
Beschreibung
Sie stehen dicht beieinander, werden von einem gemeinsamen Sockel getragen und sind nur durch kleine Bergsenken getrennt; die sind aber rasch überwunden, wenn man erst einmal oben ist. Interessant ist, dass zwei dieser Aussichtsberge im Kreisgebiet Hildesheim stehen. Davon die Bloße Zelle, mit 480 Metern der höchste Berg im Harzer Vorland. Der Aufstieg geht einher mit der Verehrung des Heimatdichters Wilhelm Raabe, der in Eschershausen (Museum Wilhelm Raabe) am Fuße des Hilses geboren ist; später in Braunschweig gelebt hat.
Ausgangspunkt: Hilspass am Waldrestaurant Roter Fuchs, auf dem Weg von Grünenplan nach Eschershausen, zur Karte
Parken: ausreichend Parkplätze vorhanden
Länge: 12,5 km Rundwanderung
Höhenmeter: 471 Meter, 480 Meter und 441 Meter
Sonstiges: Aussichtsreiche und luftige Kamm- und Waldwanderung. Auf- und Abstiege. Schutzhütten am Wanderweg. Keine Ausschilderung, Orientierung problemlos. Gehhilfen für die Abstiege erforderlich. Familienfreundlich. Erfrischungen mitnehmen. Der gastfreundliche „Roter Fuchs“ ist montags geschlossen.
Mit dem ersten Aufstieg auf den Großen Sohl (471 m) sind wir auf dem Kamm. Raabeturm und Büste bekunden die Verehrung des Dichters. Jeweils zum 4. Advent ruft der Grünenplaner Verkehrsverein zur Sternwanderung auf den Großen Sohl. Zur Erinnerung an Wilhelm Raabe. Die großartige Aussicht ringsherum kann von der fünften Plattform des Turmes genossen werden. Nach oben auf die Turmspitze verengt sich der Aufstieg.
Auf gleichbleibender Höhe, später ein wenig ansteigend, erreichen wir die Bloße Zelle; höchster Punkt. Nur ein kleines Schild rechts verweist schmucklos auf diesen Standort. Dafür erwartet uns auf dem nächsten Aussichtsberg die schönste Aussicht des Hilses. Aber vorher müssen wir absteigen. Das geht in die Knie. Lädierte Gelenke schaffen das nur mit Mühe – Wanderstöcke erleichtern den Abstieg. Wieder aufgestiegen, erkennen wir mit Freude die neue schmucke und stabile Feuerschneisenhütte, erbaut am 23. Juli 2002 vom Forstamt Grünenplan. Die Aussicht umfasst den Duinger Raum und verengt sich in der Ferne zwischen Thüster Berg und Ith.
Wir haben es geschafft. Drei Aussichtsberge für die UNO-Charta. Aber das ist nicht alles. Nach dem folgenden leichteren Abstieg auf den Kümmerlichen Stieg geht es weiter. Etwa 100 m nach der Bank in der Bergsenke verlassen wir den Kamm und gehen rechts auf den Kümmerlichen Stieg hinunter. Wir folgen dem nächsten breiten Schotterweg nach rechts, der uns am Schluss direkt zum Roten Fuchs führt. Aber dieser Weg mit dem schönsten Wald- und Wanderprädikat verläuft nicht gerade. In loyaler Anpassung an die Bergform des Hilses in seinem Innenraum holt er immer wieder zu großen Kurven aus, die den Weg beträchtlich verlängern. Aber schließlich hat auch dieser Weg, der parallel zwischen Kamm und Langer Weg verläuft, ein freundliches Einsehen und bringt uns direkt zum Ausgangspunkt.
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