In der Nordstadt

Angriff auf Hildesheimer Moschee: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Hildesheim - Nach einem Angriff auf die Hildesheimer Selimiye-Moschee hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Den entscheidenden Tipp gab ein Zeuge.

In der Selimiye-Moschee im Bischofskamp hat ein Steinewerfer ein Fenster des Gebetsraums eingeworfen. Dabei wurde er allerdings gefilmt. Foto: Julia Moras (Archiv)

Hildesheim - Nur wenige Tage nach dem Angriff auf die Selimiye-Moschee in der Nordstadt hat die Polizei einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 22 Jahre alten Hildesheimer.

Der Vorfall ereignete sich am späten Sonnabend: Auf den Bändern einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie sich eine Gestalt auf den Hof der Moschee im Bischofskamp schleicht und dann gezielt ein Fenster des Gebetsraums einschmeißt. Das 4. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Hildesheim – der Staatsschutz – übernahm sofort nach Bekanntwerden des Falls die Ermittlungen, zudem wurde die Polizeipräsenz an der Moschee erhöht.

Zeuge erkennt 22-Jährigen auf Video

Bei der Aufklärung der Tat kam der Polizei der Zufall zu Hilfe: Ein Zeuge erkannte auf den Video-Bändern den mutmaßlichen Täter. Der 22-jährige Beschuldigte wurde von der Polizei vernommen, hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft den Vorwurf bislang aber nicht eingeräumt, so die Pressesprecherin, die Erste Staatsanwältin Christina Wotschke.

Es gebe zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine rechtspolitisch motivierte Tat, so Wotschke weiter. Auch scheint der Steinewerfer nach jetzigem Stand als Einzeltäter gehandelt zu haben. Die Ermittlungen dauern an. Nach der Vernehmung wurde der Hildesheimer wieder entlassen. Der Einwurf der Fensterscheibe gilt juristisch als Sachbeschädigung.

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