
Das Schützenfest ist eine der Traditionsveranstaltungen der Stadt Hildesheim. Tausende Besucher säumen jährlich den Straßenrand, wenn der große Festumzug der Schützenvereine ansteht. Dessen Route wurde 2008 verändert. Der Bereich Osterstraße und Zingel wurde abgehängt. Das war anfangs umstritten. Stark diskutiert wurde 2001 die Verlegung des Festplatzes weg von der Lademühle hin zur Pappelallee. Nach 2012 ist Schluss an der Pappelallee: Das Schützenfest zieht in die Innenstadt.
Vom 13. bis 16. Juni 2013 veranstaltet Hildesheim Marketing in der Nachfolge des Volks- und Schützesfestes das erste Stadtfest rund um das Rathaus. Die Veranstaltung soll Spektakel, Nostalgie, Schützentradition und Stadtgeschichte verbinden. Marketingchef Lothar Meyer-Mertel ist sich sicher: „Das wird eines der schönsten Feste, das Hildesheim zu bieten hat.“
Beides wird in der Regie der Schützengesellschaft und Junggesellenkompanie organisiert. Die Vesper findet im Rathaus statt, das voraussichtlich bis zu 400 Personen Platz bietet.
Mit Schirm, Charme und Musik will Hildesheim Marketing auf dem Marktplatz eine künstlerische und musikalische Zeitreise in eine Epoche bieten, die von Charleston, Jugendstil, Cabaret, Federboas und den wilden 20ern geprägt war. Künstler und Musiker bieten ein Potpourri aus Theater, Varieté und Musical in einem unterhaltsam inszenierten Programmablauf von 19 bis 23 Uhr.
Tagsüber lockt ein Kinder- und Familienprogramm auf den Marktplatz, der mit Baldachin, Deko und Freitreppe überraschen soll. Gastrostände im Stil der 20er Jahre (Kronleuchter, roten Samtvorhänge, Grammophon) sollen zum Aufenthalt einladen.
Der Platz an der Lilie soll für die Besucher eine gemütliche Biergartenatmosphäre ausstrahlen. In historischen Ständen werden kulinarische Spezialitäten, besondere Biersorten und musikalische Unterhaltung geboten. Ein Armbrustschießen um die „goldene Lilie“ könnte eine Brücke zur Schützentradition schlagen.
Zauberei und Puppentheater ist für den Hoken als Platz der besonderen, intimen und leisen Momente gedacht. Jahrmarktkino und Stummfilme sollen Spaß auf dem als Traum- und Fantasiewelt dekorierten Innenhof bieten.
Nostalgie und Vergnügen sind auf dem Andreas-Jahrmarkt angesagt. Zu den schönen Dingen vergangener Zeiten gehören ein reisender nostalgischer Vergnügungspark mit historischen Fahrgeschäften und Gastronomieständen sowie Jahrmarktraritäten wie dem original Flohzirkus vom Münchner Oktoberfest, Zuckerwagen, Mandelbrennerei oder eine Wahrsagerin. Auf einem Antiquitätenmarkt können die Besucher alte Schätze, Trödel und Kunst kaufen.
Auf der Bürgermeile im Zentrum präsentieren sich Vereine und Institutionen, geplant sind ein Sport- und Aktionsprogramm und Themenstraßen (Straße des Ehrenamts oder der Kuriositäten).

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Tanzende Cheerleader, marschierende Schützen, feucht-fröhlicher Fassanstich und zufriedene Besucher – bunte Impressionen der vergangenen Jahre gibt es in den HAZ-Online-Bildergalerien.
...sich die Schützen bis zum heutigen Tage der Kirche besonders verbunden fühlen? Und das bereits seit 1367. Damals waren sie Bischof Gerhard vom Berge zu Hilfe geeilt, als er in der noch immer legendären Schlacht bei Dinklar den Braunschweigern gegenüber stand. Auch 639 Jahre nach diesem denkwürdigen Aufeinandertreffen stellen die Hildesheimer Schützen noch immer die Leibgarde des Bischofs - und sind die Braunschweiger in Hildesheim nicht wirklich gelitten.
...seit fast 40 Jahren die Hildesheimer Junggesellen-Kompanie beim Schützenumzug in Hannover als "die Pinguine" bekannt sind? Das ist eine spöttische Anspielung auf ihren traditionellen schwarzen Frack. Was anfangs gequält belächelt wurde, gilt inzwischen als Markenzeichen. Daher übernahmen die Hildesheimer die Patenschaft für Zoo-Pinguin "Angela", den sie allen Ernstes nach der neuen Bundeskanzlerin tauften. "Angela" bekommt nun einmal im Jahr Besuch aus Hildesheim, die Kompanie bezahlt das Futter für ihren antarktischen Freund.

...2005 ein Schützenschild für Aufsehen sorgte? Es sollte eine nette Geste sein: Das Rathaus hatte der Partnerstadt in Angoulême ein Schild geschenkt, das einen kriechenden Schützen beim Alkoholgenuss zeigt. Witzig - fand eine Angoulêmedelegation, die sich auf dem Schützenfest über das Schild amüsiert hatte. "Geschmackloser Unsinn", wetterten darauf empört die Sportschützenverbände im Landkreis Hildesheim.
Hildesheim Marketing gibt bekannt: Vom 13. bis 16. Juni 2013 veranstaltet Hildesheim Marketing in der Nachfolge des Volks- und Schützesfestes das erste Stadtfest rund um das Rathaus. Die Veranstaltung soll Spektakel, Nostalgie, Schützentradition und Stadtgeschichte verbinden.
Das Volks- und Schützenfest steht vor dem Umbruch. Die zehntägige Großveranstaltung findet letztmalig an der Pappelallee statt. Eine Rückkehr auf den Schützenplatz schließen die Organisatoren definitiv aus. Geplant ist ab 2013 eine Kombination aus Stadt- und Schützenfest rund um das Rathaus, ohne große Fahrgeschäfte, dafür mit neuen Angeboten und historischem Flair. ...weiter
Unruhe herrscht in den Reihen der Hildesheimer Schützengesellschaft und der Junggesellenkompanie. Der Grund: die geplante Kurskorrektur beim traditionellen Schützenumzug. Der Bereich Osterstraße und Zingel bleibt künftig außen vor. Das ist ind er Stadt umstritten. Karte des Schützenumzuges ansehen: ...weiter
Die Stadt sagt den Veranstaltern des Schützenfestes zu, sie könnten das Gelände und die Halle an der Schützenwiese für die kommenden zehn Jahre kostenlos nutzen. Dafür übernehmen die Organisatoren die Sanierung des städtischen Wegs zwischen Pappelallee und Sporthalle - Kostenpunkt: 20.000 Euro.
Der neue Pächter der Sporthalle, die "Halle 39 GmbH", sagt zu, das Schützenfest könne auch weiterhin in dem Gebäude stattfinden.
Wieder wird das Schützenfest gut angenommen. Polizei und Stadt melden kaum Beschwerden von Anwohnern.
Der Rat beschließt, das Schützenfest auch 2002 auf der Schützenwiese zu feiern. Dafür soll das Verkehrskonzept überarbeitet werden, auch sollen die Betriebszeiten der Fahrgeschäfte künftig strikter eingehlaten werden.
Schausteller und Veranstalter sind mit dem Probelauf zufrieden, einige Anwohner jedoch verärgert. Der Grund: Zu viele Fremdparker und zu laute Karussels, die zu nah am Wohngebiet stünden. Die Stadt verspricht Änderungen, falls das Fest 2002 wieder an der Schützenwiese sei.
Das 52. Hildesheimer Schützenfest startet an der Schützenwiese. Die Sporthalle an der Pappelallee wird als Festhalle dekoriert und bietet den Schützen erstmals seit Jahrzehnten für den Empfang ein festes Dach über dem Kopf. Auch die Route des Festumzuges ändert sich: Es geht nun über den Pfaffenstieg, die Dammstraße und die Schützenwiese zum Festplatz.
Die Verträge mit den Schaustellern sind unter Dach und Fach. Die Stadt hat bereits die ersten Vorbereitungen für den Umzug getroffen und die baufällige Gaststätte vor der Sporthalle abreißen lassen.
Der Stadtrat bewilligt den Umzug des Schützenfestes an die Schützenwiese mit 32 Ja-Stimmen, 11 Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Allerdings, so die Politiker, sei die Verlegung zunächst nur ein "Testlauf".
Anwohner protestieren gegen die Pläne der Stadtverwaltung und des Vereins Hildesheimer Volksfest. Sie befürchten zu viel Lärm. Die Stadt schaltet daraufhin einen Gutachter ein. Der sagt, der erlaubte Geräuschpegel werde teils sogar unterschritten und gibt grünes Licht.
Oberstadtdirektor Dr. Konrad Deufel schlägt im Einvernehmen mit den Schützen und Junggesellen vor, das Schützenfest wieder an den ursprünglichen Standort zu verlegen: die Schützenwiese. Die Begründung: bessere Busanbindungen sowie größere Sicherheit durch die Nähe der Polizei.
Immer weniger Besucher finden den Weg zum Schützenfest an der Lademühle. Dort feiern die Hildesheimer seit den 60er Jahren.

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