
Beschreibung
Diese Rundwanderung im landschaftlichen Zentrum der reizvollen Sackmulde verläuft überwiegend in der freien luftigen Feldlandschaft. Fachleute sprechen von einer tektonischen Mulde, die im Innern bei Sack tief ausgeräumt ist. Die Sieben Berge und der Sackwald bilden mit 20 km Länge und 6 km Breite eine geschlossene landschaftliche Einheit. Ihre bewaldeten Höhenzüge umschließen weiträumig diese Mulde und lassen mit weichem Übergang bis an die Ränder der Höhenzüge viel Platz für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Das wechselvolle Landschaftsbild begeistert.
Ausgangspunkt: Sack (Stadt Alfeld), erreichbar von Hildesheim, Hildesheimer Straße, zur Karte
Parken: am Gasthaus „Zum alten Krug“ oder an der Sporthalle
Länge: 9,8 km, Rundwanderung
Höhenmeter: 139 m, höchster Wanderpunkt: 320 m (am Rennstieg)
Sonstiges: familienfreundlich, keine Schutzhütten, keine Ausschilderung, Einkehrmöglichkeit im „Alten Krug"
Sack – einst Saccus – wurde erstmalig 1205 erwähnt, was die Annahme begründet, dass die Hildesheimer Kirche, also Bischof und Domkapital, der Eigentümer war.
Diese Wanderung offenbart das Missverhältnis von Natur und Infrastuktur. Großartig die Natur, idyllisch das Dorfbild. Unzureichend die Infrastruktur – es gibt keine Ausschilderung, nicht einmal für den Rennstieg, was überörtlich zu machen wäre. Für den ortskundigen Wanderer ist der Rennstieg nicht mehr erlebbar. Dieser Vorzeigeweg von Winzenburg nach Hildesheim, historisch und landschaftlich bedeutsam, ist damit im Wettbewerb zum Rennsteig im Thüringer Wald aus dem Rennen.
Wir gehen links vom Krug hoch. Ganz rasch umgeben uns üppig reifende Felder. Der Ausblick bis in das Leinetal wird immer schöner. Ringsherum tauchen alle Höhenzüge von Rang und Namen auf, wenn auch ihre Konturen vom Dunst der Ferne ein wenig verblassen. So der Külf, der Selter bis zum Thüster Berg mit dem kantigen Kanstein und der Hils. Es lohnt sich, häufig zurückzuschauen. Am Waldrand kommen wir in das Naturschutzgebiet Wernershöhe – zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter.
Die nächste Abzweigung führt uns in den Wald. Das ist der Rennstieg. Rechts steht ein morscher Baum. Auf diesem Weg überqueren wir bald das „Kleine Tal“ mit dem Wegweiser aus alten Tagen, aber ohne Verweis auf den Rennstieg. Wir gehen geradeaus Richtung Winzenburg. überqueren nun bald das „Große Tal“, wieder ohne Ausschilderung (Kleines Tal und Großes Tal sind keine Einschnitte, also keine Täler, sondern nur Wegbezeichnungen). Genau nach 500 Metern wieder eine Kreuzung, links nach Sellenstedt und rechts nach Sack. Also verlassen wir den Rennstieg und gehen nun rechts; links steht eine kleine Betriebshütte.
Wir durchschreiten ein wildreiches Gebiet; angepasstes Verhalten ist selbstverständlich. Am Waldrand werden wir wieder von einem freien Ausblick auf die offene „aufgeräumte“ Feldlandschaft bis zum Menteberg verwöhnt.
Eine frische Brise weht uns wohltuend entgegen. Am Wegrand blühen Acker- und Wiesenblumen. Unter uns Sack, in der Enge weich aufsteigender Hügel- und Bergformen. Der steinreiche Weg gibt uns Aufschluss über den steinigen Boden, das ist harte Arbeit für die Landwirtschaft. Auf direktem Weg erreichen wir wieder den Ausgangspunkt.
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