Coronavirus

35 neue Infektionen im Kreis Hildesheim – aber weniger Quarantäne

Kreis Hildesheim - Die Gesamtzahl der Infizierten hat ein neues Rekordhoch erreicht. Doch noch immer gibt es in vier Kommunen keine bekannten Corona-Fälle.

Am Donnerstag meldete das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim 35 neue positive Labortests. Foto: Hans Punz/dpa

Kreis Hildesheim - Im Landkreis Hildesheim gab es am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge mehr als 30 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Insgesamt 35 Fälle vermeldete das Gesundheitsamt am Mittag. Damit stieg die Zahl der aktuell infektiösen Einwohner des Landkreises deutlich von 119 auf den neuen Rekordwert von 148. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 38,8 (nach Rechnung des Landes). Trotz der höheren Infektionszahlen ging die Zahl der Menschen in Quarantäne erneut zurück.



Wie schon am Vortag war vom Anstieg der Corona-Fälle in erster Linie die Stadt Hildesheim betroffen. Das lag vor allem am Ausbruch in einem Altenheim im Stadtgebiet, bei dem sieben Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv getestet wurden. In der Folge stieg die Zahl der Infizierten im Alter von 80 Jahren und älter von fünf auf elf an. Insgesamt werden jetzt neun Betroffene im Krankenhaus behandelt, einer mehr als am Vortag. Weiterhin liegt ein Corona-Patient auf einer Intensivstation.

Rückgang im Südwesten

Die Zahl der Patienten stieg unter anderem durch den Altenheim-Fall im Postleitzahlen-Gebiet 31137 von 22 auf 36. Im Bereich 31135 verdoppelte sich die Zahl der Betroffenen von sechs auf zwölf, im Bereich 31134 stieg sie von 22 auf 26. Doch es gab auch eine gegenläufige Entwicklung: Im Postleitzahlen-Gebiet 31139 fiel die Zahl der Infizierten von 17 auf 13, im Bereich 31141 blieb es bei einem einzigen Fall.

Im Landkreis gab es Algermissen und Bad Salzdetfurth jeweils einen neuen Corona-Fall, in beiden Kommunen waren zuvor keine Infektionen bekannt. Anstiege gab es zudem in Alfeld (zwei auf drei), Bockenem (vier auf fünf), Giesen (elf auf zwölf), Harsum (zehn auf zwölf), Lamspringe (eins auf zwei) und Sarstedt (elf auf zwölf).

Glückliches Quartett

Unverändert sind die Zahlen in Elze, Leinebergland und Sibbesse (je ein Fall) sowie in Nordstemmen (fünf) und Söhlde (vier). Weiterhin keine bekannten Infektionsfälle gibt es in Diekholzen, Freden, Holle und Schellerten.



Die Zahl der Kreis-Bewohner in Quarantäne ist trotz gestiegener Fallzahlen erneut gesunken, von 825 auf 799. Das dürfte weiterhin damit zusammenhängen, dass größere Gruppen, die im Zuge von Infektionen in Schulen vor den Herbstferien in die häusliche Isolation geschickt worden sind, wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

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