Polizeibericht

Anrufer täuschen Notlagen vor: Mehrere Fälle in Algermissen und Sarstedt

Algermissen / Sarstedt - Die Polizei berichtet von mehreren Fällen, in denen unbekannte Täter jeweils Einwohner in Algermissen und Sarstedt anriefen und ihnen vortäuschten, ein Angehöriger sei in Not und brauche Geld.

Das Polizeikommissariat ermittelt wegen mehrerer Fälle von betrügerischen Anrufen. Foto: Chris Gossmann

Algermissen / Sarstedt - Die Polizei berichtet von mehreren Fällen, in denen unbekannte Anrufer älteren Menschen in Algermissen und Sarstedt am Telefon vortäuschten, ein Angehöriger von ihnen sei angeblich in eine Notlage verwickelt. Die Angerufenen taten jeweils das einzig Richtige: Sie legten auf und informierten die Polizei.

„Sohn mit Corona im Krankenhaus“

Fall eins: In Algermissen wurde am Donnerstagmorgen eine 74-jährige Frau angerufen. Es hieß, ihr Sohn liege mit einer Corona-Infektion auf der Intensivstation der MHH in Hannover und brauche dringend ein Medikament, das die Krankenkasse nicht zahle. Die Frau erkannte den versuchten Betrug und meldete den Anruf der Polizei.

„Schwiegersohn droht Verhaftung“

Fall zwei: In den Mittagsstunden wurde ebenfalls am Donnerstag ein 64-jähriger Mann in Algermissen angerufen. Eine Stimme behauptete, dass der Schwiegersohn bei einem Verkehrsunfall jemanden getötet habe und 30 000 Euro Kaution brauche, um einer Verhaftung zu entgehen. Auch in diesem Fall erkannte der Mann den versuchten Betrug und beendete das Gespräch.

„Sohn bei Unfall schwer verletzt“

Fall drei: Am Donnerstagnachmittag wurde eine 85-jährige Frau in Sarstedt angerufen. Der Täter, angeblich ein Polizist aus Stuttgart, erzählte, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall gehabt habe. Auf Nachfrage der 85-Jährigen, um wen es sich dabei handeln soll, wurde ein falscher Vorname mitgeteilt. Die Frau legte ebenfalls auf.

Die Polizei lobt in einer Pressemitteilung das besonnene Verhalten der Angerufenen und bittet alle, bei ähnlichen Anrufen die Polizei zu informieren und auf gar keinen Fall Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben.

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