Angebote noch nicht bekannt genug

Anlaufschwierigkeiten beim Corona-Einkaufs-Service

Hildesheim - Beim Einkaufsservice von Fridays-for-Future für Corona-Risikogruppen sind die ersten Aufträge eingegangen. Doch es gibt Anlaufprobleme – auch bei anderen Anbietern.

Fridays for Future, die Junge Union und andere bieten Menschen, die besonders durch das Coronavirus gefährdet sind, einen Einkaufsservice an. Foto: dpa

Hildesheim - Bei Fridays for Future haben sich die ersten Bürger gemeldet, die den Einkaufs- und Lieferservice der Klimaschutz-Bewegung nutzen wollen. Diese bietet älteren Menschen und anderen Hildesheimern, die durch eine Corona-Infektion besonders gefährdet wären, seit dem Wochenende an, für sie einzukaufen.

Bis Montagnachmittag waren vier Anfragen eingegangen, berichtet Pia Bötjer. Sie zählt zu den insgesamt zehn Schülern, die sich bereiterklärt haben, die Waren mit einem Lastenrad aus dem Fundus vom Hildesheimer Verleih „Hilde“ zuzustellen. Und es gebe noch viel mehr, die helfen wollen, sagt Bötjer.

Fridays for Future setzt auf Aushänge in Kirchengemeinden

Doch derzeit seien gar keine weiteren Unterstützer nötig – dafür sei die Zahl der Aufträge einfach zu gering. Denn aus der Zielgruppe wüssten wohl noch zu wenig Menschen von dem Angebot, meint Bötjer. Und so wollen die Fridays-for-Future-Aktivisten, die bisher über das Internet und Medien auf ihr Angebot hingewiesen haben, dafür ab sofort auch über Aushänge in Kirchengemeinden werben. Außerdem habe man den Beamten-Wohnungsverein gebeten, auf den Service in den Häusern des Unternehmens aufmerksam machen zu dürfen. Zu erreichen ist der Service per Mail an FFFLieferservice@gmail.com oder unter 01 51 / 54 75 03 97 (zwischen 10 und 18 Uhr),

Mit dem gleichen Problem kämpft die Junge Union (JU). Sie bietet unter dem Titel „Einkaufshelden“ ebenfalls einen Einkaufsservice an; nach Angaben des JU-Bundesvorsitzenden Tilman Kuban hatten sich bis Montagvormittag bei der bundesweiten Aktion bereits 3500 freiwillige Lieferanten registrieren lassen. Dem stehen allerdings nur rund 50 Bürger gegenüber, die sich auf dem dafür vorgesehene Internetportal als Nutzer angemeldet haben.

Junge Union will die älteren CDU-Mitglieder anschreiben

Die JU-Kreisverbände sollen daher in ihren Hinweisen auf das Angebot neben Kontakt-Möglichkeiten über das Internet auch Telefonnummern angeben, erklärt Kuban. In Hildesheim ist das 0151/50255131; die Nummer gehört dem stellvertretenden JU-Kreisvorsitzenden Christopher Tatge. Aufträge sind auch per Mail an info@ju-hildesheim.demöglich. Zudem werde demnächst ein gemeinsamer Brief der jeweiligen Kreis-Vorsitzenden der JU und der Senioren-Union ein Brief an die älteren CDU-Mitglieder herausgehen, kündigt Kuban an.

Neben Fridays for Future und der JU haben auch andere Gruppen und sogar ein Café gegenüber de HAZ angekündigt, Einkaufshilfe einzurichten.

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