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Beschränkung für den Einzelhandel
Stadtverwaltung will Konzentration auf gewachsene Standorte fördern / Wichtiger Knotenpunkt
Himmelsthür (apm). Im Gewerbegebiet an der Hildesheimer Straße und im Gewerbegebiet Himmelsthür Nord sollen keine weiteren Einzelhandelsflächen entstehen. Dazu hat der Stadtentwicklungsausschuss mehreren Änderungen in Bebauungsplänen zugestimmt. Mit den Beschlüssen will die Stadt verhindern, dass Einzelhandelsketten eingesessene Gewerbebetriebe verdrängen. Gleichzeitig sollen die vorhandenen Einzelhandelszentren in der Winkelstraße, in Himmelsthür Nord und auf dem Phoenix-Gelände gestärkt werden. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 27. Januar)
Rolf Lachenmaier (Hildesheim): Eine merkwürdige Entscheidung hat der Stadtentwicklungsausschuss da gefällt: Die Bebauungspläne für Einzelhandelsflächen u.a. in Himmelsthür wurden geändert: Die Stadt wolle verhindern, "dass Einzelhandelsketten eingesessene Gewerbebetriebe verdrängen". Das ist erst einmal für die Himmelsthürer Geschäfte keine schlechte Entscheidung. Bei anderen Bauprojekten kannten der Ausschuss und Herr Warnecke keine solche Skrupel. Das immer wieder genannte Phönix-Gelände, dass schon im seinem 2. Jahr als "gewachsener" Standort bezeichnet wird, wurde einfach mit den üblichen Verdächtigen in der Kettenbranche besetzt - ohne jegliche Rücksicht auf die gewachsenen Strukturen in der Dingworthstraße und im Bockfeld. Abgesehen davon, passiert auf dem Gelände herzlich wenig: die Paschen-Halle verfällt zusehends und für das ebenfalls denkmalgeschützte Wetzel-Bürogebäude gibt es immer noch keine Entwicklung. Wahrscheinlich hofft der Investor, dass der Zahn der Zeit ausnahmsweise schnell zuschlägt und die Gebäude dann doch abgerissen werden können.
Ähnlich sieht es wohl mit dem Mega-Projekt (zumindest für Hildesheimer Verhältnisse) Arneken-Galerie aus: Das architektonisch "bemerkenswerte" Gebäude (zuletzt wurde so in den 80er Jahren gebaut!) wird mit Einzelhandelsketten gefüllt. Die Folgen für die gewachsenen Strukturen in der Innenstadt kann sich jeder ausmalen. Die Himmelsthürer sind wohl zu beneiden - der Moritzberg und die Innenstadt hatten nicht soviel Glück.
Maststall-Bau: Region tritt auf die Bremse
Boitzum/Kreis Hildesheim (abu). Auf dem Weg zu seiner geplanten Hähnchenmast-Anlage bei Boitzum hat Landwirt Heinrich Deiters aus Holtensen einen Rückschlag erlitten. Die Region Hannover hat den für den 8. Februar geplanten „Erörterungstermin“ für das Projekt abgesagt. Begründung: Das Vorhaben soll intensiver als bisher geplant auf Umweltbelastungen untersucht werden. Die Maststall-Gegner, darunter auch viele aus Elzer Ortsteilen, frohlocken. ..(Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 26. Januar)
Klaus Kozirowski-Ahrens (Nordstemmen): Sie berichten, der Landwirt hat auf dem Weg zu seiner geplanten Hähnchen-Mast-Anlage bei Boitzum einen Rückschlag erlitten. Es könnte aber auch ein glücklicher Umstand sein, der ihn und die wenigen anderen, noch bauwilligen Landwirte, vor einem finanziellen Fiasko bewahrt. Die einseitige Darstellung der Marktprognose durch Fleischkonzerne, deren Vermittler und Verbände versprechen ein interessantes, wirtschaftliches Standbein. Dass es zu einer "brüchigen Krücke" wird, wissen zu gut die eher kritischen Organisationen und gut informierten Bürgerinitiativen gegen Massenställe. Jetzt noch einen Maststall bauen dient nur noch der erhofften, kurzfristigen, letzten Rettung der Fleischkonzerne, aber nicht den bäuerlichen Familienbetrieben als seriöses Wirtschaften. Alternative, zukunftsorientierte Bauernverbände und BI's können den Bauantragstellern die wirkliche Rechnung aufmachen. Dabei braucht es keine Berührungsängste geben.
Pannen-Requiem in St. Godehard
Angehörige und Bekannte einer Verstorbenen sind entsetzt über die Totenmesse
Hildesheim (apm). Der Tod eines Angehörigen ist einer der schwersten Momente im Leben eines Menschen. Christen suchen in dieser Zeit auch den Beistand der Kirche. Doch bei einem Requiem, der katholischen Totenmesse, gab es jetzt mehrere Pannen. Mit der mangelhaften Vorbereitung ging es schon los: „Die Kirche war unbeleuchtet, als wir in die St.-Godehardi-Basilika kamen“, berichtet Jürgen Heidemann, dessen Frau Helga Viktoria Heidemann kurz vorher gestorben war. An jenem Freitagabend sollte das Requiem für sie gefeiert werden. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 13. Januar)
Guido Fuchs (Hildesheim): Um die kirchliche "Gastlichkeit" ist es leider vor allem in katholischen Gottesdiensten vielerorts nicht gut bestellt. Zu selbstverständlich wird der "Gottesdienstbesuch" erwartet, häufig wird den Teilnehmern sehr unsensibel gleich zu Beginn Versagen, Schuld und Sünde attestiert. Eine persönliche Verabschiedung am Ende, wie in evangelischen Gottesdiensten üblich, gibt es nicht. Gastfreundschaft – auch im Gottesdienst – gehört zu den christlichen Verhaltensweisen, die schon im Neuen Testament gefordert werden. Man kann daher Verständnis haben für den Ärger von Trauernden, die im Gottesdienst nicht fanden, was nicht nur christlicherseits eigentlich selbstverständlich ist.
Doch völlig unverständlich ist, dass man, statt sich untereinander auszusprechen, das an die Öffentlichkeit trägt und Menschen namentlich an den Pranger stellt. Dies ist leider in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung immer wieder der Fall (etwa die Klagen über Busfahrer); auch den Redakteuren ist ein höheres Maß an Sensibilität zu wünschen.

Baumschäden – das Werk von Reißzähnen?
Stadt macht abgerichtete Hunde für Schäden an Stifter-Bäumen verantwortlich / Tierärztin: „Nicht auszuschließen"
Drispenstedt (kia). Kerben, unter denen rot-braunes Holz hervortritt, ausgefranste Borke oder heruntergerissene Rinde in der Größe eines Fußballs – fast alle der 22 von Bürgern gestifteten Bäumen am Brandisweg weisen Wunden wie diese auf. Auch die städtischen Gehölze, die auf der Wiese neben demPfad stehen, sind wie berichtet von solchen Verletzungen übersät. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 10. Januar)
Gilna Ehlers: Ich will nicht in Abrede stellen, dass immer noch Kreaturen existieren, die ihre Hunde "abrichten" - die gehören angezeigt und die armen Tiere sofort entzogen!
Dass aber ein Hund mit den REISSZÄHNEN solche Schäden verursacht, kann ich mir bei der ebenen harten Angriffsfläche von Bäumen schlecht vorstellen, denn die REISSZÄHNE sitzen ziemlich weit seitwärts hinten im Gebiss (es sind die großen kräftigen hohen Backenzähne, welche Stücke aus dem Beutetier reissen können) - sie werden von den meisten Menschen mit den vier Fangzähnen (vordere lange Eckzähne zum Ergreifen und Festhalten von Beutetieren) verwechselt...
...und wenn Ordungsamt und Polizei vermehrt Streife "fahren", dann sollten sie es nicht bei Tageslicht, sondern in der Dunkelheit tun, nämlich zu Zeiten, in denen sich kriminelle Elemente draußen um- und ihr Unwesen treiben!
Der Dreck nach dem Fest: Wer ist zuständig?
Anwohner schimpfen über Müll / Straßenreinigung will Ende der Woche fertig sein
Hildesheim (rit). Tag vier nach der Silvesternacht – und noch immer sind die Spuren davon zu sehen. „Niemand fühlt sich für den Silvesterdreck zuständig“, schimpft eine 59-jährige Frau aus Hildesheim. Seit zehn Jahren wohnt sie in der Marienburger Straße und lebt seitdem in einem ständigen Clinch mit der Stadt wegen der Feuerwerkskörper und anderem Schmutz, der das ganze Jahr über herumliegt. Ihrer Meinung nach kümmert sich die Stadt nicht ausreichend um die Reinigung. „Letztes Jahr lagen sogar im März noch immer Reste der Knaller am Straßenrand“, stellt sie fest. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 4. Januar)
Marcus Böhm (Barienrode): Über den Sinn oder Unsinn des Silvesterfeuerwerks gehen die Meinungen wie üblich weit auseinander.
Würde man es statistisch untersuchen, würde sich dabei wohl herausstellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gar keine Feuerwerkskörper abfeuert.
Im Zusammenhang mit der künstlichen Aufregung einzelner Anwohner fällt mal wieder auf, dass der sehr tiefsitzende Egoismus der Beschwerdeführer hier letztlich das einzig Störende darstellt, da die Stadtreinigung ja nach Reinigungsplan vorgeht, also alles planmäßig fristgerecht gereinigt wird.
Wie hieß es mal so schön: "Frage nicht was Dein Land für Dich tun kann,sondern, was Du für Dein Land tun kannst!"Bedeutet: Fegt´s halt mal selbst, wenn´s Euch gar so sehr stört!
Kunden bleiben am Bahnhof zurück
Engpässe bei der Lammetal- und Weserbahn:Vier Wagen müssen zeitgleich zur Wartung
Emmerke/Bad Salzdetfurth (skn/uli). Eigentlich sollte mit der Übernahme der Lammetal- und Weserbahn durch die Nord-West-Bahn alles besser werden...Doch nun gibt es auch an dem neuen Betreiber Kritik. Die Bahnen hätten weiterhin technische Mängel; die Kunden ärgern sich, dass es keine Fahrkartenautomaten mehr in den Zügen gibt. Und im Bereich der Weserbahn blieben Fahrgäste auf dem Bahnsteig zurück, weil die Nord-West-Bahn gleich an den ersten Tagen mit verkürzten Zügen zwischen Hildesheim und Bünde unterwegs war. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 16. Dezember)
R. Niehoff (Bad Salzdetfurth): Habe morgens den Artikel über die NWB - Bahn in der HAZ gelesen und eine halbe Stunde später selber dumm am Bahnsteig gestanden. In der Hand meine Fahrkarte für 4,10€, letzte Woche noch 3,30€ (Solebad Bad Salzdetfurth - Hbf Hildesheim) und der Zug kam leider nicht, sodaß ich mit dem Auto fahren mußte. So macht Bahn fahren richtig Spaß, gelungener Einstieg, äh Ausstieg!!!!!!
Nicht zu vergessen, am Nachmittag am Ostbahnhof das Gleiche, also wieder mit Auto. Wer ersetzt mir eigentlich die doppelten Kosten???
Es lebe der Nahverkehr, nur wer belebt ihn?????
Schlag gegen den Christbaum-König
Stadt schließt größte Verkaufsstelle von Kaufmann Stolte / Auch Konkurrent wird jetzt überprüft
Hildesheim (hei/cwo). Die Stadtverwaltung ist am Donnerstagmorgen gegen den Weihnachtsbaumhändler Heinz-Dieter Stolte vorgegangen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes versiegelten das Tor zu einem Grundstück an der Goslarschen Landstraße. SeitvergangenemFreitagverkauft der Unternehmer dort Christbäume – ohne Genehmigung, wie er selbst einräumt. Hintergrund ist ein heftiger Konkurrenzkampf im Geschäft mit den Nadelgehölzen. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 16. Dezember)
Marcus Böhm (Barienrode): Es wird in und für Deutschland höchste Zeit für einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel.Dieser Einsatz der Behörden an völlig nebensächlicher Stelle ist nur einer von alljährlich Abertausenden in Wahrheit doch ziemlich entbehrlichen Maßnahmen, die nur aufgrund überholter und altbacken kleinkarierter, gemeinhin typisch deutscher Regelungswut stattfinden.
Es ist ein Unding, dass, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, der Grundstücksbesitzer nur auf die von einer Behörde genehmigten Nutzungen beschränkt wird, nur weil das Grundstück innerhalb Deutschlands liegt. Solange man nicht gleich mit gefährlichen Stoffen hantiert, wozu benötigt man da überhaupt noch die Stellungnahme einer Behörde?
Auf diese Weise werden Steuergelder für Nichtigkeiten vergeudet, und Beschäftigte nur im Öffentlichen Dienst weiterbeschäftigt, um durch derartige Scheintätigkeiten weiterhin die Notwendigkeit ihres Daseins zu begründen, anstatt endlich die Strukturen zu straffen und Gesetze zu modernisieren, auch um Kosten zu sparen.
Obendrein vergrault man Wagemutige, unternehmerisches Handeln heutzutage zu beginnen, verschweigt aber gern, dass die gewachsenen wirtschaftlichen Strukturen unseres Landes ganz gewiss ohne jegliche Genehmigung entstanden. Selbst das Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg wäre, würde alles immer alles streng nach Paragrafen behandelt worden sein, unter paragrafenreiterischen Bedingungen einfach mal ausgefallen.Und dies sollte man sich einfach mal wieder vor Augen halten, um Augenmaß zu beweisen.
„Die Spieler müssen ein Lebenszeichen senden“
Nach der Niederlagenserie redet Eintrachts Handball-Manager Gerald Oberbeck Klartext: „In Sachen Teamgeist haben uns andere Mannschaften einiges voraus.“ Gerüchte um eine Entlassung von Coach Mudrow seien aber völlig abwegig.
Von Thorsten Berner (Hildesheim). Es war die Woche der Wahrheit für die Eintracht-Handballer – und die Realität ist ernüchternd: Nach den Heimniederlagen gegen Balingen und Wetzlar ging auch das Derby in Hannover verloren. Die Gesamtausbeute nach 15 Spielen ist geradezu niederschmetternd. Mit 2:28 Punkten liegen die Einträchtler abgeschlagen am Tabellenende des Erstliga-Rankings. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14. Dezember)
Dirk Molendzki (Giesen): Es ist keine Frage, dass die Spieler von Eintracht Hildesheim eine Mitschuld an dem schlechten Tabellenplatz tragen. Doch ich frage mich, ob es in dieser Situation weiter hilft, dass Trainer Volker Mudrow zum wiederholten Male äußert, dass die Mannschaft nicht die Qualität hat um in der 1. Liga zu bestehen. Wie sollen sich denn die Spieler motivieren, wenn selbst der Cheftrainer ihnen wenig zutraut? Woran sollen sich die Spieler denn orientieren? Zur Aufageb eines Trainers gehört doch auch die Weiterentwicklung des Teams voranzutreiben und auch den Mannschaftsgeist zu födern. Daran sollte der Tariner arbeiten und die Mannschaft nicht ständig in der Öffentlichkeit schlechter darstellen als sie ist. Vertrauen in das eigene Team sieht anders aus. Oder mit welcher Mission ist Volker Mudrow bei Eintracht angetreten?
Power-Sellerin ausgebremst
Hart umkämpfter Markt: eBay-Händlerin aus Mahlerten kassiert teure Abmahnung / Formfehler
Mahlerten (rek). Als der Postmann bei Tanja Benthe zweimal klingelt, vermutet die eBay-Händlerin allenfalls eine Reklamierung. Doch als sie das Einschreiben öffnet, traut die 44-Jährige kaum ihren Augen. Post von einer Kanzlei aus Süddeutschland, die ihr vorwirft, sich als Online-Händlerin wettbewerbswidrig zu verhalten. ..(Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 12. Dezember)
Christian Vogel (Hildesheim): Meiner Ansicht hat kein süddeutscher "Mitbewerber" die Powersellerin aus Mahlerten ausgebremst. Vielmehr gehen regelmäßig spezialisierte Anwaltskanzleien auf die Suche nach Formfehlern auf Internetseiten. Ob es sich nun um Schüler, Vereine, Arztpraxen oder eben Ebay-Powerseller handelt, macht für sie keinen Unterschied. Ihnen dürfte nicht so sehr die Einhaltung von rechtlichen Rahmenbedingungen am Herzen liegen, das ließe sich auch kostenfrei erledigen. Hauptmotiv dürfte Geldgier sein, da es zu erheblichen Einkünften für die beteiligten Kanzleien führt.
Eigentlich war das Prinzip der Abmahnung einmal zur Vermeidung von Gerichtsprozessen gedacht. Die Praxis zeigt dagegen, dass zumeist ahnungslose Webseitenbesitzer abgezockt werden. Hier hätten unsere Politiker, insbesondere Verbraucherschutz- und Justizministerin, die Aufgabe, harmlose Internetnutzer zu schützen. Man muss nicht erst warten, bis die Piratenpartei diese Ressorts besetzt.
Dampfen statt Rauchen – ein Trend?
E-Zigarette als „gesunde Alternative“ gehandelt / Krebsforscher warnen / Arbeitgeber sagen „Nein“
Vor zehn Jahren in China erfunden, soll die Kunststoffzigarette die „gesündere Alternative“ zum herkömmlichen Glimmstängel sein – sagen jedenfalls die Hersteller. Die elektronische Zigarette verbrennt keinen Tabak, stattdessen verdunstet ein flüssiges Nikotinkonzentrat.Der entstehende Dampf riecht nicht, brennt nicht in den Augen. Keine Brandrückstände, keine Passivschäden für das Umfeld. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 12. Dezember)
Christian Brisch (Sarstedt): Das Rauchen gehört auch mit der E-Zigarette verboten, da das Rauchverbot klar definiert ist. Der Schutz von Nichtrauchern umfasst eben auch Tätigkeiten, die der Nikotinsucht förderlich sind.
Außerdem ist es für die Sozialgemeinschaft nicht förderlich, wenn z.B. in Bahnen und Bussen provokativ "Dampf" abgelassen wird, wobei das Personal und die Ordnungskräfte bereits mit Schwarzfahren und Sachbeschädigungen gut beschäftigt ist.
In Itzum brechen düstere Zeiten an
Zukunftsvertrag: Stadt zahlt keine Weihnachtsbeleuchtung mehr für Ortsteile / Feuerwehr: „Einsatz sinnlos“
Itzum (kia). Zum Fest bleibt es dunkel in Itzum: Erstmals seit mehr als fünfzehn Jahren gibt es für die im Ort aufgestellten Christbäume keine Weihnachtsbeleuchtung. Mehrere Anwohner sind darüber sauer – schließlich hatte die Freiwillige Feuerwehr die Nadelbäume eigens zu diesem Zweck in einem Sondereinsatz befestigt. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 12. Dezember)
Karl Krauskopf (Hildesheim): Ein Hoch auf unsere Stadtverwaltung! Da werden zwei schöne, große und gesunde Fichten geschlagen, von den Feuerwehren transportiert und aufgestellt, damit sie nach vier Wochen wieder geschreddert werden, weil man bei der Montage der Lichterketten sparen will. Vielleicht sollte man die Bäume mit Schildern versehen, die auf deren Zweck als Weihnachtsbäume hinweisen! Aber für den Umzug verrosteter "Skulpturen" und der damit verbundenen Versetzung eines Baumes ist Geld da! Schilda lässt grüßen!
Ein Verkehrszeichen ist zu viel
Vorfahrt- und Vorfahrt-achten-Schild an einem Mast verwirrt Autofahrer
Hildesheim (apm). Wer ein Vorfahrt-Schild sieht, kann fahren. Wer auf ein Vorfahrt-gewähren-Schild zufährt, muss querende Autos vorlassen. Das lernt jeder angehende Autofahrer schon in der Fahrschule. Doch wer vom Berliner Kreisel in Richtung Einum abbiegt und an der ersten Ampelkreuzung hinter der Autobahnauffahrt links in Richtung Daimlerring fährt, der hat gleichzeitig beide Schilder vor Augen: An einem Ampelmast weist ein Vorfahrt-Schild darauf hin, dass der Fahrer gegenüber dem Abbiegeverkehr aus Einum in die Wankelstraße Vorfahrt hat. Darunter ist ein Vorfahrt-gewähren-Schild angebracht. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 9. Dezember)
Dr. Alfred Flaccus (Hildesheim): "Das Vorfahrt-gewähren-Schild ist überflüssig", erklärt der Pressesprecher der Stadt. Richtig! Und leider nicht nur an dieser Stelle.
Ähnliche Regelungen finden sich an einigen Stellen in der Stadt und immer werden dabei die Radfahrer zum Anhalten gezwungen, obwohl sie sich im Fahrtrichtungsverlauf auf der Vorfahrtsstrasse befinden.
Beispiele dafür sind die Einmündung Goslarsche Str./Senator-Braun-Allee oder die Krezung B243 stadtauswärts Abzweig Diekholzen/Hagebaumarkt.
Radfahrerfreundliche Verkehrsführungen sehen anders aus - vielleicht sollte man sich mal ein Beispiel an "fahrradfreundlichen" Städten nehmen, bei denen man solche Regelungen gar nicht findet. Hier sind Radwege oft rot auf der Fahrbahn "durchmarkiert".
Sicher mag die Verkehrssicherheit ein Thema sein, weil Radler durch abbiegende PKW an diesen Stellen oft gefährdet werden, aber warum muss immer der Schwächere benachteiligt werden?
Wer den Radverkehr fördern will, sollte zumindest dort Vorfahrt gewähren, wo andere Verkehrsteilnehmer (Autos) diese auch haben.
Fans gehen auf die Barrikaden
Pfeifkonzerte und Becherwürfe in der Halle, empörte Anrufe und Briefe in der HAZ-Redaktion: Die Anhänger der Hildesheimer Erstliga-Handballer sind wütend auf die Schiedsrichter.
Von ThorsTen Berner.Hildesheim. Erst 48 Stunden nach einem Spiel dürfen sich Trainer und Verantwortliche über die Leistungen der Schiedsrichter in der Handball-Bundesliga (HBL) äußern. So will es das neue – sehr umstrittene – Regelwerk der HBL. Aber selbst diese Zeitspanne dürfte kaum ausreichen, um die hochkochenden Emotionen nach dem Match der Eintracht-Handballer am Sonntag gegen HBW Balingen (24:26) abzukühlen. ..(Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 6. Dezember)
Thomas Bosak (Harsum): Die Handballbundesliga rühmt sich gern als “beste Liga der Welt”. Das mag, was das sportliche Niveau angeht,durchaus stimmen. Das gilt leider nicht für die Schiedsrichterleistungen. Wie es besser geht kann man in den Champions-league Spielen ständig verfolgen. Hier ist die HBL gefordert.
Wenn man die dauernden offensichtlichen Fehlentscheidungen - speziell bei den Eintracht-Spielen – anschaut fragt man sich ob es hier mit rechten Dingen zugeht. Ich möchte Niemanden etwas unterstellen, aber auch im Fussball hielt man einen Wettskandal (zu) lange für unmöglich. Was schreiben eigentlich die offiziellen Schiedsrichter-Beobachter in Ihren Bewertungsbogen ? Was sagt der meist anwesende Funktionär Herr Gremmel dazu?
Leider bleiben inzwischen sogar einige Zuschauer den Heimspielen fern weil sie solch skandalöse Ereignisse nicht mehr Ansehen wollen.
Stefan Forche (Lahstedt/Gr.Lafferde): In dieser Situation hilft nur eine selbstkritische Betrachtung der Mannschaft, der Trainer und des Managements.
Ist das noch der Weg, den das Management uns Fans zwei Spielzeiten vorher aufgezeigt hat ? Junge Spielerin eine Mannschaft hinein zu entwickeln ? Wenn Leistungsträger (Sebastian Roth, Leif Anton, Markus Schiech) aussortiert werden und hoffnungsvolle Talente (Behnke, Kolditz, Meiser und Eichenberger) abgeschoben werden, bekommt man erste Zweifel.
In dieser Situation der sporlichen Talfahrt es nun ausschließlich den durchwachsenen bis schlechten Schiedsrichterleistungen zuzuschreiben,ist einseitig und unfair.
Eintracht leistet sich den Luxus. Spieler einschließlich Torwart bei sichtbarer Schlechtleistung auf der Platte zu belassen, andere auf der Bank oder Tribüne schmoren zu lassen. Taktische Wechsel, egal für welche Spieldauer kommen meistens zu spät, zu kurz oder gar nicht. Gegen Spielzüge des Gegners gibt es selten ein erkennbares Mittel. Und dann die vielen technischen Fehler in der Angriffsbewegung plus Fehlversuche.
Wie soll daraus ein Sieg entstehen ? Die Schiedsrichterleistung ist hier nur ein Mosaikstein, aber niemals spielentscheidend ! Es fehlt an mannschaftlicher Geschlossenheit. Wer spielt wen an, - und wen grundsätzlich nicht ? Trotz schneller, sicherer Vorwärtsbewegung einiger Spieler, insbesondere auf Halb- oder Außenpositionen, haben die Herren Hoffmann und Jahns doch erkennbare Vorbehalte gegenüber ihren Mitspielern !
Beim letzten Spiel waren die meisten Spieler, die ja fast mehrheitlich durchspielen mussten, stehend k.o., andere nach Kurzeinsätzen nicht mal aufgewärmt.! Erstklassig ist bisher nur das Publikum. Es kommt nach regelmässigen Enttäuschungen gegen potentielle Punktelieferanten trotzdem zum nächsten Spiel, und feuert bis zum (leider) bitteren Ende die eigene Mannschaft an !
Zum Standort des Ausweichmarktplatzes während des Weihnachtsmarktes
Christiane Landgraf (Hildesheim): Der Standort für den Ausweichmarktplatz ist denkbar schlecht gewählt. Einmal, weil es dort sehr zugig ist, aber zum anderen sehr bedeutenden, dort ist wieder das sehr schlechte fußfeindliche Pflaster das unsere Stadtplaner ja so toll finden, dass sie es überall wo geht verpflastern.
1. Man merkt wirklich jeden Schritt durch das Schuhwerk.
2. Bei Nässe ist es sehr gefährlich sogar rutschig.
3.Bei Schnee und Eis ist es absolut nicht begehbar.
Der Marktplatz selber hat zwar auch eine kleine Pflasterung, aber es sind glatte Steine und nicht diese Holpersteine. Angeblich ist die Bepflasterung der Stadt mit dem Behindertenrat abgestimmt worden. Das hätte ich gerne mal gelesen, was die dazu geschrieben haben. Ich kann mir nicht vorstellen, das Leute, die nicht gut zu Fuß sind dort gerne langgehen.
Gehe ich mal durch die Stadt hört man oft die Leute klagen über dieses Pflaster, aber leider haben die Planer kein offenes Ohr dafür.
Zum Markt kann ich nur sagen, man sollte ihn an den Tagen des Weihnachtsmarktes den Hohen Weg hinunter platzieren, dann kommen auch wieder die Kunden, es ist ja nur zweimal die Woche.
Oper - Ärgernis oder Labsal?
Die Bayreuther „Tannhäuser“-Inszenierung hat den Streit zwischen Anhängern sogenannter Werktreue und des Regietheaters neu entflammt
Von Andreas Bode. Als vor einer Opernpremiere – es war wohl Wagners „Walküre“ – einer der Beteiligten gefragt wurde, wie’s denn werde, antwortete der: „Es wird so dunkel, dass man kaum mehr die Musik hört.“ Der, der inszeniert hat, hieß Herbert von Karajan. Dessen Dirigieren erfreute sich weit größerer Wertschätzung als seine Regiearbeiten. Ob die Anekdote nun wahr ist oder nur gut erfunden wurde, ist letztlich gleichgültig, umreißt sie doch anschaulich die Problematik, mit der sich Opernbesucher und Theatermacher seit Jahrzehnten herumschlagen: Darf, kann, soll, muss – Stichwort: Regietheater – eine Operninszenierung Bezüge zur Jetztzeit herstellen, darf, kann, soll, muss – Stichwort: Werktreue – eine Oper so aufgeführt werden wie zur Zeit ihrer Entstehung? (Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 29. Juli)
Mirco Heidorn (Hildesheim): Zum Kultur-Thema "Oper" kann ich nur sagen: Opern sollten schon originalgetreu dem Werk aufgeführt werden. Gerade die aktuelle TfN-Aida zeigt anhand von ausverkauften Vorstellungen, dass die Besucher doch die klassische Variante sehen wollen, um in der heutigen Zeit vom stressigen Alltag abschalten zu können. Wenn ich mir eine Oper ansehe, dann mit Leichtigkeit, ohne groß nachzudenken, was mir das Stück und die Handlung sagen wollen. Neuere Opern können gerne mal in die Neuzeit verlegt werden, aber Klassiker wie "La Bohême", "Nabucco", "Zauberflöte" und Co. sollten schon nach "altem Stil" inszeniert werden und nicht "neu und kitschig" wie gerade in Bayreuth der "Tannhäuser", wo statt Applaus größtenteils nur Buh-Rufe ertönten. Das Theater lebt vom Publikum und wenn das trotz mangelnder Qualität ausbleibt, ist die Kultur in Gefahr!
Wolfgang Würzner (Hildesheim): Man könnte die "Aufführung" des Tannhäuser in Bayreut schon als Provokation bezeichen. Aber bei der Subvention, den vielen Freikarten für Leute, die den Eintritt zu bezahlen keine Mühe hätten, und dem langjährigen Ausverkauf des grünen Hügels, kann man dem Zuschauer eine solche "Verwürgung" anbieten. So dürfte Herr Baumgarten schwerlich in den Musenhimmel gelangen. Dieser Herr sollte sich die sehr gelungene Hildesheimer Aufführung der Meistersinger oder die konzertante Aufführung des Tannhäuser auf der Wartburg als Maßstab künftiger Inszenierungen ansehen. Man macht ein Stück nicht besser wenn es aus seiner Zeit gerissen wird. Es ist eben zeitlos, ein Klassiker, der auch heute noch aussagekräftig genug ist, ohne Biogas und Alkoholator.
Peter Wacup und Hildegard Schwarz (Nordstemmen): Wir bevorzugen Opernausführungen in traditioneller, werkgetreuer Art.
Renate Wellhausen (Hildesheim): Auf Opernabende freue ich mich und gehöre eindeutig zu dem beschriebenen Typ II. Wenn mir die Inszenierung nicht zusagt, was ich Matineen, Kritik und Fotos entnehme, bleibe ich weg, auch oder gerade, wenn ich das Werk liebe. Umgekehrt habe ich auch schon Opern besucht, deren Musik mich weniger anspricht, nur um Regie und Ausstattung zu honorieren, wenn sie in meinem Sinne waren. Der größte Teil meiner Freunde und Bekannten denkt wie ich.
Neue Richtung: Tempo runter, Autos raus?
Stadt will den Durchgangsverkehr aus dem Zentrum vertreiben und entdeckt ihr Herz für Radler, Busse und Fußgänger
Hildesheim (br). Die Stadt plant eine Kehrtwende ihrer Verkehrspolitik. Bislang galt das Augenmerk Autofahrern – künftig sollen Radfahrer, Fußgänger und Busse ebenso zur Geltung kommen. Dazu soll der Durchgangsverkehr aus der Innenstadt verdrängt werden: durch Tempo 20 in der Schuhstraße und Tempo 30 in Einfallsstraßen. Zudem dürfen Passanten in Kaiserstraße und Zingel auf längeres „Grün“ hoffen. (Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 21. Oktober)
Michael Lojek (Hildesheim): Jetzt reicht es wirklich! Hat man in der Verwaltung nun gar nichts anderes mehr zu tun, als sich monatelang damit zu beschäftigen, wie man Autofahrer in Hildesheim drangsalieren und bevormunden kann? Unglaublich, wie sich Verwaltung und Politik immer weiter den Wählern und Bürgern entrücken. Ich wehre mich entschieden dagegen, mir vorschreiben zu lassen, welchen Weg ich mit welchem Verkehrsmittel zu bestreiten habe. Wenn ich von Himmelsthür in die Innenstadt und wieder zurück möchte, nehme ich den Stadtbus, wenn ich nach dem Besuch der Innenstadt noch woanders hinmöchte, nehme ich das Auto, so einfach ist das. Als eine Frechheit empfinde ich es, von bewusst rot geschalteten Ampeln erzogen werden zu sollen. Ich hoffe, dass gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Tenpo 30-Zonen dem jämmerlichen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen. Ach ja, weil wir ja schon mal dabei sind: Wo ist eigentlich die "Optmierung" der Ampelschaltungen in der Kaiserstraße geblieben, die ja seitens der Stadt so gönnerhaft proklamiert wurde? Auf meinem frühmorgendlichen Weg von Himmelsthür zur Anschlussstelle Hildesheim der A7 befinden sich 9 Ampeln. Die 7 Ampeln bis zum Bismarckplatz sind ja jetzt anscheinend so geschaltet, dass man garantiert an jeder der Ampeln rot hat, und das um 6.10 Uhr ohne jeglichen Querverkehr von Bussen mit Vorrang. Überflüssig zu sagen, dass sich dabei der Wutfaktor von der ersten roten Ampel in Form von Kopfschütteln bis zur siebten roten Ampel mit dem glühenden Wunsch, eine Akkuflex dabei zu haben und die Ampel abzusägen steigert.
Jörg Fulde: Nun wird also der Verkehr beruhigt. Was für ein schöner Erfolg - wahrscheinlich vor allem finanzieller Art für die beteiligten Planungsbüros, deren opitmistische Vorhersage nach dem Scheitern des Projektes eh niemand mehr im Kopf hat. Nur mal so zum Verständnis: Seit Jahren (oder sind es nun doch schon Jahrzehnte?) bemüht man sich in Schildaheim, sorry, Hildesheim, um einen neuen Bahnhof, weil der alte Besucher eher abschreckt, als einlädt. Die Preise im öffentlichen Nahverkehr mögen angemessen sein - wer kann schon das Gegenteil beweisen - sind aber mit bald zwei Euro pro Fahrt im Stadtbus für einen Erwachsenen gefühlt echt happig. Vor Einführung des Euro 2002 hätte wohl niemand einen Fahrpreis von 4 DM akzeptiert...... Dann mehr kostenpflichtige Parkplätze, wo es heute schon nicht grade einfach ist, in der Innenstadt überhaupt zu parken. Ein Schelm, wer fürchtet, dass die Stadt das - mit Bedauern, ganz sicher, es ist doch nur für die gute Sache - mit Hilfe von kostenpflichtigen Anwohnerparkplätzen zu realisieren versuchen wird. Klingt insgesamt eher nach einer verdeckten Aktion, um die maroden Stadtfinanzen zu sanieren - die EVI ist ja immer noch eine Tochter der Stadt, und Politessen hat es, im Gegensatz zu anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung, genug. Und das ist dann der große Wurf für Hildesheim? Indem die Innenstadt seit Jahren über schwindende Kundenzahlen klagt? Indem gerade eine Arnekengalerie gebaut wird, die Kunden in Scharen aus dem Umland anlocken soll? In ein verkehrsberuhigtes, autofahrerfeindliches Hildesheim sollen die Menschen strömen und hier ihr Geld ausgeben, auch zur Sanierung der Stadtfinanzen? Da leistet die Stadt mit dieser Verkehrsmaßnahme ganz bestimmt gute Marketingarbeit... Andere Städte machen mit anderen Modellen wie kostenfreiem Parken attraktivere Angebote. Dieser Unsinn führt nur dazu, dass Hildesheim noch mehr zur Schlafstadt von Hannover verkommt. Wir brauchen kein neues Verkehrskonzept, wir brauchen eine Rundumerneuerung im Rat und in der Verwaltungsspitze, damit der Unsinn endlich mal aufhört, und die Stadtfinanzen mit Augenmass, Verstand und Mut saniert werden.
Christof Werner (Hildesheim): Liebe Leute das hat Sinn, denn nun kann man hinter jeder Ecke Blitzer aufstellen und so zusätzlich das leere Stadtsäckel füllen!!!!!!!! Liebe Grüße aus Schilda.
Werden Frühchen bald abgewiesen?
Baby-Intensivstationen fürchten um Versorgungsqualität / Beide Krankenhäuser kämpfen um Level I
Hildesheim (ha). Den Frühgeborenen-Intensivstationen im Bernward-Krankenhaus und im Klinikum droht zum Jahresende die Degradierung: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das oberste Gremium der Selbstverwaltung von Krankenkassen, Kliniken und Ärzten, hat entschieden, dass Spezialeinheiten mit dem „Level I“ künftig jährlich mindestens 30 Frühchen mit einem Gewicht von weniger als 1250 Gramm behandeln müssen, um in der höchsten Medizin-Liga bleiben zu können. Das aber schafft keines der Häuser allein. (Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 20. Oktober)
Martin Zirkus (Hildesheim): Die Zusammenarbeit der beiden Hildesheimer Kliniken ist - nicht nur auf diesem Gebiet! - längst überfällig. Manche Regionen würden sich freuen, auch nur e i n Krankenhaus mit einem derartigen Leistungsspektrum in der Nähe zu haben.
Die Region Hildesheim leistet sich gleich zwei, noch dazu in z.Zt. nicht mal 500 m Luftlinie Abstand...
Für die Kinderkliniken dürfte die Maßnahme zudem nicht überraschend kommen. Schon in den vergangenen Jahren wurde im Sozialministerium häufiger an die Schließung einer der beiden Abteilungen gedacht. Und dabei war nicht nur vom Level-1-Zentrum, sondern von der kompletten Kinderklinik die Rede!
Auch in anderen Bereich wäre mehr Kooperation wünschenswert, nicht zuletzt um den Standort Hildesheim als ganzes zu sichern.
Warum werden Hirnblutungen nach Seesen oder Hannover verlegt, obwohl im Nachbarkrankenhaus Neurochirurgen rund um die Uhr Dienst haben?
Warum wurde lange Zeit eine parallele "Stroke Unit" vorgehalten, obwohl nebenan eine komplette Neurologie (natürlich incl. Stroke Unit" für Schlaganfälle) bereitsteht?
Wäre es - für alle Hildesheimer - nicht sinnvoll, die Expertisen zu bündeln, statt weiterhin eine Art "Kleinkrieg" zu fördern?
Wenn man sich beim Thema "Level-1" zusammenrauft, wäre das ja ein Anfang.
Bombe wird am 11. Juli geräumt
Hildesheim (hei). Die Stadtverwaltung hat sich entschieden: Die unter dem Pflaster der Kreuzstraße geortete Fliegerbombe wird am Sonntag, 11. Juli, geräumt. Dafür müssen große Teile der Innenstadt evakuiert werden ... (Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 2. Juli)
Thomas Kittel (Hildesheim): 2010, das Michaelis-Jubiläumsjahr. Parallel wird der Dom geschlossen, ein Straßenzug für die Arnekengalerie abgerissen, diverse Straßen für den Fernwärmebau der EVI gesperrt und die Umleitungsschilder sind nach wie vor nicht zu verstehen. Perfektes Timing! Hinzu kommen der werdende Neubau des Klinikums und der Umbau der Senator-Braun-Allee. Perfektes Timing! Der PvH ist nun auch eine Kraterlandschaft, passend zur WM und Sommer, was den Platz sehr attraktiv für die Nutzung der Gastronomie macht. Perfektes Timing! Das Phönixgelände ist ebenfalls eine Großbaustelle, genauso wie die Erschließung des zu groß geratenen Baugebiets in Ochtersum. Perfektes Timing! Nun also eine Bombenentschärfung am Tag des Endspiels zur Fußball-WM. Ich hoffe die Spezialisten vor Ort haben ein besseres Timing.
Ottmar von Holtz (Hildesheim): Wir sollen zwar die Sonnabendausgabe abwarten, aber schon jetzt befürchte ich den GAU: Bombenentschärfung samt Räumung sicherlich auch der ganzen Friesenstraße und des PvH am Tag des Fußball-WM-Endspiels. Das hätte was! Die, die das entscheiden, rechnen wohl nicht damit, dass Deutschland das Endspiel erreicht.