
Beschreibung
300 Meter Höhenunterschied hat die Innerste hinter sich, wenn sie von ihrem Quellgebiet Buntenbock kommend im Innerste-Stausee bei Langelsheim erst einmal Pause macht. Breit und behäbig liegt sie bei Vollstau mit 20 Millionen Kubikmetern Wasser im vier Kilometer langen Staubecken. Sie erfüllt drei wichtige Aufgaben: Hochwasserschutz im Abflussgebiet, Auffüllung der Innerste in Trockenzeiten und ergänzende Trinkwasserversorgung im Verbundsystem mit dem Granetal-Stausee. Mit Freude haben wir die Innerste bereits auf dem ersten Lebensweg begleitet; vom Sumpfteich, durch Buntenbock, Prinzenteich bis zur Untersten Innerste. Und später dann von Wildemann bis nach Lauthental. Bei der Suche nach ihrer Quelle wurde uns erzählt, dass die Innerste beim Bauer Höhlein, Am Brink, im Kuhstall entsprungen sein soll! Vergletscherungen hätten die Quellsituation später verändert.
Ausgangspunkt: Langelsheim, zur Karte
Parken: Parkplatz unterhalb des Staudammes, von der L 515 nach rechts in das Innerstetal abbiegen
Länge: Rundwanderung um den Innerste-Stausee, Weglänge 9,7 km
Höhenmeter: Wittenberg 361 Meter, Lindstalkopf 556 Meter
Sonstiges: immer auf gleicher Höhe, keine Steigungen, feste Wege, für Buggys sehr gut geeignet. Der Rundwanderweg kann auch als Radweg genutzt werden, dafür sind die besten Bedingungen gegeben
Alternativ kann der Umlauf auch beschwerlicher über die angrenzenden Berge gewählt werden. Im Osten über den Wittenberg (361 m) mit Rote Klippe. Im Westen vom Steileliet über den Lindstalkopf (556 m). Hier endet der von Hahausen kommende Hildesheimer Fernwanderweg abrupt, was mich mit Begeisterung auf die Idee brachte, den H-Weg von hier durch den Harz zu den bekannten Hildesheimer Adressen im Nationalpark und auf dem Kaiserweg nach Hohegeiß weiterzuführen. Das aber geht nicht. Der H-Weg ist ein „Zubringer“ für den Harz. Am Lindstalkopf hat er seine Pflicht erfüllt; die Wanderer müssen nun auf die Harzwege umsteigen und können dadurch jeden Punkt im Harz erreichen – einverstanden. Ohne Wanderkarte ist dies nicht möglich.
Vom Parkplatz gehen wir auf die Dammkrone. Dies ist die einzige Steigung. Vor uns liegt der Stausee. Für den Umlauf können wir dicht am Wasser gehen, aber dafür gibt es keine durchgehende Wegführung. Oder auf dem befestigten Weg (asphaltiert) mit Abstechern auf die ausgeschilderten Uferwege. Immer mit Blick auf den Stausee und ringsherum auf die hohen dunkelgrünen Harzberge. Die Luft ist frisch und klar. Im Einlaufbereich der Innerste breiten sich Feuchtbiotope aus. Zum Schluss bringt unser Weg eine Abzweigung zur Straße L 515, wir aber bleiben auf dem Weg geradeaus, noch 150 m, dann überqueren wir die Straße und sind auf dem Rückweg. Bei der nächsten Brücke überschreiten wird die Innerste, die noch im schmalen Flussbett temperamentvoll daher kommt. Mitte des Rückweges können wir auf Wunsch einkehren, dazu überqueren wir die Straße. Für die Einkehr gibt es drei Möglichkeiten; das Berghotel, die Seeterrassen (beide montags geschlossen) und die preiswerte servicefreundliche Imbissstube.
Für den weiteren Rückweg bleiben wir auf dem Fußweg neben der Straße und anschließend auf der Dammkrone zum Ausgangspunkt. Vom kleinen Aussichtsbalkon schauen wir auf die Innerste, die losgelassen vom Stausee wieder auf große Fahrt geht; durch Langelsheim, Baddeckenstedt, Holle nach Hildesheim, um wieder für Dienstleistungen bereit zu sein.