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Nächtlicher Kampf um ein Leben
Frau auf Überweg erfasst: Schwer verletzt ins Krankenhaus
Hildesheim (ph). „Ich habe nur einen lauten Knall gehört, dann Schreie“, sagt der Mitarbeiter der Tankstelle Goslarsche Straße. Er ist gleich nach draußen gerannt und so Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls geworden...Das Unfallopfer, eine 57-Jährige aus Hildesheim, liegt schwer verletzt auf der Straße vor dem roten Kleinwagen, der die Frau angefahren hat. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 4. März)
Klaus Okrafka (Berlin): Die Polizei vermutet, dass die verunglückte Frau bei "Rot" über die Straße gegangen ist. Dieses Verhalten, ist auch am Tag oft zu beobachten und wird auch mit Kindern an der Hand durchgeführt. Es wäre besser, wenn alle sich vorbildlich verhalten würden, damit Kinder nicht durch so ein schlechtes Vormachen zum Nachmachen verleitet werden.
„Tretminen“ auf dem Spielplatz
Hundekot regt Anwohner in Ochtersumer Neubausiedlung auf
Ochtersum (lyh). Der Ochtersumer Familie Lange und vielen ihrer Nachbarn stinkt es: Obwohl sie in einer überschaubaren, verkehrsberuhigten Neubausiedlung wohnen, können sie weder mit Genuss spazieren gehen, noch ihre Kinder unbesorgt draußen spielen lassen. Grund dafür sind die zahllosen Hundehaufen, mit denen Wege und sämtliche Grünfl ächen geradezu übersät sind. ..Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 4. März)
Monika Martini (Bockenem): Frau Lange spricht mir aus der Seele und ich kann sie verstehen. Auch ich habe das " Vergnügen " immer wieder die Hinterlassenschaften von Hunden von unserem Bürgersteig zu entfernen. Es ist widerlich und ekelhaft. Mein Mann hat auf der Versammlung des Bürgervereins in Bockenem angeregt, Hundehaltern einen Flyer mit der Hundeverordnung zuzustellen. Vielleicht weiß manch Hundebesitzer garnicht, daß er die " Geschäfte " seines Hundes umgehend zu entsorgen hat. Das Resultat war, daß mein Mann von einem uneinsichtigen Hundehalter als " Hundehasser " bezeichnet wurde.
Sieglinde Steinmetz (Hildesheim): Ich bin Großmutter von zwei Enkelkindern, 3 und 5 Jahre alt. Auf meinen Spaziergängen mit meinen Enkeln musste ich auch immer wieder feststellen, dass wirklich überall die Hinterlassenschaften von Hunden festzustellen ist. Spricht man Hundebesitzer an, ob sie den "Haufen" nicht wegmachen möchten, bekommt man entweder eine freche Antwort oder die Leute fühlen sich gar nicht angesprochen.
Ganz speziell spreche ich den Sandkasten auf einem Spielplatz im Godehardikamp (Nähe der Waldorfschule) an. Dieser wird ganz gezielt als Hundeklo benutzt . Auch die kleine Grünfläche in der Krehlastraße an der großen Kastanie (früher ein kleiner Spielplatz) wird als Hunderklo genutzt. Einfach alles nur ekelig. Ich gehe davon aus, das auch das Aufstellen von speziellen Hundeabfallbehältern nicht viel bringt. Jeder Hundebesitzer weiß doch, das er den Haufen seines Hundes mitzunehmen hat .
Im Interesse aller Spaziergänger sollte noch einmal an die Hundebesitzer appeliert werden.
Elke Ebeling (Hildesheim): Ich bin selbst Hundebesitzerin und hebe nach Möglichkeit alle Häufchen auf. Doch das große Problem kommt dann: Wohin bloß mit den Beuteln? In die Tasche stecken? Igitt! In den Gulli schmeißen? Kann es eigentlich auch nicht sein, wird aber gemacht! Wenn schon keine Beutel zur Verfügung gestellt werden, bitte wenigstens mehr Abfallbehälter aufstellen!
Michael Ritter (Sarstedt): Grundsätzlich kann man sagen:Der Pfiffi kann nichts dafür.Widerlich und abartig finde ich das Verhalten vieler Hundebesitzer,die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht wegmachen.Ganz nach dem Motto:Ich bezahle ja Hundesteuer,dann können das auch andere wegmachen.Außerdem haben Hunde nichts auf Spielplätzen verloren.Hier helfen nur empfindliche Geldbußen,dann wird sich so manch einer überlegen,ob er oder sie den Haufen seines Lieblings liegenläßt oder nicht.
Wer hat denn nun den Radweg erreicht?
In Harsum geht Gerangel um Erfolgsanteil an etwas noch nicht Existierendem weiter
Harsum/Borsum (tw). Die Harsumer Politik erlebt immer neue Etappen einer Phantom-Debatte: Der Streitpunkt ist, wer am meisten zu zwei Radwegen beigetragen hat, die noch gar nicht existieren. Es geht um die geplanten Wege von Borsum nach Hönnersum und Asel. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 1. März)
Andreas Hesse (Hildesheim): In Harsum, Borsum und Hönnersum geht das Gerangel um die noch nicht gebauten Radwege zwischen den Dörfern schon los und dabei ist der erste Spatenstich nocht nicht einmal gemacht ! Was soll man sagen:
Seht entlich zu das die Radwege gebaut werden und danach kann sich die Obrigkeit zusammensetzen ( am besten Öffendlich )und Streiten wer den nun das Rad zu rollen gebracht hat ! Ich glaube das es den Bürgen der Dörfern so ziemlich egal ist wer den nun die Lorbeeren bekommt hauptsachen die Radwege werden gebau !!! Ich hätte den ganzen beteiligten Herren schon etwas mehr zugetraut aber warum soll es bei den kleinen Dorfpolitikern anders sein wie bei den Herren in Berlin usw., es ist wirklich zum Lachen !!! Mein Vorschlag wäre: Wenn !!! die Radwege einmal gebaut sind dann setzen sich alle beteiligten zu einen Kreis zusammen und jeder klopft dn anderen auf die Schulter, so bekommen alle die gleich Anerkennung die sie brauchen !!! Dazu könnte die Gemeinde ja ein Fest veranstalten ( mit Hüpfeburg,Bratwurst, Bier und Musik ) damit auch alle Bürger der Gemeinde sehen wer die Radwege gabaut hat, das wird bestimmt ein Spass für alle !!!
In diesem Sinne, mal sehen was als nächstes kommt ( ein alter Borsumer ) !!!
Käßmann ist jetzt wieder Pastorin
EKD-Ratsvorsitzende und Landesbischöfin tritt nach Trunkenheitsfahrt zurück
Hannover. „Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand“ – mit diesen Worten erklärte Margot Käßmann gestern ihren überraschenden Rücktritt als hannoversche Landesbischöfi n wie auch vom Amt der EKD-Ratsvorsitzenden. Anlass war ein Autofahrt am Sonnabend durch Hannover, bei der sie mit 1,54 Promille Alkohol am Steuer erwischt worden war... (Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 25. Februar)
Gudrun Katt (Hildesheim): Der Rücktritt von Frau Käßmann ist höchstbedauerlich,ist sie doch eine große Sympathieträgerin, die sich ihren Aufgaben mutig und charmant stellte und sicher so manchen Kirchengegner mit ihrer Art überzeugte. Doch für die weitere Ausübung der Ämter wäre sie nicht mehr frei genug, um auch unbequeme Dinge in die Öffentlichkeit zu bringen. Ihre Glaubwürdigkeit und der Respekt würden von manchen infrage gestellt und wären hinderlich für eine effektive Arbeit.Sie machte einen Fehler und trägt dafür die Verantwortung und das istheutzutage nicht unbedingt noch selbstverständlich.Daher verdient ihr Entschluß große Hochachtung und Wertschätzung.Der frische Wind und die Impulse, die sie den Menschen gab, werden sicherimmer wieder fehlen. Ich wünsche ihr viel Glück auf ihrem weiteren Weg, sowohl privat wie auch mit ihrer Berufung.
Josef-Godehard Wolpers (Hildesheim): Wenn wir alle Käßmänner wären, wäre die Welt wohl anders, vielleicht sogar besser. Wir müssten vorerst lernen mit Lücken zu leben, mit Lücken in Politik und Wirtschaft, mit Lücken im Sport und anderen Religionen. Nicht weil der Alterszensus zugeschlagen hätte, sondern weil Werte nicht mehr nur verkündet, sondern auch gelebt, vorgelebt werden müssten. Headhunter und Arbeitsagenturen hätten Hochkonjunktur, wobei zu hoffen wäre, dass sie selbst weiterhin ausreichend Führungskräfte oder zumindest Mitarbeiter hätten. Manche Bücher über Erziehung müssten nicht mehr geschrieben werden, wenn Eltern und andere Pädagogen ihren und unseren Kindern das vorleben, was sie für ihre und unsere Kinder richtig und wichtig finden. Ohne "Leiche im Keller" würde jedem der morgendliche Blick in den Spiegel wieder leichter fallen, nicht weil die Falten weg sind, sondern weil man sich endlich wieder selbst leiden könnte. Vielleicht reicht ja auch schon ein bisschen "Käßmann", ein bisschen "Käßmann" bei den anderen, denn ohne Skandale und erhöhten Blutdruck über die Fehler von "denen da oben" wäre Leben und Zeitunglesen einfach zu langweilig. Mit freundlichem Gruß an alle Pharisäer.
Monika Krieger (Hildesheim): Die evangelischen Christen sind auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Ach, wie war es doch bequem zu sagen: "Die Bischöfin hat mit gutem Beispiel voranzugehen. Ich bin nur ein sündiger, armer Mensch und darf mir aus diesem Grunde Fehler erlauben. Was haben wir doch ein Glück mit unserer Frau Käßmann, die für uns die Sauberfrau zu spielen hat. Wenn man die Zustände in der katholischen Kirche sieht... "
Dass das Leben so einfach nicht ist, haben jetzt wohl die pharisäerhaften Besserwisser endlich begriffen.
Wenn der Mensch sich auf Menschen verlässt, ist er unter Umständen ziemlich verlassen. Offenbar gilt dieser Satz auch für Würdenträger in den beiden christlichen Kirchen. So bitter diese Erkenntnis auch ist, wir müssen akzeptieren, dass außer Gott niemand fehlerlos ist.
S. Günther (Groß Förste): Also langsam aber sicher platzt mir hier auch als überzeugter Christ der Kragen! Womit hat Margot Käßmann soviehl Hähme aus ihren eigenen Reihen verdient?
Ja, sie hat einen schweren Fehler gemacht und die rechtliche Konsequenz hätte sie auch getragen! Aber muß man sie gleich zum Rücktritt bewegen? Ja, auch wenn sie es aus freien Stücken tat, meiner Meinung nach wurde sie dazu getrieben und es blieb ihr nichts weiter übrig! Dass nenne ich MOBBING!!!
Wie heißt es schon im Johannes- Evangelium: " Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."
Ich frage mich, warum die sexuellen Missbräuche an Kindern und Jugendlichen von katholischen Pastoren begangen, jahrelang unter dem Mantel der Verschwiegenheit der Kirche geheimgehalten wurden!!! Ist das denn weniger strafbar und hätten da nicht auch Köpfe rollen müsse? Nein, da wird eine Lapalie (ich heiße Alkohol am Steuer für nicht gut) breitgetreten und Margot Käßmann in der Luft zerrissen! Wo sind Gerechtigkeit und Ökumene???
Liebe Frau Käßmann, ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute und Gottes Segen. Ich hoffe, dass wir Sie weiterhin bei Gottesdiensten predigen hören!
Ingrid Blume (Hildesheim): Ich finde es empörend wie die Öffentlichkeit mit Frau Käßmann umgeht. Hätte Frau XY den gleichen Fehler begangen, nähme das übliche Procedere mit allen Konsequenzen seinen Lauf, und der Fall wäre erledigt.
Ist Frau Käßmann nicht ein ganz normaler Mensch mit allen Fehlern und Schwächen, die dieser Spezies nun einmal anhaften. Oder gibt es neuerdings auch in der evangelischen Kirche ein Unfehlbarkeitsdogma, das von ihren Oberhäuptern Makellosigkeit erwartet? Was ihre Autorität bzw. Glaubwürdigkeit anbelangt, sehe ich sie in keiner Weise gefährdet, im Gegenteil: die Distanz zwischen hochrangiger kirchlicher Persönlichkeit und normalem fehlerbehafteten Menschen wird verringert.
Käßmann nach Alkoholfahrt unter Druck
Bischöfin mit 1,54 Promille am Steuer/Evangelische Kirche in misslicher Lage
Nach einer Alkoholfahrt steht Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann als höchste Repräsentantin der Protestanten unter Druck. Eine Telefonkonferenz des EKD-Rates darüber, wie sich die Kirche aus der misslichen Lage befreien könnte, endete am späten Dienstagabend ohne Ergebnis. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 24. Februar)
Curt Bakeberg (Hildesheim): Ja dieses Ereignis wird die Gemüter bewegen-und das zu Recht. Einer Person in diesem öffentlichem Amt darf so etwas nicht passieren. Auch ein „normaler Mensche“ muss in der Situation seinen Autoschlüssel liegen lassen! Über die Konsequenzen muss Frau Käßmann zusammen mit dem EKG- und dem Bischofsrat beraten. Sie selber leidet unter dem Fehler mit Sicherheit sehr, unter den Kritikern sind viele, die sie in diesem Amt noch nie gern gesehen haben. Meine Meinung ist klar: wir Christen brauchen diese starke Frau, die in diesem Moment Schwäche gezeigt hat.
Jörg Nettelroth (Hildesheim): Hui, eine Bischöfin unter Alkohol im Auto unterwegs! Was für eine Schlagzeile. Aber was ist das angesichts eines Evangeliums, das davon spricht, dass ich schon in Gedanken sündigen kann? So ist es einfach nur Pech, dass Frau Käßmann etwas getan hat, was weithin sichtbar ist? Ich möchte in diese Diskussion gar nicht einsteigen und es so halten wie Herr Assmann in seinem Kommentar. Ich möchte und kann keinen Stein werfen, vielmehr möchte ich für Weisheit, Mut und Kraft beten.
Da ist aber etwas ganz anderes, was mir in den Sinn kommt. An vielen Stellen wird jetzt von der Bürde und dem Stress des Amtes gesprochen. OK?! Da setzt meine Frage an: Wäre es nicht auch ein Stück christlichen Vorlebens, auch Spitzen-Arbeitsplätze so zu verändern, dass Menschen nicht so leicht an Punkte kommen, an denen sie die Kontrolle verlieren. Viel zu oft klingen die Kommentare so unabänderlich. "So ist das nun mal an solchen Positionen."
Muss das sein?
Nehmen wir den "Fall Käßmann" um anzufangen darüber nachzudenken und etwas zu verändern, wo wir es können!
Ute Meier (Diekholzen): Natürlich darf diese Torheit in keinster Weise beschönigt werden. Trunkenheit am Steuer ist kein Kavaliersdelikt!
Aber diese mutige, tüchtige Bischöfin sollte unbedingt im Amt bleiben!!
Sie wird ohnehin schwer daran zu tragen haben, dass ihr das passiert ist und ihren nächtlichen Leichtsinn zudem teuer bezahlen müssen.
Mancher Prominente, auch Politiker, unter Alkoholeinfluss am Steuer,oder aus anderen Gründen vorbestraft, dürfte dann nicht mehr in Amt und Würden sein! Sie wurden in gesetzlichen Strafverfahren verurteilt und für ihre Verfehlung zur Verantwortung gezogen, das wird Frau Käßmann auch, im Gegensatz zu dreisten Steuersündern, die vorsätzlich Millionen hinterzogen haben und bei Selbszanzeige Straffreiheit genießen, obwohl sie einen ganzen Staat und damit alle ehrlichen Bürger auf übelste Weise betrogen haben!
Und katholische Geistliche,die sich jahrelang an Schutzbefohlenen sexuell vergangen haben, wurden lediglich an andere ORTE VERSETZT:DIE STAATSANWALTSCHAFT WURDE SEINERZEIT NICHT EINMAL EINGESCHALTET!!! FRAU KÄSSMANN VERDIENT EINE ZWEITE CHANCE!!!!
Klaus Okrafka (Berlin): Als EV Kirchenmitglied erlaube ich mir, hierzu Stellung zu beziehen. Schon ihre abwegigen Interview-Bemerkungen zu Afghanistan und Krieg haben mir nicht gefallen. Vor rund einem Jahr hat Frau Käßmann auch in einem Interview mit dem Internetportal '' diemobilitaete.de gesagt: ,, Es gibt zum Teil ein mangelndes Verantwortungsbewusstsein, insbesondere wenn Alkohol oder Drogen mit im Spiel sind. Das kann ich nicht nachvollziehen. '' Und nun ? Sie hat sich in den letzten Jahren stark für die Aktion: ,,Sieben Wochen ohne eingesetzt'' und geht nun mit schlechten Beispiel in die Fastenzeit. Ich hoffe das Frau Käßmann die richtige Entscheidung trifft, da vieles in unsere Gesellschaft nicht mehr stimmt. Banker, die unsere Wirtschaft nachhaltig geschadet haben, Bürger die Millionen Steuergelder hinterziehen u. s. w. Das Wertesystem muss dringend wieder hergestellt werden und dazu könnte sie einen wichtigen Beitrag leisten. Auch wenn Herr Superinterdent Helmut Aßmann Frau Käßmann verteidigt.
Gerhard Greve (Hildesheim): Dieser Vorfall zeigt, daß auch hohe kirchliche Amtsinhaber nur Menschen sind, die auch allen Fehlern des Lebens unterliegen. Dafür soll und muß Frau Käßmann die strafrechtlichen Konsequenzen tragen, wozu sie ja auch bereit ist. Auch kann Trunkenheit im Straßenverkehr nicht akzeptiert werden, zumal schon sehr viele schrecklichen Unfälle hieraus entstanden sind. Aber Ihr Amt als Ratsvorsitzende der EKD darf und kann sie nicht aufgeben, sie da gebraucht wird und ich niemanden sehe, der dieses hohe Amt so eindrucksvoll führen könnte.
Holle Greese (Diekholzen): Meine Überlegungen zu Frau Käßmann:
1. Ist diese Trunkenheit wirklich nur ein einmaliger Ausrutscher oder ist Frau K. jetzt nur das 1. Mal erwischt worden? Denn um so einen hohen Promillewert zu erreichen, muß die zierliche Frau K. ungefälhr eine 3/4 Flasche Wein getrunken haben, d. h. schon etwas Übung im Umgang mit Alkohol gehabt haben.
2. Hätte nicht der oder die Begleiter sie vom Autofahren energisch abhalten müssen?
Hans-J. Botterbrod (Hildesheim): Bei genauer Betrachtung ist die ganze aufgeregte Diskussion um die nun doch bekannt gewordene Fahrt unter Akoholeinfluss übertrieben, da die Sachlage offensichtlich unstrittig ist. Festgestellter Blutalkohol 1,54 Promille!
Selbstverständlich ist Frau Käßmann erst einmal wie alle anderen Trunkenheitsfahrer zu behandeln. Aufgrund der Höhe des Blutalkohols muss sie aber auch wie eine Straftäterin behandelt werden. Da sie sich selbst immer wieder als eine moralische Institution hingestellt hat, sollten sogar noch höhere Maßstäbe angelegt werden. Sie muss sich doch selbst fragen, wie glaubwürdig in Zukunft Vorhaltungen sind, die sie immer wieder freigiebig an verschiedene Adressaten (Bundeswehr, Verteidigungsminister, katholische Kirche) verteilt hat, und auf den aufgeklärten Bürger wirken müssen. Wie gestern in einem Fernsehbeitrag zu sehen war, reagiert eine gelegentlich Alkohol konsumierende Person schon bei 1,0 Promille mit deutlichen Ausfallerscheinungen. Das scheint bei ihr nicht der Fall gewesen zu sein, was zu noch weitergehenden Befürchtungen Anlass gibt.
Cordula Ulbig: Ich finde das Frau Käßmann einen Fehler gemacht hat, das macht sie Menschlich. Doch sollte jemand der wie sie der in "Amt und Würde" steht etwas umsichtiger sein.Sie hat sicher die Möglichkeit einen Fahrer für sollche Auftritte zu beschäftigen und tut gleich noch was sinnvolles, da jemand einen neuen Arbeitsplatz bekommt. So kann sie bei Empfängen und Öffendlichen Auftritten das notwendige Glas zum Anstoßen weiter hin genießen und bringt Mitmenschen und sich selber nicht in Gefahr.
Winfried Wucherpfennig (Borsum): Eine Frau Käßmann darf privat Fehler machen, dies ist nur als zu menschlich. Eine Bischöfin Käßmann, die von der Kanzel prädigt, unter anderem in der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten, sich selbst aber nicht daran hält, ist kein gutes Vorbild und ist daher unglaubwürdig. Wer so ein hohes Amt bekleidet wie Bischöfin Käßmann, darf sich so eine Entgleisung nicht erlauben!
Ute Behrens (Hildesheim): Auch eine Bischöfin ist keine Heilige - Gott sei Dank, dass es so ist!
Margot Käßmann hat das Gesicht der modernen, aufgeschlossenen Kirche geprägt, wie keine andere vor ihr! Dass auch sie Fehler machen kann ist menschlich; Margot Käßmann ist nicht nur Bischöfin, sie hat auch ein Privatleben und es wird jeder wissen, wie schnell man an einem schönen Abend mal ein oder zwei Gläser mehr trinkt, als dem Fahrvermögen gut tut. Nur, hätte sie in diesem Fall, gerade als Bischöfin und EKD-Rats-vorsitzende diese öffentlichen Positionen nicht ausblenden dürfen, sondern hätte zwingend auf ein Taxi zurückgreifen müssen.
Aber trotz diesem schweren Fehler wäre es für die Kirche ein Rückschritt und ein weiterer Fehler, wenn man Margot Käßmann zum Rücktritt bewegen würde. Strafe wird sie sich selbst genug sein mit dem immerwährenden Gedanken "warum habe ich das gemacht"!
Man kann nur hoffen, dass sie auch diesem Sturm übersteht und für die Zukunft die "ewig-Gestrigen" und Neider ihr nicht für alle Zeit in ethischer und moralischer Hinsicht die Stimme "untergraben"!
Werner Zach (Giesen): Es gibt keinen guten Zeitpunkt für eine schlechte Nachricht, aber der Vorfall mit Frau Bischöfin Käßmann kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Wir haben es in unserer Gesellschaft immer häufiger mit exzessiven Trinkgelagen junger Menschen und den daraus resultirenden Folgen zu tun. Überall im Land wird die Prävention gerade im Bezug auf Jugendalkoholkonsum groß betrieben, und nun das. Gerade als Person des öffentlichen Lebens sollte man, nein man muß, sich seines Handels bewußt sein und alles tun, um das Amt,welches man bekleidet, unbeschadet zu lassen. Welche Wertevermittlung kann nun noch von der Vorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgehen?
Vielleicht aber besteht in dieser Angelegenheit nun aber auch die Möglichkeit, das Alkoholproblem in dieser unserer Gesellschaft noch deutlicher hervorzuheben und verstärkt Prävention und Betreuung zu betreiben,es kann nämlich jeden treffen.
Das kann man allerdings nicht dadurch erreichen, das Beratungsstellen geschlossen werden bsw. Personal abgebaut wird und Leistungen zum Betrieb von solchen Stellen gestrichen werden. Gerade mit Beginn dieses Jahres ist es in Hildesheim mit der Zusammenlegung der kirchlichen Beratungsstellen Diakonie und Caritas zu Einschränkungen für die Betroffenen gekommen. Als Mitglied einer Selbsthilfegruppe mit 20jähriger Abstinenz bin ich selbst davon betroffen.
Sicherlich braucht Frau Bischöfin Käßmann keine dieser Stellen, um sich über die Verfehlung im klaren zu werden, vielleicht erkennt sie aber durch ihr eigens Schicksal, das weit mehr Menschen Hilfe brauchen, als zur Zeit angeboten wird.
Ich wünsche ihr die Kraft und die Weitsicht dieses große Riff, welches sich ihrer Fahrt durchs Leben in den Weg gestellt hat, sicher zu umfahren, was sie dazu zu tun hat, weis sie selbst genug.
Norbert Joseph (Algermissen): Mir fehlen die Worte! Jedoch das große Heer der "Siehstemalisten" und "Ichhabjaschonimmeristen" hat sich lautstark formiert und walzt mit teilweise hämischem Unflat durch Rundfunk und Presse. Auch wollen "Gutmeiner" und "Verständniszeiger", sogar aus Kirchenkreisen, namentlich nicht genannt werden!? Am Ende dieser Elendsmühle können wir alle dann, mehr oder weniger beschämt, ein Seelenhäuflein mehr betrachten. Ein Mensch, die hochgeachtete Landesbischöfin Käßmann, hat ihre Schuld öffentlich bekannt und bereut! Amtskirchliche Maßnahmen sind die Folge! Verständnisvoten allerdings wären grotesk. Jetzt sind persönlicher Beistand und (wer es kann) fürbittendes Gebet angezeigt. Allein das unabwendbare öffentliche Strafverfahren darf hier nicht die einzige Maßnahme bleiben, die sich sachlich und fair mit Frau Käßmann befassen wird. Ich wünsche ihr dazu die Kraft, ja und zwar von ganz oben!
Möbelhaus erwacht zu neuem Leben
Das zwei Jahre lang leerstehende Gebäude im Güldenfeld wird zum Produktionszentrum des TfN umgebaut
(A. Bode). Noch sieht’s – mit Verlaub – ein bisschen aus wie in einer Rumpelkammer. Na ja, Kammer? Die ist immerhin 7000 Quadratmeter groß, die auf zwei Ebenen verteilt sind. Und Rumpel? Besucher des Theaters für Niedersachsen (TfN) erkennen in dem Gebäude sofort jenes ulkige Vehikel wieder, mit dem die Schmuggler in Bizets Oper „Carmen“ über die Bühne gerumpelt sind... (Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 19. Februar)
Dagmar Fischer (Hildesheim): Es ist ohne Zweifel schön, dass das genannte Möbelhaus nun langfristig wieder genutzt wird. Auch möchte ich mich dafür bedanken, dass unsere Straße dank dem Einzug des TfN eine der wenigen geräumten Nebenstraßen in diesem Winter war. Aber rein optisch lässt das Gebäude momentan mehr als zu wünschen über! Die seit Jahren davor gewachsenen Bäume wurden in der letzten Woche in einer Hauruck-Aktion sämtlichst gefällt, was nun einen sehr unschönen Blick auf die k...braune Halle ermöglicht. Hätte man uns Anwohner über solche einschneidenden Maßnahmen nicht wenigstens informieren können? Ohne Zweifel, es tut sich etwas in der Halle. Aber der Anblick der sich hier seit neuestem bietet trägt nicht gerade zur Wertsteigerung der Häuser von uns Anwohnern bei. Ich hoffe, dass die freundlichere Gestaltung des Areals nicht allzu lange auf sich warten lässt!
Eiszeit zwischen Holler Fußballnachbarn
Ein Racheakt? Der SV Rot-Weiß Wohldenberg lehnte eine Fusion mit dem TuS Holle-Grasdorf ab. Jetzt soll die Jugendspielgemeinschaft aufgelöst werden.
Holle (T. Berner). Im nächsten Jahr hätte die Jugendspielgemeinschaft (JSG) Holle-Wohldenberg ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Aber die Party fällt wohl flach. Stattdessen herrscht Eiszeit in der Holler Fußballgemeinde. Einige Verantwortliche der an der JSG beteiligten Vereine TuS Holle-Grasdorf und SV Rot-Weiß Wohldenberg können offenbar nicht gut miteinander. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 18. Februar)
Dr. Clemens Becker (Holle): Verantwortungslose EntscheidungDie drohende Auflösung der Jugendspielgemeinschaft Holle nehme ich mit Entsetzen zur Kenntnis. Eine seit über 20 Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit wird dem Ego von einigen Wortführern geopfert. Scheinbar geht es dabei um Hahnenkämpfe zwischen Vereinsführungen oder Einzelpersonen. Sachargumente, die für diese Auflösung sprechen, habe ich nicht gehört.
Leidtragende sind die Fußball spielenden Kinder und Jugendlichen. Die Kinder können überhaupt nicht verstehen, warum funktionierende Mannschaften nun auseinanderbrechen. Sie wollen einfach nur mit Gleichaltrigen Fußball spielen. Nicht weniger und nicht mehr! Aus meiner Sicht haben die Verantwortlichen in beiden Vereinen ihren Satzungsauftrag und ihre Verantwortlichkeit gegenüber den fußballbegeisterten Kinden nicht wahrgenommen. Beide Vereinsführungen sollten aufeinander zugehen und die Jugendspielgemeinschaft zum Wohle des Jugendfußballs weiter fortführen.
Eine Stadt kommt ins Schleudern
Chaotische Straßenverhältnisse: Polizei meldet Rekord-Unfallzahl, Stadtverkehr stellt Busbetrieb ein
SchleudernHildesheim (br/ha). Eis auf den Straßen, aber kein Streusalz im Lager: Diese Mischung hat gestern zu chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Der Stadtverkehr (SVHi) stellte den Busverkehr ein, auch Regionalbusse fielen aus. Die Polizei nahm innerhalb von fünf Stunden 53 Unfälle auf – ein trauriger Rekord. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 4. Februar)
S. Kersten (Hildesheim): Ich finde man sollte diesen Winter vielen danken, die für freie Straßen, Fußwege und Plätze sorgen. Besonders den Angestellten der Stadt Hildesheim die, trotz Salzknappheit, die Straßen und Plätze versuchen so gut wie möglich von Eis und Schnee zu befreien. Wir Bürger sollten auch mal zur Schaufel greifen und helfen die Bürgersteige frei von Eis und Schnee zu halten und nicht immer den schwarzen Peter auf andere schieben.
Helmut Flohr (Hildesheim): Spitze des Eisberges! Alle Städte haben Probleme mit der Straßenräumung von Schnee und Eis. Aber nach meiner Meinung ist Hildesheim die Spitze des Eisberges. Während Nebenstraßen nach sechs Wochen überhaupt nicht geräumt werden, sind selbst einige Hauptstraßen spiegelglatt. Ältere Menschen können nicht mehr allein einkaufen, weil sie nicht über die glatten Straßen kommen.
In Hamburg entschuldigt sich Oberbürgermeister Ole von Beust wenigstens für die Zustände seiner Stadt und verspricht für das nächste Jahr auf jeden Fall Verbesserungen. Haben wir eigentlich auch einen Bürgermeister, der was zu sagen hat???
D. Steffen (Hildesheim): Sicherlich hat Niemand den lang andauernden und harten Winter vorher sagen können, zumal im Hinblick auf den Klimawandel eine globale Erwärmung prognostiziert wird und man sich innerlich bereits darauf eingestellt hat. Und dass man sich aufgrund der in den vergangenen Jahren eher mild verlaufenden Wintern bei der Bevorratung des Streusalzes verschätzt hat, ist ebenso nachvollziehbar. Zudem steht außer Zweifel, dass der Winterstreudienst der Stadt vor Ort einen guten Job macht; dies verdient Respekt.
Zu kritisieren ist allerdings, dass quasi ohne Vorwarnung, wie am Dienstag, den 2. Februar geschehen, trotz erheblicher Glätte plötzlich überhaupt nicht mehr gestreut wurde. So wurden noch nicht einmal die Hauptverkehrsstraßen versorgt, wie z.B. die Senator-Braun-Alle/Berliner Kreisel, und noch schlimmer, die Trogstrecken (Goslarsche Straße), was prompt zu Massenunfällen (mind. 55 innerhalb weniger Stunden) führte. Insbesondere waren auch Pendler überrascht, die von außerhalb kommend (keine großen Probleme) die chaotischen Straßenverhältnisse in Hildesheim vorgefunden hatten. Zufälliger Weise während der Autofahrt Radio Tonkuhle hörend wurde berichtet, dass aufgrund der extremen Glätte sogar der Busverkehr eingestellt wurde. Im Grunde hätte man Hildesheim für den gesamten Verkehr sperren müssen. Und sicherlich hätten etliche Autofahrer ihren Wagen nicht benutzt, ja, wenn sie es gewusst hätten. Und dass man in Hildesheim, wie bundesweit bekannt, vor strichwörtlich jeder (der zahlreichen) Ampeln halten muss, war bei den chaotischen Straßenverhältnissen natürlich noch ein zusätzliches Handicap.
Dabei wurden in der Vergangenheit, nachdem die Hauptverkehrsstrecken versorgt waren, auch immer die Nebenstrecken geräumt; darauf konnte man sich verlassen. Doch neuerdings scheint im Hildesheimer Rathaus eine neue Strategie zu herrschen: man macht diesbezüglich überhaupt nichts mehr. Das Ergebnis kennt Jeder, chaotische Straßenverhältnisse, auf Nebenstrecken liegen Massen von Schnee. So wurden beispielsweise die Straßen am Galgenberg seit einigen Wochen überhaupt nicht mehr geräumt. Es ist somit kein Wunder, dass bereits einige Male der ZAH die Abfallabholung ausfallen lassen musste.
Und nicht nur die Autofahrer haben Probleme, die Fußgänger sind zumindest genauso betroffen. Fußwege, für die die Stadt zuständig ist, werden größtenteils überhaupt nicht geräumt (siehe beigefügtes Foto: Mozartstraße /am Denkmal). Während die Bürger laufend ermahnt werden ihren Räum-Pflichten nachzukommen, sieht die Stadtverwaltung dies für ihren Zuständigkeitsbereich anscheinend gelassener. Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Gesundheit der Bürger bei der Stadtverwaltung anscheinend keine besonders hohe Priorität genießt.
Zu dieser Misere trägt wohl auch die momentane besonders schlechte finanzielle Lage der Städte und Gemeinden bei; die zur Verfügung stehenden Budgets dürften begrenzter denn je sein. Um so unverständlicher ist dann allerdings, dass man anlässlich des jüngsten Besuchs des Bundespräsidenten sogar den Schnee mit LKW hat abtransportieren lassen; schließlich wollte man Hildesheim im besten Licht erscheinen lassen. Wäre dies nicht vielmehr eine gute Gelegenheit gewesen den Berliner Spitzenpolitikern zu zeigen, wie dramatisch sich die Situation in den Städten (insbesondere Hildesheim) inzwischen zugespitzt hat und aufgrund der angekündigten weiteren Sparmaßnahmen wohl verschärfen wird?
Das Herz von Phoenix verschwindet
Bagger macht das Kesselhaus dem Erdboden gleich / Der Schutt wird dort später wieder verbaut
Hildesheim (hei). Am Moritzberg reißt der Bagger ein Stück Hildesheimer Industriegeschichte ab. Das Kesselhaus, das die alte Phoenix-Fabrik beheizt hatte, wird in den kommenden Tagen dem Erdboden gleichgemacht. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 29. Januar)
Jan Stalszus (Hildesheim): Unfassbar - mal wieder wird ein Stück Hildesheimer Geschichte begraben.
Charme, Ausstrahlung und Mittelpunkt, den das Kesselhaus für das Wohnviertel hätte darstellen können, werden also durch "wohlig-warme" neonlichtbestrahlte Funktionsgebäude für Supermärkte ersetzt. Man gut, denn wenn es in Hildesheim an etwas mangelt, dann wohl an Supermärkten, Discountern, Drogeriemärkten und genau, in Zukunft eben auch an Orten mit Anziehungskraft für Jung & Alt.
Meiner Meinung nach hätte die Stadt Hildesheim dem Abriss nicht zustimmen dürfen. Wirtschaftlich tragfähige Alternativen zur Umgestaltung und Weiternutzung des Kesselhauses hätten beispielsweise vielleicht auch unter Einbindung der HAWK entwickelt werden können.Denke ich beispielsweise nur an den Abriss den früheren Bahnhofsgebäudes und betrachte mir das heutige, find ich es erstaunlich, dass wieder und wieder die gleichen Fehler gemacht werden - warum eigentlich!?
Elke Ebeling (Hildesheim): Wie schade, dass nicht auch der entsetzliche Schornstein verschwindet! Ich verstehe es nicht. Was soll denn daran bitte erhaltungswürdig sein?? Das Kesselhaus war wenigstens optisch ein Gewinn, der Schornstein als Pendant war ja O.K. es passte schon irgendwie. Doch verschwindet nun das Kesselhaus (mit gutem Grund), so hat meiner Meinung nach der Schornstein dort auch nichts mehr verloren!
Ödes Messen des Eises
Hildesheim (-dt). Jeder findet es öde, bei tiefstem Frost und bestem Wetter noch immer nicht auf dem herrlichen Hohnsensee Schlittschuh laufen zu können. Natürlich möchte keiner in der Haut des Stadtbaurats stecken, wenn er den See zu früh freigegeben haben sollte und dann passiert das Unglück doch. Aber hat die Stadt wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, wenn sie nur den Zollstock zückt, bei Messungen unter 15 Zentimetern kalt den Kopf schüttelt und die Fläche einfach gesperrt lässt? ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 28. Januar)
Thomas Jäger (Hildesheim): Die Hildesheimer Verwaltung: flexibel und spontan? Fehlanzeige!
Auch die kleine Lösung ist jetzt vom Tisch
Neuer Bebauungsplan für den Bahnhof nimmt Konturen an / ZOB hat höchste Priorität / Parkhaus an der Hannoverschen Straße geplant
Hildesheim (tem). Nach dem Scheitern des LBBW-Projektes Bahnhofs-Arkaden will die Stadt einen weiteren Anlauf zur Verbesserung der Situation am Hauptbahnhof wagen. Das Gebäude wirkt schmuddelig, der Vorplatz nicht minder. Einhellige Meinung: Bahnhof, Vorplatz und ZOB sind einer Kulturhochburg wie Hildesheim unwürdig. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 23. Januar)
Michael Ritter (Sarstedt): Na endlich passiert mal etwas,nachdem nun viel zu viel Zeit vergeudet wurde.Mittlerweile stellt der bauliche Zustand des ZOB ein hohes Risiko für Fußgänger da.Ein Fehler wäre es,die Straße auf dem ZOB für den öffentlichen Verkehr freizugeben.Man kommt mit dem Bus aufgrund der üngünstigen Ampelphasen schon schlecht genug vom ZOB runter,und wenn dann noch zusätzlich PKW-Verkehr die Straße verstopft,dann geht gar nichts mehr.Samstag morgens steht man teilweise an der Ampel und wartet bis zu 4 Minuten auf Grün.Busbeschleunigung kann man auch günstiger haben,indem Busse Grüne Welle bekommen.ZOB muß ZOB bleiben,ohne PKWs.
Zwei Euro für eine Fahrt in die Stadt
Fahrkarten für SVHi und RVHi im Schnitt zwei Prozent teurer / Neue Busse bieten mehr Service
Hildesheim (jus). Für eine Fahrt mit dem Bus müssen die Hildesheimer vom 1. Februar an etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Preise steigen im Schnitt um zwei Prozent an, erstmals zeitgleich für den Stadt- und Regionalverkehr. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 22. Januar)
Barbro Lampert (Hildesheim): Wie spannend, da schaut man am Freitag ganz unbedarft in die Zeitung und die Meldung des Tages: "Busfahren wird teurer" und frage mich allen ernstes, ob das wirklich not tut?
Ich fahre fast täglich mit dem Stadtbus und kann mich über den "Service" erfreuen.
Was zahlt denn der Buskunde mit der Fahrpreiserhöhung noch ab? Die tollen reflektierenden Bushaltestellenschilder? Oder die xte Reparatur der Zeitanzeigen?
Wozu soll ich bei einer Busfahrt die neuesten Nachrichten angezeigt bekommen, wenn die Busse zu Stoßzeiten so übervoll sind, dass man die Meldungen nicht lesen kann? Aber warscheinlich werden die Busse dann gar nicht eingesetzt, lohnt ja nicht.
Streit um Räumung: Wer muss ran?
Stadt bleibt dabei: Bürger bis Straßenmitte verantwortlich
Hildesheim (jaz). Zwar tauen Schnee und Eis auf Straßen und Gehwegen gerade unaufhaltsam. Doch noch immer sorgt die Frage für Aufregung, wer eigentlich in Nebenstraßen für die Räumung der Fahrbahn verantwortlich ist. Die Stadtverwaltung bleibt dabei: Anlieger müssen Schnee und Eis bis zur Straßenmitte räumen. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 20. Januar)
Dr. Georg Hartung (Hildesheim): Mich wundert es, daß es auf den o. g. Artikel zur Meinung der Stadtverwaltung und damit auch zur Äußerung von Herrn Heinz Habenicht als Leiter der Zentralen Werkstätten der Stadt Hildesheim keinen Protestschrei der Hauseigentümer gegeben hat.
Bis in die 50. oder 60. Jahre haben die Hauseigentümer zum Wochenende Gehwege und Gossen gefegt und im Winter von Schnee und Eis befreit. (Während des 2. Weltkrieges stand in der Einumerstr. schon der zuständige Polizist, Herr David, um 7 Uhr vor der Tür und ermunterte uns zum Eis- und Schneeräumen!)
Später hat die Stadtverwaltung beschlossen, Straßenfege- und Räumgeräte anzuschaffen. Um die Anschaffung dieser Geräte rentabel zu machen, müssen seither alle Hausbesitzer die Straßenreinigungsgebühr mit der Grundsteuer B bezahlen. Mag der Stadtrat eine andere Verordnung beschließen, so handelt er im Unrecht, wenn gefordert wird, daß eine Räumpflicht für Bürger bis zur Straßenmitte besteht!
Gerald Lau (Hildesheim): Ich muß mich leider noch mal auslassen über das leidige Thema Schneeräumen. In der von Emmich Str. wurde früher immer von der Stadt der Schnee ab einer gewissen Höhe beseitigt. Ich verstehe nicht warum das heute nicht mehr so ist, denn ich bezahle als Hauseigentümer mit den jährlichen Grundabgaben auch Straßenreinigungsgebühren. Im Winter fährt die Kehrmaschine nicht, also sollte doch wohl der Schneeräumdienst fahren, oder bezahle ich meine Abgaben im Winter fürs Nichtstun.
S-Bahn verbindet Himmelsthür
Gutachter befürwortet Station zwischen Oberer Dorfstraße und Krugfeld / Kosten: 1,4 Millionen Euro
Hildesheim (ha). In den S-Bahn-Zügen zwischen Hildesheim und Hannover könnte es künftig heißen: „Nächster Halt: Himmelsthür“. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 20. Januar)
Michael Ritter (Sarstedt): Wenn dieser S-Bahn-Anschluß wirklich kommen soll,dann können wir uns auf noch längere Wartezeiten an geschlossenen Schranken einstellen.
Annette Künne (Hildesheim): Bravo! Auch wenn es noch ein paar Jahre dauern sollte, ein S-Bahn-Anschluss in Himmelsthür ist fällig und wünschenswert.
Michaela Schwich (Hildesheim): Ist es immer noch schön in Himmelsthür zu wohnen? Vor 26 Jahren, als wir uns entschlossen, im alten Ortskern von Himmelsthür zu bauen, fuhren ca. 90 Züge auf der Bahnlinie und von der Nordumgehung war die Rede. Mittlerweile fahren ca. 240 Züge , die Schranke wird ferngesteuert bedient. Viele Autos warten mit laufenden Motoren vor den Bahnübergängen und Lkws quälen sich zu Aldi, Rewe und Grünwald durch die enge Obere Dorfstraße sowie die Schulstraße. Nun soll „der grüne Fleck“ vor der Bahn in der Oberen Dorfstraße durch 150 Meter lange Bahnsteige, der Haltestelle für die S-Bahn nebst Pkw Parkplätzen und Fahrradständern ersetzt werden.
Da fragen wir direkten Anwohner uns, ob unsere Immobilien hier überhaupt noch einen Wert haben. Können wir überhaupt noch ruhig schlafen? Können wir uns hier noch im Freien aufhalten? Wird es Lautsprecherdurchsagen geben? Kommen dann auch noch die Sprayer und jolende trinkfeste Grüppchen, die in der Dunkelheit ihre menschlichen- und Müllhinterlassenschaften in unserer unmittelbaren Nähe zurücklassen?
Diejenigen, die sich für die S-Bahnhaltestelle ausgesprochen haben denken an Vorteile- gibt es die überhaupt? Darüber könnten sie dann vor den noch länger geschlossenen Bahnschranken nachdenken. Aber das tun sie besser bevor die Entscheidung steht, ob die Haltestelle hier wirklich notwendig ist, denn welcher Stadtteil hat schon drei Buslinien? (1,4,8) Die Schüler unserer Himmelsthürer Schulen werden sicher nicht 1000 Meter zusätzlich zurücklegen(vom geplanten S-Bahnhof zum Schulzentrum), wenn sie bisher ca. 100 Meter vor ihren Schulen aus dem Bus steigen können.
Rottweiler: Der Prozess beginnt
Hildesheim (hei). Neun Monate nach dem Angriff zweier Rottweiler auf zwei kleine Mädchen und deren Mutter soll die juristische Aufarbeitung des Falles be-ginnen. Im Prozess gegen die Halterin der Hunde hat das Amtsgericht den ersten Verhandlungstag auf den 3. Februar gelegt. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 20. Januar)
Annette Künne (Hildesheim): …wie schwer die Opfer unter ihren Verletzungen leiden mussten. Dieser Teil der Aussage bringt mein Blut in Wallung. Denn in diesem Fall kann man doch nur von den körperlichen Verletzungen sprechen. Was ist mit den seelischen Verletzungen, dem Trauma, welches noch lange behandlungsbedürftig sein wird. Die Kinder sind dermaßen in ihrem Urvertrauen erschüttert worden und noch lange darunter zu leiden haben. Vor Mutter und Kindern liegt ein schwerer und langer Leidensweg.
Dass die Hundebesitzerin eine Ausbildung zur Hundetrainerin absolviert hat, ist nicht zu glauben. Hier müsste ein lebenslanges Verbot, Hunde dieser Art halten zu dürfen, ausge-sprochen werden.
Harzwasserwerke schaffen Stauraum in der Talsperre
Hochwasserschutz: Unternehmen lässt vorsorglich Wasser aus Innerstetalsperre ab / „Wir haben eine Verantwortung gegenüber der Bevölkerung“
Kreis Hildesheim (ara). Erst klirrender Frost, jetzt starkes Tau-wetter: Um vor einer großen Schneeschmelze und Dauerregen gewappnet zu sein, haben die Harzwasserwerke nun den Pegelstand der In-nerstetalsperre von 77 auf 71 Prozent gesenkt. So soll die Hochwassergefahr eingedämmt werden. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 20. Januar)
Michael Ritter (Sarstedt): Letztens lasen wir noch in der Zeitung, dass nach Aussage der Harzwasserwerke man auf langjährige Erfahrung zurückgreifen könne und die Kapazitäten in den Talsperren ausreichen und man kein Wasser ablassen müsse.
Und nun also doch?Woher kommt der plötzliche Wandel?Hat man sich doch an das letzte Hochwasser erinnert?
Was bedeutet Ihnen die Michaeliskirche?
Die Feier heute ist erst der Anfang
Hildesheim (ph). Ein Jahr lang feiert die Landeskirche Hannovers und die evangelische Kirche Hildesheims das tausendjährige Bestehen der Michaeliskirche. Gefeiert wird eine frisch und nach Ansicht der meisten Besucher sehr gelungen restaurierte romanische Kirche, eine der bedeutendsten nördlich der Alpen. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 15. Januar)
Cornelia Zander-Prigge (Bad Salzdetfurth): Unfassbar, ja erschüttert war ich über die Meinungen vieler von Ihnen befragten Passanten. Ein weites Herz, meintwegen auch Stolz und geschichtliches Bewußtsein und einen (weiteren) Blick, eben diesen berühmten über den Tellerrand des eigenen Lebens heraus. Ein weniger provinzelles und engstirniges Denken nach dem Motto "Was geht mich das an ? " , das ist von Nöten, das habe ich schmerzlichst vermisst und war baff erstaunt über so manche Antwort, ja Gleichgültigkeit der von Ihnen befragten Passanten.
Anderseits scheint mir dies symtomatisch zu sein für das Miteinander in unser Gesellschaft und macht mir Angst. Ja ?! Was geht mich das an ?? Sehr viel !!! Die Michaeliskirche gibt Hildesheim ein Gesicht, ein Stück Identität, ist kulturhistorisch von großer Bedeutung, macht unsere Stadt farbiger,spannender und eben auch mit zu dem was Sie ist. Was soll aus einer Stadt werden, wenn wir so ein Jubiläum nicht wahrnehmen, ihm mit Offenheit und zugewandt begegnen. Und vieleicht sogar mal aktiv mitwirken? Ja, immer die eigene kleine Dorfkirche steht uns näher, nur die zählt ? Kein Platz für das Andere, das Bedeutsame für uns Alle, das was aber evtl. 10 km weiter steht ?! Kein weites Herz ?
Und weiter, dass Herr Köhler der höchste Mann in Staat ist, das ist vielen nicht mehr bewußt... Welche Ehre, wie schön dass er Hildesheim besucht. 33 Jahre meines Lebens habe ich in meiner Geburtstadt Hamburg gelebt, 11 Jahre lebe ich nun im Landkreis Hildesheim. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass einem halbweges intelligenten Hamburger sein Hafen so gleichgültig ist, wie anscheinend vielen meiner Mitbürger das Jubiläum der Michaeliskirche, bzw diese an sich. Ich bin unfassbar desillusiniert über soviel Ignoranz und Stumpfheit.
Antje Winter (Derneburg): Volles und tolles Programm für das Jubiläumsjahr St. Michaelis! Sehr gut! Dies zu organisieren war, ist und wird mit viel Arbeit verbunden sein. Hier besonders für die in der Zeitungsbeilage " 1000 Jahre St. Michaelis in Hildesheim " genannten " Fädenzieherinnen ".
Leider fehlte gleich zur Eröffnung des Juiläumsjahres das Fingerspitzengefühl!
Das Josephinum mit seinen Lehrern und Schülern hat sich für den Eröffnungstag mit der kunstvoll gestalteten Leinwandbanderole etwas Besonderes einfallen lassen. Schade, dass dafür nicht mal der Schulleiter eine Einladung für den Gottesdienst in St. Michaelis bekommen hat.
M.Kopper (Hildesheim): Der Oberbürgermeister Machens begrüßte alle Gäste außer Frau DR.Käßmann. Peinlich, peinlich !!
Auf einmal ist die Straße sauber
Hildesheim (jus). Extra für den Bundespräsidenten hat die Stadt die Zufahrtsstraßen zu St. Michaelis gestern mit Baggern und Lastwagen von Schnee befreit. „Wenn Herr Köhler nach Hildesheim kommt, soll die Stadt schön aussehen“, sagt Stadtbaurat Dr. Kay Brummer. Das ärgert einige Bürger. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 15. Januar)
Michael Ritter (Sarstedt): Es war schon ganz richtig,dass die Stadt die Straße anlässlich des Besuches von Herrn Köhler von Schnee befreit hat.Ich denke,dieser Mann hat einen vollen Terminkalender und nimmt sich die Zeit,zum Jubiläumsjahr der Michaeliskirche nach Hildesheim zu kommen.Einem solchen Staatsoberhaupt kann man es nicht zumuten,durch den tiefen Schnee zu stapfen.Beanstanden möchte ich die Meinungen der vielen Leute,die auf den Winterdienst schimpfen und sagen:"In meiner Straße wird nicht geräumt oder gestreut."Haben diese Leute denn auch mal selbst Hand angelegt?Ich muß vor meiner Haustür und einen Teil der Straße auch selbst räumen und schimpfe nicht auf den Winterdienst,sondern erfülle meine Pflicht.Außerdem muß ich noch sagen,dass es nicht gerade von Vorteil ist,dass viele den Schnee auf die Straße schieben,anstatt ihn z.B. im eigenen Vorgarten oder dort wo Platz ist zu entsorgen,wie ich es diesen Winter wieder zu genüge gesehen habe.
Gerhard Gerike (Holle): Es ist äußerst peinlich und erschreckend zugleich, mit welch billiger und gleichgültiger Argumentation der Besuch unseres Staatsoberhauptes und die damit zusammenhängende Schneeräumung in den Leserbriefen am 19.01. respektlos kritisiert werden.Wie schön, dass die beiden letzten Kommentare im Leserforum am 20.01. sehr realistische und positive Gegendarstellungen aufweisen und damit auch die Meinung vieler Bürger zum Ausdruck bringen. Erstens ist der Besuch des Bundespräsidenten aus Anlass der 1000-Jahr-Feier der Michaliskirche eine große Ehre und auch zugleich eine nicht unbedeutsame Aufwertung für unsere Stadt. Zweitens sollte aber auch vielen Bürgern das Bewusstsein dafür gestärkt werden, bei einem Extremwinter, den es übrigens früher fast jedes Jahr gab, nicht immer gleich die Verwaltung wegen nicht zu bewältigender Schneeräumdienste kritisch anzumahnen, sondern spontan zu reagieren und selbstständig diesbezügliche Arbeiten ganz normal und eigenverantwortlich, teilweise auch in Nachbarschaftshilfe und ohne großen Aufwand, in die Hand zu nehmen.Von solchen Menschen gibt es eine ganze Menge!
Sebastian Renzewitz (Hildesheim): Die Tatsache, dass für politische Gäste wie Bundespräsident Horst Köhler entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen, steht außer Frage. Es ist allerdings für mich als Bürger dieser Start sehr verwunderlich, dass die Räumung der Schneemassen in den Straßen dann einwandfrei funktionieren kann, wenn eben solch ein Gast die Stadt besucht. In der Plötzenstraße in Ochtersum z.B. sind bereits mehrere Fahrzeuge stecken geblieben, da die Stadt nach inzwischen mehr als zwei Wochen noch nicht geräumt hat, obwohl die Anwohner diese bereits darüber in Kenntnis gesetzt haben. Das zeigt, dass die Sicherheit bestimmter Gäste wichtiger zu sein scheint als die der eigenen Bürgerinnen und Bürger. Zweifelsohne steht fest, dass die Schneemassen für die Anfahrt des Bundespräsidenten von der Straße geräumt werden müssen. Aber dass diese sogar mit Lastwagen abtransportiert werden, ist für mich unverständlich.
Daher spreche ich an dieser Stelle Herrn Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler die herzliche Einladung aus, uns in Ochtersum besuchen zu kommen. Dann wird bei uns wenigstens auch ordentlich geräumt und wir haben freie Fahrt.
Thomas Jäger (Hildesheim): Das ist typisch für Hildesheim! Kommt Bundespräsident Köhler steht Personal und Gerät bereit um die Straßen von Schnee zu befreien. Nartührlich ist das alleine für die Sicherheit erforderlich. Aber wenn man sich andere Straßen oder die Fußgängerzone anschaut fragt man sich, will die Stadt nicht oder kann Sie nicht. Lieber Herr Dr. Kay Brummer. Die Bürger der Stadt Hildesheim würden sich auch über ein bisschen mehr aktionismus beim Räumen der Straßen freuen! Aber wie heißt es doch so schön: Der Fisch stinkt immer vom Kopf.
K.-H. Pochert (Hildesheim): Die Reinigung der Straßen für den Herrn Bundespräsidenten empfinde ich als angemessen. Schließlich wird das für die Stadtbusse auch getan. Aber warum bloß wurde das Staatsoberhaupt an den Ampeln durchgewunken? Das innovative Dauerrot zugunsten der Hildesheimer Stadtbusse hat schließlich Geld und Tüftelei der Techniker gekostet und hätte Herrn Köhler sicherlich begeistert. So etwas gibt es schließlich weder in Berlin noch sonst wo auf der Welt. Stattdessen mussten sicherlich zahlreiche Passagiere mit teuer bezahlten Fahrkarten in überfüllten Bussen mit laut telefonierenden, „Musik“ hörenden und um sich niesenden Mitfahrenden ausharren, um die Präsidentenkarosse passieren zu lassen. Der wirtschaftliche Schaden durch verpasste Arzttermine, Sonderangebote oder Briefkastenentleerungszeiten dürfte beträchtlich sein. Das muss ein Einzelfall bleiben! Das Hildesheimer Ampelrot für Autofahrer hat seinen Sinn und bedarf unbedingt des Etiketts der Verlässlichkeit – so wie bisher.
Silke Sukop (Hildesheim): Mein Aufreger der Woche ist das Tamtam um den hohen Besuch in der Michaeliskirche und dass der kleine Bürger darunter leiden muß!
Ende letzter Woche habe ich mein Auto auf dem öffentlichen Parkplatz im Kniepe abgestellt, wie jeden Abend, da ich im Michaelisviertel wohne. Nun wurde in den Zeitungen und im Radio aufgrund der starken Schneefälle und dem Fehlen von Streusalz dazu aufgerufen, den Wagen stehen zu lassen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Diesen Rat nahm ich mir an und fuhr in dieser Woche täglich mit dem Bus zur Arbeit. Heute am Sonntag bewegte ich den Wagen das erste Mal wieder…. Und fand einen Strafzettel vor!!!! Die Stadt (oder der Landkreis) hatte kurzerhand den ganzen öffentlichen Parkplatz spontan zur Halteverbotszone erklärt, da sich Herr Köhler und Frau Käßmann angesagt hatten. Ist das rechtens? Ich habe nicht im Halteverbot geparkt. Als ich den Wagen abstellte, war dort kein Halteverbot.
Da hört man auf den öffentlichen Rat… und zahlt dafür 15 €!
Schade, dass der hohe Besuch für einen Großteil der Anwohner zum Ärgernis wurde! Ich bin empört! Geht es anderen Hildesheimern ähnlich?
Matthias Janssen (Hildesheim): Es ist Winter, auch in Hildesheim. Wäre da dies Jahr doch nur nicht der viele Schnee.
Der Stadt geht das Streusalz aus und der Steuerzahlende Bürger kann sehen wie er auf zugeschneiten Wegen zurecht kommt. Als Autofahrer empfinde ich es sogar besser auf einer Schneebedeckten Straße zu fahren als auf einer vom Streusalz aufgetauten Schneematsch Piste. Auch die Natur wird uns den Einsatz von weniger Streusalz danken.
Doch was ist mit den völlig vereisten und Schneebedeckten Fußwegen im gesamten Stadtgebiet , wo nicht nur ältere Menschen sich reihenweise ihre Knochen brechen und dann auf dem Weg in ein Krankenhaus , besonders dem Röhn Klinikum, in der Renatastraße oder dem Weinberg , im Verkehrschaos stecken bleiben, weil sich niemand für eine Räumung der genannten Straßen zuständig fühlt. Seit Tagen ist hier nur eine Einspurige Verkehrsführung möglich.
Doch Hilfe naht. Der Bundespräsident kommt nach Hildesheim.
Ganze Straßenzüge werden auf einmal von Schnee und Eis geräumt damit noble Staatskarossen fast noch bis in die Michaeliskirche hineinfahren können und die Herren Politiker, trockenen Fußes durch den Hildesheimer Winter kommen.
Was zählt den auch schon der normale Hildesheimer Bürger ?! ( Außer kurz vor irgendeiner Wahl ). Der kann sich ja seinen Weg selber freischaufeln .
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Horst Köhler.
Hiermit lade ich Sie recht Herzlich ein doch auch mich mal in Hildesheim zu besuchen, so würde wenigstens auch meine Straße in der ich wohne von Eis und Schnee befreit.
Achim Bothmann (Hildesheim): Mein Gott, wir haben WINTER!!! Kälte, Schnee und Eis… Es ist ja wohl klar, dass beim Räumen zunächst die Hauptverkehrswege Vorrang haben. Bei Nebenstraßen ist dann halt mal Eigeninitiative gefragt. Also nicht im Warmen vor der Glotze hocken, darauf pochen, dass wir ja Steuern zahlen usw., sondern einige Nachbarn ansprechen, Schneeschieber aus ihrem Kellerverlies befreien und los geht’s… Auch bei Menschen mit Gehbehinderungen oder Müttern mit Kinderwagen ist dann unsere Hilfsbereitschaft gefragt. Überdies kämen Schneepflüge mit ihrem breiten Schild wegen parkender PKW gar nicht überall durch – so war es jedenfalls bei uns. Nebenbei gesagt, sind wir als Bürger dazu verpflichtet, die Gehwege vor unseren Grundstücken selbst frei zu halten. Und wenn der Räumdienst nicht (durch-) kommt, gilt das gar bis Straßenmitte. Also, wieder ’runter auf den Teppich. Horst Köhler ist ja wohl ein besonderes Kaliber. Und Schlagzeilen wie ’Bundespräsident hängt für Stunden in Hildesheimer Schneechaos fest’ wären für das Stadt-Image auch nicht gerade förderlich. Abschließend eine kurze Anmerkung zum Grübeln: Solange wir uns über solche jahreszeitlich bedingten Kleinigkeiten aufregen können, geht es uns noch sehr gut. Die Menschen in Haiti haben da im Moment leider ganz andere Probleme…
Im Baugebiet ist Zupacken gefragt
Klagen über schlechte Räumung der Stadt / Dezernent: Mehr Salz hätte nur mehr Matsch gebracht
Hildesheim (ph). Der große Schneefall ist vorbei, viel Schnee bleibt liegen. Klagen über schlecht geräumte Straßen und Fußwege häufen sich wie Schneeberge, und neues Ungemach droht von oben: Eiszapfen gefährden Menschen und Autos. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 12. Januar)
Michael Weiß (Hildesheim): Schneeräumpflicht zwingt die Bürgerinnen und Bürger Schnee vom Fußweg auf die Straße zu transferieren. Für die Fußgänger wird es in der Regel durch diese Maßnahme nicht viel sicherer, für Kraftfahrzeuge aber auf jeden Fall unsicherer. Nun türmen sich in der angeblich am schlechtesten geräumten Stadt Deutschlands die Schneeberge an den Straßenrändern. Parken ist fast unmöglich geworden. Die Müllabfuhr kommt nicht mehr durch. Wie ergeht es den Rettungs- und Einsatzfahrzeugen? Können Rettungshubschrauber überhaupt noch irgend landen? Gefahr für Leben und Gesundheit der Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger ist also im Anzug. Ein Ende der winterlichen Verhältnisse ist nicht in Sicht. Der Schnee kann nicht länger von A nach B geschoben werden, das Zeug muss weg. Warum nicht eine Win-Win-Situation schaffen? Da Gefahr im Verzuge ist, könnten Freiwillige Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Soldaten den Schnee, den die fleißigen Hildesheimer/innen in ihren Straßen zusammengetragen haben, abfahren. Wohin mit dem kalten Zeug? Die Innerste ist noch nicht zugefroren. Also hinein damit. Der Schnee schmilzt und treibt das neue Wasserkraftwerk an. So wird aus dem Schneesturm Schneestrom.
Die letzten Körnchen Salz
Stadt stellt das Streuen ein / Lieferstopp / Zentrale Werkstätten suchen nach Alternativen
Hildesheim (jaz). Der Streusalz-Vorrat der Stadt ist fast vollständig verbraucht, für das Wochenende sagen Experten erneut starke Schneefälle voraus. Die Verwaltung rät nun, sich auf schneeglatte Straßen einzustellen. Und im Zweifel das Auto besser stehen zu lassen. ..(Auszug Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 8. Januar)
Andreas Hähnel (Hildesheim): Ich frage mich, wie die Winterdienste im Erzgebirge oder im Schwarzwald in dieser Jahreszeit, welche gemeinhin Winter genannt wird, reagieren. Was würde erst passieren, wenn ein richtiger Wintereinbruch wie z.B. 1978/79 käme?Herr Habenicht muss sich die Frage gefallen lassen, ob er der richtige Mann auf dem richtigen Posten ist. Wir Leben immer noch in Mitteleuropa in einer Erdgeschichtlich gesehenen Kaltzeit. Auch wenn die Bundesregierung anderer Meinung ist. Deshalb sollte man zwischen Dezember und März als Fachbereichsleiter Zentrale Werkstätten auch auf ca. 25cm Neuschnee, denn mehr waren es seit 30.12.2009 nicht, vorbereitet sein.
Andreas S. Kinast (Hildesheim): Es ist zwar erstaunlich, aber nicht so tragisch, dass das Salz knapp wird. Mit einer entsprechend angepassten Fahrweise kommt man auf den geräumten Straßen gut voran. Allerdings finde ich es sehr befremdlich, dass die Nebenstraßen seit dem ersten Schnee so gut wie gar nicht geräumt wurden. Im mittlerweile platt gefahrenen Schnee sind zum Teil bis zu 20 cm tiefe Spuren, in denen man "wie auf Schienen" fährt - jedenfalls so lange, bis man mit dem Fahrzeug in der Mitte aufsetzt und die Straße blockiert.
Barbro Lampert (Hildesheim): Wenn bei der Menge an Schnee die ersten Tage nur das Salz auf die Straßen gekippt wurde, ohne vorn am Streufahrzeug den Schneeschieber zu nutzen (dafür ist es ja eigentlich da), ist es kein Wunder, dass das Salz knapp ist.
Ich habe hier auf dem Moritzberg mehrfach gesehen, dass so verfahren wurde. 2 oder 3 Tage fuhren die Räumfahrzeuge mit hochgestellter Schaufel und streuten hinten Unmengen an Salz raus. Und dann erst besann man sich und fing an zu räumen.
Und die gleiche "Technik" wurde auf den Wegen in der Stadt angewendet. Salz draufkippen ohne vorher geräumt zu haben. Ergebnis, man läuft auf einem Schnee-Salzgemisch wie am Sandstrand... nur mit dem Unterschied, dass da drunter eine Eisschicht sitzt und man sich ruckzuck auf die Klappe legen kann.
Drum wird ja das Zeug auch nicht mehr weggeräumt, weil man gegen die "Eisbahn" grad nix machen kann.
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