Vom Waffeleisen zur Leiterplatte

1947, als die Kriegsspuren noch allgegenwärtig waren, gründeten Hermann Horstmann und Walter Crome in der Melanchthonstraße in der Nordstadt eine kleine Firma, die elektrische Haushaltsgeräte wie Waffeleisen, aber auch Transformatoren und Stecker für den Bergbau herstellte. Crome schied bereits 1949 wieder aus. Horstmann richtete nun eine Metallschleiferei und Galvanisierungsbäder ein. Das war der Beginn einer erfolgreichen Entwicklung hin zum Fachbetrieb für die Oberflächenveredelung von Metallen speziell für die Elektro- und Elektronikindustrie.

1954 zog die Firma in einen Neubau am Bischofskamp, der in den folgenden Jahren immer wieder erweitert wurde. Als 1971 der Firmengründer überraschend starb, trat sein Sohn Dieter an seine Stelle. Als es auch im Bischofskamp zu eng wurde, siedelte Horstmann 1994 in den Daimlerring im neuen Gewerbegebiet Wackenstedt um. Die vier Töchter von Horstmann verspürten offenbar wenig Neigung, den Betrieb weiterzuführen.

1999 übernahm deshalb der langjährige Mitarbeiter Andreas Galle, der zuletzt schon Betriebsleiter gewesen war, als geschäftsführender Gesellschafter auch die Unternehmensleitung. Seit 2006 ist Andreas Galle Mehrheitsgesellschafter. Dieter Horstmann hat sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, lebt heute in Australien.

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An das Blockheizkraftwerk hat die EVI nun auch ein Kühlaggregat angeschlossen. Kraft, Wärme, Kälte kommen so aus einer Anlage. Das ist bislang einmalig in der Region.