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Die Parteien, die Kandidaten, die Wahlprogramme

Am 24. September ist es so weit: Der Deutsche Bundestag wird neu gewählt. Im Wahlkreis Hildesheim bewerben sich sechs Kandidaten um den Einzug. Doch was für Menschen verbergen sich hinter den Wahlplakaten? Und welche Themen sind den Kandidaten wichtig? Hier bekommen Sie einen Überblick.

Einzug in den Deutschen Bundestag: Das sind die Kandidaten

Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten im Wahlkreis Hildesheim sind Ute Bertram (CDU) und Bernd Westphal (SPD), die beide schon seit 2013 dem aktuellen Parlament in Berlin angehören. Einer der beiden Kandidaten wird sehr wahrscheinlich den Wahlkreis für sich gewinnen und damit über die Direktwahl in den Bundestag gelangen. In beiden Fällen stehen die Chancen für den Unterlegenen eher gut, noch über die Liste in den Deutschen Bundestag gewählt zu werden. Ute Bertram steht auf Listenplatz 14 der CDU in Niedersachsen, Bernd Westphal auf Platz 17 der SPD.

Ebenfalls Chancen, Mitglied des nächsten Bundestags zu werden, dürfte der Hildesheimer Ottmar von Holtz (Bündnis 90/Die Grünen) haben. Von Holtz ist derzeit Landtagsabgeordneter in Hannover. Sein dortiges Mandat müsste der Hildesheimer abgeben, falls er am 24. September gewählt wird. Von Holtz steht auf der Landesliste seiner Partei auf Platz 6, was bei den vergangenen Wahlen stets gereicht hätte, angesichts der aktuellen Umfragen aber kein Freifahrtschein ist.

Eher geringe Chancen haben die drei weiteren Kandidaten. Für sie geht es vor allem darum, für ein gutes Zweitstimmen-Ergebnis ihrer Parteien zu kämpfen. Henrik Jacobs (FDP) bräuchte mit Listenplatz 13 seiner Partei in Niedersachsen ein kleines Wunder für den Sprung nach Berlin.

Gleiches gilt für Orhan Kara (Die Linke), der auf Listenplatz 14 steht. Der Sarstedter Claus Grugelke (AfD) geht als Direktkandidat für seine Partei ins Rennen. Auf der Landesliste ist er jedoch nicht vertreten  dort steht dafür Hans-Werner Kalis aus Hildesheim auf Platz 21  was aber kaum für den Einzug in den Bundestag reichen dürfte.

 

So wählten die Hildesheimer 2013

Bei der Wahl am 22. September 2013 schickten die Hildesheimer Ute Bertram (CDU), Brigitte Pothmer (Bündis 90/Die Grünen) und Bernd Westphal (SPD) nach Berlin.

Ute Bertram
Brigitte Pothmer
Bernd Westphal

 

Vor vier Jahren lieferten sich Ute Bertram und Bernd Westphal ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende lag Ute Bertram vorne: Sie holte 42,3 Prozent der Erststimmen, Bernd Westphal kam auf 41,3 Prozent. In absoluten Zahlen trennten 1667 Kreuzchen die beiden Bewerber.

Für die CDU war der Wahlsieg eine Sensation: Denn Ute Bertram konnte in ihrem Wahlkreis als erste seit 1965 wieder ein Direktmandat für ihre Partei gewinnen.

Bernd Westphal ging am Wahlabend mit dem Gefühl nach Hause, nicht in den Deutschen Bundestag einziehen zu können. Die Erleichterung kam erst am nächsten Tag: Da erfuhr er, dass sein 19. Platz auf der Landesliste seiner Partei gerade noch reichte.

Brigitte Pothmer gelang der Sprung nach Berlin mit Platz 5 der Landesliste ihrer Partei. 2017 steht die Grünen-Politikerin nicht erneut zur Wahl.

Auch bei den Zweitstimmen lag die CDU bei der Wahl im Jahr 2013 mit 38,7 Prozent vor der SPD (36,4 Prozent).

Die kleineren Parteien verloren in Hildesheim  so wie im ganzen Land  im Vergleich zu ihren Ergebnissen aus der Bundestagswahl im Jahr 2009. Bündnis 90/Die Grünen holten 8,9 Prozent der Stimmen. Die Linke landete bei 5 Prozent. Die FDP traf es am schlimmsten: Sie rutschte auf 3,4 Prozent ab.

Die AfD trat 2013 zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl an und gewann 3,4 Prozent der Stimmen.

Was wollen die Parteien in Berlin erreichen?

Insgesamt stehen bei der Bundestagswahl im September 48 Parteien zur Wahl. Viele Parteien haben ausführliche Wahlprogramme erarbeitet. Darin stellen sie ihre Überzeugungen dar und erklären, wofür sie sich im Deutschen Bundestag einsetzen möchten. 

Hier finden Sie die Wahlprogramme der Parteien, die seit der letzten Bundestagswahl entweder im Bundestag oder in einem Landtag mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten sind: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP und AfD.

Noch unsicher?

Dann hilft vielleicht der Wahl-O-Mat. Mit Hilfe des Frage- und Antwort-Tools können Sie ihre eigenen politischen Positionen mit denen der Politiker abgleichen. 38 Thesen werden in dem Tool bewertet: Als mögliche Antworten stehen "stimme zu", "neutral", und "stimme nicht zu" zur Wahl.

Alle zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien haben im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Thesen zu sagen. Die Antworten und Begründungen der Parteien können Sie ansehen, nachdem Sie die Fragen selber beantwortet haben.

Am Ende wird Ihnen angezeigt, welche Partei Ihrer politischen Position am nächsten steht. Den Wahl-O-Maten hat die Bundeszentrale für politische Bildung schon 2002 entwickelt.