Magenta ist die Signalfarbe des neuen Projektbüros Hi2025

Raus aus den Besprechungszimmern, rauf auf die Straße: Gestern Nachmittag wurde das Projektbüro Kulturhauptstadt Hi2025 in der Bernwardstraße 32 eröffnet. Und es war „so gut wie alles da, was Rang und Namen hat“, wie Oberbürgermeister Ingo Meyer strahlend verkündete. Der Platzam Almstor war proppevoll mit Gästen, der älteste und prominenteste davon Hildesheims 96-jähriger Ehrenbürger Guy Stern. Ringsum konnten sich Passanten Kulturhauptstadt- Taschen bedrucken oder Hi2025-Buttons herstellen. Und es gab Saft in Magenta, der Signalfarbe des Projekts. Die Eröffnungsfeier startete mit dem Auftritt einer Tanzgruppe von Ars Saltandi. Wenn die Bewerbung weiter so läuft wie dieser Auftakt, stehen die Chancen gar nicht schlecht. Sonnig, sexy und umwerfend war die Performance. Am Ende fegte eine Tänzerin mit einer einzigen Handbewegung alle anderen aufs Pflaster. „Jetzt gibt es kein Zurück mehr“, sagte Thomas Harling, der Leiter des Projektteams.

Dass die neue Zentrale an der Bernwardstraße liegt, nahm er als gutes Omen: „Als Bischof Bernward hier das Sagen hatte, war Hildesheim eine sehr bedeutende Stadt.“ „Wir haben uns für diesen Standort entschieden, weil es zentraler kaum geht“, erklärte OB Meyer, während Lastwagen, Autos und Motorräder den Soundtrack lieferten. Die Fassade werde noch schöner werden, versprach er. Dafür werde die HAWK sorgen. Noch bis Mitte Juni läuft ein Gestaltungswettbewerb. Mareike Knobloch vom Projektteam kündigte an, im neuen Projektbüro plane man „unterschiedlichste Gesprächsformate“ für die Öffentlichkeit, „auch kleinere Kulturveranstaltungen können hier stattfinden“. Der Freundeskreis 2025 nutzte die Gelegenheit, eine rollbare Spendenbox zu enthüllen. 2025 „Komplizen“ sind das Ziel.

Text: Ralf Neite
Foto: Moras

Aarhus in Zahlen

3,3 Millionen Besucher bei Veranstaltungen zählte das dänische Aarhus, die europäische Kulturmetropole im Jahr 2017.

1965 neue Vollzeit-Arbeitsplätze wurden geschaffen.

159 Millionen Euro betrug der Umsatzzuwachs der Privatwirtschaft in der Region Zentral-Dänemark.

60 Prozent der Einwohner von Aarhus besuchten mindestens eine oder mehrere Veranstaltungen der Kulturhauptstadt.

14 mal waren Mitglieder des dänischen Königshauses im Verlauf des Jahres zu Besuch in Aarhus.