Urteil bestätigt

31-Jähriger muss nach Attacke auf Fan aus Giesen ins Gefängnis

Hildesheim/Calberlah - Für den Angriff auf einen Fan des VfL Stuttgarts aus Giesen muss ein 31-Jähriger aus Calberlah für dreieinhalb Jahre in Haft. Sein 23-jähriger Freund kam mit einer einjährigen Bewährungsstrafe davon.

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts Hildesheim nun bestätigt: Der 31-jährige Täter aus Calberlah muss ins Gefängnis. Foto: HAZ-Archiv

Hildesheim/Calberlah - Für den Angriff auf einen Fan des VfL Stuttgarts muss ein 31-Jähriger aus Calberlah für dreieinhalb Jahre in Haft. Sein 24-jähriger Freund kam mit einer einjährigen Bewährungsstrafe davon. Das urteilte die Strafkammer des Landgerichts Hildesheim im Februar 2019. Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil bestätigt. Das teilte das Landgericht Hildesheim am Mittwoch mit. Die Revision des Angeklagten ist somit abgewiesen.

Kopftritte wie gegen einen Fußball

Die Gewalttat ereignete sich am 3. Februar 2018 nach dem Bundesliga-Heimspiel des VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart (1:1). Nach dem Ausstieg aus einem Regionalzug von Wolfsburg nach Calberlah (Kreis Gifhorn) hatte der 31-Jährige einem 50 Jahre alten Stuttgart-Fan aus Giesen dessen Fan-Schal entrissen, ihn mit einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden gestreckt und zweimal wuchtig gegen den Kopf getreten. Nach Überzeugung der Richter nahm der Täter dabei tödliche Verletzungen seines Opfers billigend in Kauf. Das Oper erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht und musste operiert werden.

Ein zweiter 24 Jahre alter Angeklagter hatte dem 50-Jährigen zweimal in den Bauch getreten. Er hatte seine Verurteilung zu einem Jahr Haft auf Bewährung akzeptiert. Der 31-Jährige, der nach der Tat nicht in Untersuchungshaft gekommen war, muss seine Freiheitsstrafe nun verbüßen.

Nicht in Untersuchungshaft

Der 31-jährige Angeklagte befand sich nicht in Untersuchungshaft. Nach der Verwerfung seiner gegen das Urteil gerichteten Revision und der damit eingetretenen Rechtskraft der Entscheidung wird er die verhängte Freiheitsstrafe nun verbüßen müssen.

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