Randale nach Sturz in der Schuhstraße

Alkoholisierter Mann hält Hildesheimer Einsatzkräfte in Atem – Polizistin bricht sich den Finger

Hildesheim - Ein 51-Jähriger hatte viel Alkohol im Blut, stürzte in der Schuhstraße und zog sich eine Platzwunde zu. Den Rettungskräften, die ihm helfen wollten, leistete er massiv Widerstand.

Ein 51-Jähriger, betrunkener Mann, dem Rettungs- und Polizeikräfte nach einem Sturz helfen wollten, randalierte so heftig, dass sich eine Polizistin den Finger brach. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Wie die Polizei erst am Montag mitteilte, gab es am Sonnabend einen Vorfall, bei dem ein stark alkoholisierter Mann Rettungsdienst, Polizei und Krankenhauspersonal in Atem gehalten hat. Er widersetzte sich massiv den Versuchen, ihm zu helfen. Eine Polizistin erlitt bei der Aktion einen Fingerbruch.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge, stürzte der Mann, bei dem später eine Atemalkoholkonzentration von über drei Promille festgestellt wurde, in der Schuhstraße und zog sich dabei eine blutende Kopfplatzwunde zu. Einer deshalb eingesetzten Rettungswagenbesatzung gegenüber zeigte sich der 51-jährige derart unkooperativ und aggressiv, dass die wiederum die Polizei hinzuziehen musste.

Schläge und Beleidigungen

Sein aggressives Verhalten, das durch Beleidigungen ergänzt wurde, setzte der Mann auch gegenüber der eingesetzten Streifenbesatzung fort. Alle Versuche, deeskalierend auf ihn einzuwirken, seien fehlgeschlagen. Eine dringend notwendige medizinische Behandlung lehnte der Mann ab und versuchte, sich zu Fuß zu entfernen. Wozu er aber wegen seines Zustands nicht mehr in der Lage war.

Den anschließenden Transport in ein Krankenhaus versuchte der Mann zu verhindern, indem er unkontrolliert um sich schlug, weshalb ihm vorübergehend Handschellen angelegt wurden. Auch im Krankenhaus setzte er seine Schimpftiraden fort und beleidigte dabei lautstark das Klinikpersonal, den Rettungsdienst und die Polizei. Der Mann wollte das Krankenhaus wieder verlassen, was die Einsatzkräfte versuchten, zu verhindern. Der 51-Jährige leistete heftigen Widerstand und schlug und trat um sich – wobei eine Polizeibeamtin an der Hand verletzt wurde – am Folgetag wurde eine Fingerfraktur diagnostiziert.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Am Ende, so lautet der Bericht der Polizei, sei es gelungen, den Mann mit vereinten Kräften zu fixieren.

„Ein solches Verhalten gegenüber Polizeikräften, Rettungsdienstmitarbeitern und Krankenhauspersonal ist aus Sicht der Polizei nicht hinnehmbar und wird durch uns auf das Schärfste verurteilt“, sagte Jan Makowski, Sprecher der Polizei Hildesheim, zu dem Vorfall. Gegen den Verursacher wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gleichgestellte Personen sowie wegen Beleidigung eingeleitet.

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