt, dass sich eine seriöse Tageszeitung wie die Hildesheimer Allgemeine zu einem derart reisserischen und subjektiven Artikel verleiten läßt."
Miriam Schafaczek, Hildesheim: "Mag sein, dass die Hundebesitzer bei der Diskussion in der Ortsratsitzung zum Teil zu laut und emotional waren – sie stehen mit dem Rücken an der Wand. Denn Hildesheim wird oft als Stadt wahrgenommen, die nicht hundefreundlich ist. Das liegt unter anderem an der als einseitig empfundenen Hundeberichterstattung der HAZ, aber eben auch daran, dass es in Hildesheim – anders als z.B. in Hannover – keine Freilaufflächen für Hunde gibt, erst recht keine Möglichkeit, die Hunde während der Brut- und Setzzeit ohne Leine laufen zu lassen."
Nina Lipecki, Borsum: "Bei der Ortsratssitzung in Himmelsthür waren leider nur die Hundebesitzer (lautstark) zu hören, denen man jedes Hoffen auf Einsicht und Vernunft absprechen muss. Es herrschte ein Masse statt Klasse Niveau der untersten Schublade frei nach dem Motto „Einen Hund zu haben ist schon genug Naturschutz“."
Susanne Nipp, Hildesheim: "Jedes Mal wenn mein 2jähriger Sohn mit dem Laufrad unterwegs ist, habe ich Angst, dass er in Hundekacke fällt. Am Ende unserer Straße steht aus dekorativen Zwecken ein großer Stein. Einige schaffen es sogar, den Hund darauf kacken zu lassen."
Andreas Golanowski, Hildesheim: "Ich finde die Aktionen der Betroffenden in Ochtersum sehr gut und hoffe, dass "unsere" Politiker sich nun endlich diesem leidigen Thema annehmen. Nicht alle, aber die große Mehrzahl der Hundehalter (anders lassen sich die Mengen der Kothaufen wohl kaum erklären) verhalten sich auch deshalb so ignorant und unsozial, vor allem spielenden Kindern gegenüber, weil sie in der Regel ungestraft davonkommen. Auf Ihr Fehlverhalten angesprochen, wird man ausgelacht, teils bedroht oder erhält immer wieder die gleichen lapidaren Ausreden."
März 2010: Der ZAH springt ein - und ordert für 1500 Euro Beutel für ein ganzes Jahr ...weiterlesen
Es ist ja richtig: Wer mit seinem Hund Gassi geht, hat gefälligst die Hinterlassenschaften von Bello und Co. wegzuräumen. Richtig ist aber auch, dass sich viele Hundehalter fragen, wofür sie eigentlich Hundesteuerzahlen. 84 Euro pro Jahr kassiert die Stadt für einen Vierbeiner – mehr als 200 000 Euro jährlich. Liegen da ein paar kostenlose Kotbeutel wirklich nicht drin? (wü)
Typisch: Bello hat sein Häufchen gemacht und Herrchen zerrt den Dackel weiter. „Wegmachen? Nur, wenn ich Tüten kriege!“ Ehrlich gesagt: Diese Ausrede stinkt. Warum nur sollen andere die Beutel zahlen, und sei’s der ZAH mit unserer Müllgebühr? 40 Tüten im Discounter kosten 70 Cent. Das soll zu teuer sein? Von wegen. Wer laut nach Beuteln ruft, ist nur zu faul zum Bücken. (cwo)
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