Zwei Attacken binnen weniger Tage

30-Jähriger hetzt Hund auf Hildesheimer Ordnungsdienst

Hildesheim - Weil ein Mann seinen Hund am Busbahnhof nicht angeleint hatte, wollten Mitarbeiter der Stadt Hildesheim den 30-Jährigen kontrollieren. Dann eskalierte die Situation.

Weil ein Mann seinen Hund am Hildesheimer Busbahnhof nicht angeleint hatte, wollten Ordnungsdienst-Mitarbeiter den Mann kontrollieren. Foto: Werner Kaiser (Archiv)

Hildesheim - Erneut sind Mitarbeiter des Hildesheimer Ordnungsdienstes Opfer einer tätlichen Attacke geworden. Als sie einen 30-jährigen Mann am Busbahnhof darauf hinwiesen, dass dieser seinen Hund anleinen müsse, eskalierte die Situation plötzlich. Der Mann versuchte zu flüchten und schlug dabei nach den Mitarbeitern – im Gemenge biss sein Hund zudem einen Mitarbeiter. Es ist bereits die zweite Attacke auf einen Angestellten des Hildesheimer Ordnungsamts in dieser Woche.

Versuchte Flucht auf Inlineskates

Es geschah gegen 14 Uhr am Hildesheimer Busbahnhof als das Team des Ordnungsamts auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs nach dem Rechten sah. Den Stadtmitarbeitern fiel ein 30-jähriger Mann auf Inlineskates auf, der einen Hund dabei hatte. Der Vierbeiner war allerdings nicht angeleint. Der Ordnungsamt-Trupp wies den Mann darauf hin, dass dieser seinen Hund an die Leine zu nehmen habe. Doch diese Anweisung passte dem 30-Jährigen offenbar überhaupt nicht. Auch, dass er seine Personalien angeben sollte, stieß ihm sauer auf.

Kurzerhand entschloss er sich, die Flucht auf seinen Rollschuhen zu ergreifen. Die sollte ihm aber nicht gelingen. Ein Mitarbeiter der Stadt hielt den Mann fest. Der 30-Jährige antwortete mit einem Schlag und hetzte seinen Hund auf ihn. Das Tier biss dem Bediensteten ins Bein. Weil der 30-Jährige weiterhin flüchten wollte, griff nun eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes zu und hielt ihn fest. Auch nach dieser schlug der Mann. Mit Hilfe einer weiteren Streife des Stadtordnungsdienstes, die unterdessen zur Hilfe gekommen war, konnte der Aufsässige überwältigt werden.

Hilfe von der Bundespolizei

Auch die Bundespolizei kam derweil mit zwei Hunden hinzu. Beim Versuch, den bissigen Vierbeiner des 30-Jährigen anzuleinen, riss sich der wütende Hund los und nahm einen Diensthund der Bundespolizei ins Visier. Den Angriff konnte ein Polizist allerdings verhindern. Dann konnten die Beamten zur eigentlichen Tat schreiten und die Personalien des Mannes feststellen. Sie erteilten dem 30-Jährigen einen Platzverweis und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung gegen den Mann ein. Ein Rettungswagen brachte den verletzten Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes in ein Krankenhaus.

Erst zu Beginn dieser Woche hatte ein 33-jähriger Maskenverweigerer eine 28-jährige Mitarbeiterin des Ordnungsdienstes gegen eine Straßenlaterne gestoßen und verletzt.

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