Mehr Raum für das „Noah“

Das „Noah“ kann vermutlich wachsen: Im Rat zeichnet sich eine Mehrheit dafür ab, dem Gastronomen Achim Christ die Erweiterung seines Cafés am Hohnsen zu gestatten. Wie die genau aussehen soll, konnte Architekt Manfred Marquardt dem Stadtentwicklungsausschuss zwar noch nicht zeigen. Doch fest steht: Zwischen dem jetzigen „Noah“ und der Straße soll ein neues Gebäude entstehen. Christ will die Küche vergrößern und einen neuen Saal für etwa 60 Personen schaffen, um mehr Feiern anbieten zu können. Bislang kommt es ab und an zu Kollisionen zwischen geschlossenen Veranstaltungen und dem Tagesbetrieb, vom Anbau erhofft sich Christ mehr Möglichkeiten. Die meisten Ausschussmitglieder können der Vorstellung von einem größeren „Noah“ etwas abgewinnen. „Ich bin froh, dass es einen solchen Veranstaltungsort in Hildesheim gibt“, sagte CDU-Vertreter Matthias Jung. Das „Noah“ funktioniere zwar gut, aber eben nicht sehr gut. Auch SPD-Ratsherr Uwe Faase zeigte Verständnis für den Wunsch des Betreibers: „Das passt.“ Das fand sein Parteifreund Wilfried Kretschmer allerdings gar nicht; er befürchtet wie FDP-Politiker Dr. Martin Gottschlich negative Folgen für den geplanten Innerstetal-Grüngürtel. Aus einem großen Restaurant werde ein übergroßes, warnte Kretschmer – nur aus ökonomischen Interessen des Betreibers. Doch selbst Grünen-Ratsherr Ulrich Räbiger befürchtete keinen Schäden für die Natur. „Und die Details diskutieren wir doch noch.“

(Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 25. Februar 2011)

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