(mas) Beim Bundesfinale von „Jugend forscht“ an der Uni Saarbrücken gewinnen die ehemaligen Scharnhorst-Schüler Cornelius Bode, Martin Fiebig und Jan Wagner (von links) den zweiten Platz im Fachgebiet Technik – und erhalten obendrein den Preis des Präsidenten des Vereins Deutscher Ingenieure, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Mit ihrem Projekt „Musik aus dem Netz“ haben sie sich gegen mehr als 200 Jungforscher behauptet.
Die drei Landessieger gingen mit ihrer Alternative zum bisher weit verbreiteten Web-Radio an den Start. Bei ihrer Entwicklung ist man nicht mehr auf einen Computer angewiesen und kann das Web-Radio überall im Haus betreiben. Zur Anbindung an das Internet haben die Scharnhorst-Gymnasiasten ein so genanntes Powerline-Modem entwickelt, das einen Datentransfer über die Stromleitungen des Hauses möglich macht. Das Radio lässt sich bequem über Knöpfe oder eine Fernbedienung steuern. Auf das Projekt gekommen sind sie, weil im normalen Radio „unsere Musikrichtung nie zu hören war“, wie Jan Wagner erklärt. „Dabei entstand aber das Problem, dass man zum Beispiel in der Küche nicht den Rechner aufstellen kann“, fügt Cornelius Bode hinzu, der inzwischen an der TU in Braunschweig studiert. Immer den PC hochzufahren, um Radio zu hören, sei auch ziemlich umständlich, ergänzt Martin Fiebig. Ein halbes Jahr haben sie an ihrer Entwicklung gearbeitet.