
126 Euro müssen Hundehalter ab sofort jährlich für ihren Liebling zahlen: Die Stadt hat die Hundesteuer seit 2010 bereits zum zweiten Mal erhöht, um insgesamt 40 Euro. Was die Halter dabei vor allem ärgert: Die Abgabe ist "nicht zweckgebunden". Das heißt: Die Verwaltung kann die Einnahmen für jede beliebige Ausgabe nutzen - das Geld kommt somit nicht den Hundehaltern zugute.
Wer einen Hund sein Eigen nennt, der kennt sich aus mit Rechnungen. Tierarztbesuche, Futter, Fellpflege – für die meisten Halter ist ihr Vierbeiner kein günstiges Vergnügen. Dazu kommt die Hundesteuer, die die Stadt einfordert. Zum Jahreswechsel hat die Verwaltung diese erhöht. ..weiterlesen
Anja Schmidt (Farmsen): Gehen Sie mal durch unsere "schöne" Fußgängerzone. An jedem schönen Baum befinden sich unzählige Hundehaufen. Auf unserem kleinen Dorf ist der Fußweg auf einer Länge von 200 Metern nicht mehr begehbar (Dauerhundeklo). Es kommt auch immer wieder zu Angriffen von Hunden auf Menschen. Hunde werden an viel zu langen Leinen gehalten. (Es gibt keine Kontrolle über die eigentlich angeleinten Tiere,Stolperfallen.) Die Stadt hat sicherlich genug Gründe, die Zahl der Hunde durch hohe Steuern und den Hundeführerschein begrenzen zu wollen.
Rolf Paaschen (Hildesheim): Am 1.1.2010 hatte ich für meinen Hund 86 € p.a. zu zahlen. Am 1.1.2012 sind es 126 € p.a.. Das ist eine Steigerung in zwei Jahren um 40 € oder um 46 %. Ich halte das für eine Unverschämtheit! Soll das in diesem Stil so weitergehen? Warum müssen die Hundehalter für eine verfehlte Finanzpolitik der Stadt herhalten? Es geht doch um den verzweifelten Versuch, die Finanzlöcher in den Jahreshaushalten der Stadt zu schließen und aufgelaufene Schulden zu begleichen.. Aber warum müssen dazu insbesondere die Hundehalter mit solch unverhätnismäßen Steuererhöhungen herhalten? Das ist kein offener und fairer Umgang mit dem Bürger. Ehrlicher wäre es, eine zweckbezogene "Kommunalabgabe Notopfer Hildesheim" von allen Bürgern zu erheben. Damit wären alle Bürger betroffen und wir hätten ein klareres Bild über den Umfang der Mißwirtschaft der vergangenen Jahre.
Kommentar hinzufügen