Hildesheimerin übt Kritik

Ärztekammerpräsidentin fordert mehr Tempo beim Impfen

Oldenburg/Hildesheim - Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker fordert weniger Bürokratie beim Impfen. Die Ärzte würden immer wieder ausgebremst, moniert die Hildesheimerin.

Die Hildesheimerin Martina Wenker ist Präsidentin der Niedersächsischen Ärztekammer und fordert mehr Tempo beim Impfen. Foto: Clemens Heidrich (Archiv)

Oldenburg/Hildesheim - Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker fordert weniger Bürokratie beim Impfen. „Es mangelt nicht am Impfstoff“, sagte die Hildesheimerin Wenker der in Oldenburg erscheinenden „Nordwest-Zeitung“. Es hake bei der Terminvergabe und der Reihenfolge der Priorisierungen.



Alle, die impfen könnten, müssten auch impfen. Damit seien die Impfzentren, die Impfteams sowie die Haus- und Betriebsärzte gemeint. Jeder verfügbare Impfstoff müsse verteilt werden: „Wir brauchen jetzt keine Modellprojekte mehr, in denen wir noch impfen üben müssen.“

Termin-Management sei zu kompliziert

Wenn Impfstoff übrig sei, sollte man unkompliziert zu den Priorisierungsgruppen zwei oder drei gehen können, forderte Wenker. Die Ärzte würden immer wieder ausgebremst. Das Termin-Management sei zu kompliziert, sagte sie mit Blick darauf, dass ab Ende März auch in Hausarztpraxen geimpft werden solle.

Die Organisation der Impftermine solle dezentral erfolgen. „Wer sich impfen lassen möchte, kann eine Termin bei seinem Haus- oder Betriebsarzt vereinbaren. Schulen sollten unkompliziert ein Impfteam bestellen können.“

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