Unfall mit Gefahrguttransporter

A2-Sperrung sorgt für Staus in Region Hildesheim

Peine - Die Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig ist nach einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter auch am Mittwoch weiterhin gesperrt. Das sorgt auch auf der A 7 und der A 39 für volle Straßen und Staus.

Bei einem Unfall mit vier Lastwagen, darunter einem Gefahrguttransporter, auf der Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig war am Dienstag ein gefährlicher Stoff ausgetreten. Nach Polizeiangaben wurden zwei Menschen schwer verletzt. Foto: Sina Schuldt/dpa

Peine - Nach einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter auf der Autobahn 2, bei dem Salpetersäure ausgetreten ist, bleibt die Strecke zwischen Peine und Braunschweig vorerst gesperrt.

Die Fahrbahn Richtung Berlin ist noch bis mindestens Donnerstagmorgen gesperrt. Die Sperrung könne aber auch noch länger dauern, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Fahrbahn in Richtung Hannover wurde am Mittwochnachmittag wieder freigegeben.

Stau in der Region

Da der Verkehr während der Sperrung über die Autobahn 7 und die Autobahn 39 ausweichen muss, gibt es auch hier zum Teil lange Staus. Auf der A 7 Richtung Kassel staut sich der Verkehr zwischen Hildesheim und Derneburg derzeit auf fünf Kilometern. Ebenfalls fünf Kilometer Stau gibt es auf der A 39 in Richtung Salzgitterdreieck und zwar zwischen Salzgitter-Lichtenberg und Baddeckenstedt. Auch auf der B 6 kam es rund um Derneburg zu Verkehrsbehinderungen.

Vier Lastwagen, darunter der Gefahrguttransporter, waren am Dienstagmorgen an dem Zusammenstoß in Richtung Berlin beteiligt. Vier Fahrer wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Verkehr staute sich kilometerweit. Dabei trug sich ein weiterer Unfall zu, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Ein beteiligter Lkw kippte dabei um und beschädigte die Fahrbahn laut Polizeiangaben so schwer, dass sie neu asphaltiert werden müsse. Die Reparaturen an der Fahrbahn werden voraussichtlich ebenfalls bis zum Nachmittag dauern.

36 Menschen dekontaminiert

Insgesamt 36 Menschen, darunter Polizisten, Feuerwehrleute, Lkw-Fahrer und Pressevertreter mussten dekontaminiert und in Krankenhäuser gebracht werden. Einer der Lastwagen geriet in Brand, die Feuerwehr löschte das Feuer. Durch die austretende Salpetersäure bildeten sich Dämpfe. Für die umliegenden Gemeinden bestand keine Gefahr.

Salpetersäure (HNO3) ist eine farblose, stark riechende Flüssigkeit und wirkt stark ätzend. Bei Hautkontakt können schwer heilende Wunden entstehen. Mit anderen Stoffen kann Salpetersäure heftige Reaktionen auslösen. Bei Berührung mit brennbaren Stoffen besteht Feuergefahr.

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