Betrugsmasche

Angebliche Interpol-Mitarbeiter wollen Daten von Hildesheimerin stehlen

Hildesheim - Eine Frau aus Hildesheim ist ins Visier von Telefonbetrügern geraten – doch sie tat laut Polizei das „einzig richtige“ und konnte so Schlimmeres verhindern.

Angeblich von Interpol oder Europol, doch in Wahrheit Betrüger: Vorsicht bei Anrufen, die angeblich von diesen Organisationen stammen. Foto: Marc Müller/dpa

Hildesheim - Achtung vor falschen Interpol- und Europol-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern – die Polizei warnt ausdrücklich vor Anrufen, die angeblich von diesen Organisationen stammen, doch bei denen in Wahrheit Betrüger sensible Daten entlocken wollen.

Am Dienstagnachmittag erhielt eine Frau aus Hildesheim einen solchen Anruf. Auf dem Display wurde eine Berliner Nummer angezeigt. Als die Frau abnahm, hörte sie eine Bandansage auf englisch: Angeblich seien ihre Passdaten für kriminelle Tätigkeiten genutzt worden. Um weitere Infos zu erhalten, sollte sie die Taste 1 auf ihrem Telefon drücken. Dies tat sie – und wurde mit einer weiblichen Person verbunden, die ebenfalls Englisch sprach und angab, von Interpol zu sein. Mit den Passdaten der Angerufenen seien verschiedene Konten eröffnet worden, berichtete die vermeintliche Polizistin. Im Verlauf des Gespräches fragte die Unbekannte nach den Kontodaten der Frau.

Hildesheimerin wird misstrauisch

Die Hildesheimerin wurde allerdings misstrauisch und gab die Daten nicht heraus. Daraufhin hieß es, es werde ein weiterer Interpol-Anruf folgen und das Telefonat wurde beendet. Und tatsächlich: Kurze Zeit später rief ein Mann unter einer Nummer aus den Niederlanden an. Auch er sprach englisch. Diesmal legte die Frau allerdings sofort auf. Sie tat damit „das einzig richtige“; heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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