Region Hildesheim (tr). Fast anderthalb Stunden waren Stadt und Landkreis Hildesheim am Donnerstagmittag ohne Strom. Nach ersten Erkennnissen hat eine technische Panne in einem Umspannwerk den Ausfall verursacht.
Hier sehen Sie Bilder aus der Stadt Hildesheim und können Leser-Beiträge zum Thema lesen.

Nachdem die Ampeln ausgefallen waren, gab es an einigen großen Kreuzungen kurze Zeit ein Durcheinander

Nach ersten Erkenntnissen gab es trotzdem nur vier Auffahrunfälle in der Stadt.

Auch am Bahnhof ging nichts mehr. Fotos: Hartmann
Ist Ihnen während des Stromausfalls etwas Besonders passiert? Saßen Sie Fahrstuhl fest oder mussten mit hunderten anderer Kunden das Untergeschoss eines Kaufhauses räumen? Ihre Erlebnisse interessieren uns.
E-Mail an die Redaktion schreiben
Lars Breymann: War in der Zeit den Stromausfalls im Stadttheater, wo die letzten Proben für "Die Frau des Bäckers" liefen, wir saßen ca 1Std ohne Strom da (Darsteller sowie Techniker).

Frank Fahlbusch:
Adrian Titman (20, Azubi): Ich wurde an der Kreuzung Steuerwalderstraße Martin-Lutherstraße um ein Haar von einem Bus der RVHI, dessen Busfahrer wohl selbst etwas verwundert über die nicht funktionierende Ampel war. Zum Glück alles gut gegangen.
Benjamin Jörns: Zum Glück arbeite ich in Hannover und blieb von dem Chaos verschont - bis eben. Zu Hause angekommen wollte ich mich an den PC setzen, um wie jeden Abend meine E-Mails zu checken. Fazit: Um die Matrix zu gucken muss ich nun nicht mal mehr die DVD einlegen, PC defekt. Gut, dass man noch einen Laptop hat...
Melli: Ich kam nach beendetem Training über eine Stunde lang nicht aus dem Fitnesstudio, da die Schrankschlösser mit Karten (also Strom) funktionieren.
Gisela Meyer: Ich war während des Ausfalls auf dem Weg von der Arbeit nach Haus und konnte mich nur über einige Autofahrer und ihre seltsamen Verhaltensweisen wundern. Hinter mir fuhr ein besonders netter Zeitgenosse, der es überhaupt nicht verstehen konnte, dass ich nicht wie besessen gerast bin. Wir befanden uns auf der Vorfahrtstraße (Kaiserstraße stadtauswärts) und ich musste an dem Unfall vorbei links in den Kennedydamm abbiegen. Ich hatte also dem Gegenverkehr die Vorfahrt zu gewähren, was mein lieber Hintermann überhaupt nicht verstand und mir ein Zeichen rüberschickte, dass er mich wohl für bescheuert hielt. Auch die Fußgänger auf dem Kaiserstraßenüberweg waren besonders mutig und rannten bei jeder Lücke über die Straße. Aber Gott sei Dank ist ja wohl nicht soviel passiert.
Sylvia (Gronau): Ich kam von der Arbeit und wollte noch schnell Mett für die Bolognese-Sauce kaufen und stand vor einem dunklen, bereits schliessendem Einkaufsmarkt. Ein Schild an der Tür: “wegen Stromausfall geschlossen“. Gut, dachte ich, holst mal schnell deine Tochter aus der Schule und fährst dann gemeinsam zum anderen Einkaufsmarkt. Während ich auf meine Tochter wartete klingelte mein Handy. Meine Mama war dran und fragte mich, ob wir noch Strom hätten. Ich sagte: Ja, mein Auto fährt über Batterie, aber der Einkaufsmarkt hat zu wegen Stromausfall. Okay, ich also gleich auf dem direkten Weg nach Hause schaute ich nach links und rechts in die Geschäfte und Wohnhäuser und fand es recht dunkel - trotz Tageslicht. Zu Hause angekommen erwartete mich schon mein Freund, der sich so sehr auf Spaghetti Bolognese gefreut hat. Dann, mit einer halben Familie, hungrigem Freund, hungriger Tochter und meiner hungrigen Wenigkeit am Tisch sitzend fragten wir uns doch, was wären wir auf lange Zeit ohne Strom? Die Geschäfte sind geschlossen, der Herd funktioniert nicht und nichtmal einen heissen Kaffee kann man sich gönnen. Erst so erkennt man doch, man sollte den Luxus schätzen, den man so geniesst.
Jessika-Katharina Piske: Eigentlich ist mir nichts besonderes passiert, aber ich saß so gegen 12.30 Uhr am Rechner und wollte gerade eine Nachricht abschicken, als meine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) anfing zu überbrücken, ich hielt es für den Routine Check, doch diesmal hielt es länger an und meine Nachricht ins Netz wollte auch nicht raus gehen, da die Kommunikationsleitungen nach wenigen Minuten scheinbar total überlastet waren. Ich bemühte mich darum via EDGE, was von meinem Mobilfunkanbieter noch funktionierte über eine bekannte Suchmaschine die Rufnummer von den Stadtwerken in Hildesheim heraus zu suchen, doch ich bekam fälschlicherweise die Rufnummer von Heidersheim. Da funktionierte ja noch das Mobilfunknetz, wenige Minuten später funktionierte auch das Internet via Mobilfunknetz nicht mehr. Während des Stromausfalls wurde einem erst mal bewusst, wie viele Dinge ohne Strom eigentlich nicht mehr funktionieren und man doch sehr abhängig ist.
Klaus Schuppmann: Ich stand just an der Kasse bei Aldi in Himmelsthür, an dritter Stelle, als auf einmal alles dunkel wurde. Das Personal kam überall heraus, und an der Kasse hatte sich eine lange Schlange gebildet. Ein Mitarbeiter versuchte per Handy EVI anzurufen. Die Kassiererin sagte, wenn der Stromausfall länger als 10 Minuten dauere, müssen alle Kunden sowieso den Laden verlassen, das sei so Vorschrift, man sei dann verpflichtet das Geschäft zu schließen. Nach einigen Minuten des Wartens kam eine Mitarbeiterin von REWE von nebenan herüber und wollte wissen, ob hier auch nichts mehr geht. "Dann liegt es ja nicht an uns", sagte sie lachend. "Die Kasse muss danach wieder neu hochgefahren werden", sagte die Kassiererin. Unterdessen machte sich der erste Kunde am Band vondannen. "Geben Sie mir bitte mein Geld zurück. Kann ich die Ware hier liegen lassen?" fragte er. Eine junge Mutter versuchte sich mit ihrem Baby an uns Wartenden an der Kasse vorbei zu schlängeln. Auch der Kunde vor mir resignierte und überließ die Ware dem Band. Etwas wartete ich noch, doch dann stellte ich der Kassiererin die gleiche Frage wie der erste Kunde vor mir und verließ ebenso das Geschäft. Die Angestellten mussten die bereits auf dem Band oder einige noch in den Wagen befindlichen Waren in die Regale zurückbringen. Nach und nach verließen die Kunden den Laden.Durch die Türen kam man nur noch auf manuelle Weise herein bzw. heraus. Eigentlich sollte es Tee zu Hause geben, aber den musste ich u.a. im Laden zurücklassen. Auch zu Hause gab es keinen Tee, denn wenn man nur auf Strom angewiesen ist, muss man auch hier warten...
Christian (Hildesheim): Nun als unsere Alarmmeldeempfänger der Feuerwehr Hildesheim losgegangen sind und man sich auf den Weg ins Gerätehaus machen wollte, war das ein schweres Problem als sonst, da man ja auch keine Sonderrechte oder Sonstiges besitzt, bis auf ein Schild in der Windschutzscheibe, das nicht wirklich viel bringt, da hat man gemerkt, dass solche Sachen wie Vorfahrtsgewährung an Ampeln nicht mehr anwendet und uns als anrückende Helfer fast über den Haufen fährt. Also so ein Chaos auf Hildesheimer Strassen ist nicht normal, zumal benötigt man nur 10 minuten von zu Hause bis zum Feuerwehrgerätehaus, aber am Donnerstag brauchte man ca 20 Minuten. Das einzige, was mir da sehr aufgefallen ist, dass §1 der STVO nicht mehr in den Gehirnen der Autofahrer sitzt. Ach ja dieser besagt, dass auf jeden Verkehrsteilnehmer geachtet werden sollte.
AW: Ich war am Donnerstag um 12.00 noch in die Post gegangen, beim Anstehen
in der Schlange ging plötzlich das Licht aus und nichts ging mehr. Alle waren
ratlos und ich verließ nach kurzer Zeit und unverrichteter Dinge die Post.
Als ich auf dem Weg zum Supermarkt war, bemerkte ich, dass die Ampelanlagen nicht funktionierten und die Menschen schon etwas hilflos reagierten.
Ich komme beim Supermarkt an und dort war schon alles auf Notstrom geschaltet
und laufend eine Durchsage über den Ausfall in ganz Hildesheim. Ich hab etwa
1 Std an der Kasse gestanden, weil die Menschen sich gehäuft hatten, sie
waren aber alle samt sehr geduldig. Beim Rausgehen wurde mir 1 Tafel
Schokolade in die Hand gedrückt mit einer Entschuldigung, obwohl ja keiner
was dafür konnte. Ich finde die sofortige Reaktion der Geschäftsleitung
vorbildlich, denn man fühlt sich dort angenommen. Herzlichen Dank.
Rolf Volmer (Nordstemmen): Hier in Nordstemmen fiel das Handynetz aus. Ein Festnetztelefon ging nur, wenn es direkt mit der Teledose verbunden werden konnte. Die Avoconstörungsstelle ist NICHT im örtlichen Telefonbuch vermerkt. Auch unter Sarstedt findet man keinen Eintrag,obwohl Avacon dort noch präsent ist. Ich fand dann rein zufällig eine Tel.Nr.in einem heute erhaltenen Schreiben der Avacon in Sachen Gaspreissenkung. Dort bekam ich dann den Hinweis auf den großflächigen Ausfall. Die Gemeinde Nordstemmen war beim Stromausfall NICHT erreichbar. Bei einer außergewöhnlichen Situation nicht sehr hilfreich, zumal das Telefonnetz in Nordstemmen mit Notstrom lief.
Das beliebte Online-Gewinnspiel ist zurück. Melden Sie sich beim Bundesliga-Trainer 2010/2011 an und gewinnen Sie einen unserer tollen Preise. ...weiter
Nach 2012 läuft der Vertrag mit der Sparkassen-Arena aus, auf das nahe Phönixgelände ziehen Einkaufmärkte und neue Nachbarn. Zudem sinken seit Jahren die Besucherzahlen - schliddert das Schützenfest in eine große Krise? ...weiter
Im Jahr 2003 startete das Olympia-Camp mit 100 Kindern in vier Sportarten. Jahr für Jahr wurde das Angebot erweitert, so dass seit 2007 nun insgesamt mehr als 500 Kinder in rund 17 Sportarten mitmachen können. ..weiter
Für die meisten Niedersachsen ist der Sommerurlaub schon wieder vorbei. Wir lassen die schönsten Wochen des Jahres noch einmal Revue passieren: Zeigen Sie den HAZ-Lesern Ihre schönsten Urlaubsfotos - ganz nach dem Motto: "Da will ich wieder hin!" ...weiter
Der Hildesheimer Citybeach geht in die zweite Runde. Ab dem 17. Juli können Stadtbummler auf dem Platz an der Lilie sechs Wochen lang im Strandkorb entspannen, Cocktails schlürfen oder auf dem feinen Sand Volleyball spielen. ...weiter

Die beliebte HAZ-Sommerserie ist zurück. Zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hat die Hildesheimer Allgemeine Zeitung neue Radtouren getestet. Die erste führte Redakteurin Sara Reinke zum Fagus-Werk. ...weiter
Alle Freibäder der Region im Überblick - mit Eintrittspreisen, Wassertemperaturen und mehr! ...weiter
Hier wartet ein riesiges Job-Angebot online auf Sie: Die HAZ Job-Börse – mit Suchfunktion, Benachrichtigungs-Service und Lebenslauf. Da steht einem Bewerbungsgespräch nichts mehr im Wege! ...mehr
Sie glauben, das Leben ist schon ernst genug? Von wegen! Man muss nur genau hinschauen. Und deswegen zeigen wir hier die lustigsten und skurrilsten Schnappschüsse aus der täglichen HAZ-Rubrik "Zu guter Letzt". ...mehr