Hotline wird überlastet sein

Ansturm auf Corona-Impftermine erwartet: Warteliste in Hildesheim

Hildesheim/Hannover - In Hildesheim heißt es warten. In Niedersachsen werden am Donnerstag um 8 Uhr die Telefone und Online-Formulare zur Impftermin-Vergabe freigeschaltet.

Ab 8 Uhr können die über 80-Jährigen in Niedersachsen bei der Hotline anrufen. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim/Hannover - Für Hunderttausende Senioren beginnt am Donnerstagmorgen die Vergabe von Terminen für die Corona-Impfungen in Niedersachsen. Anmelden können sich von 8.00 Uhr an alle Frauen und Männer über 80 Jahre, die zu Hause leben. Sie können per Telefon unter 0800 9988665 oder online auf www.impfportal-niedersachsen.de einen Termin beantragen. Die Landesregierung rechnet allerdings mit einer enormen Anfrage, sodass es zu Wartezeiten und technischen Problemen kommen könnte. Insgesamt leben in Niedersachsen rund 550 000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind.

Warteliste

In Hildesheim landen die Anrufer allerdings erst einmal auf einer Warteliste. Impftermine werden hier noch nicht vergeben.

Der Dienstleister Majorel, der die Hotline betreibt, hat seine Mitarbeiterzahl bereits aufgestockt - von rund 70 im Dezember auf rund 130 in der vergangenen Woche. In den kommenden Wochen soll die Zahl weiter auf 250 bis 280 Mitarbeiter steigen. Laut Majorel könnten mit 250 Mitarbeitern rund 25 000 Anrufe täglich bearbeitet werden.

Bei den Anrufern, die zunächst nur auf die Warteliste kommen, hat die Landesregierung schon im Vorfeld der Terminvergabe um Verständnis gebeten. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Hotline dem Ansturm am Anfang nicht gewachsen sein wird“, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, vor wenigen Tagen.

Impfstoff ist knapp

Außerdem können noch nicht alle Impfzentren sofort Termine anbieten, weil der Impfstoff knapp ist. In einem Schritt sind lediglich bis zu 30 der 50 Impfzentren dabei. Vergeben werden können maximal rund

15 000 Termine. „Solange Niedersachsen nicht regelmäßig deutlich mehr Impfstoff erhält, wird es leider nicht möglich sein, die Zahl der Termine schon kurzfristig deutlich zu erhöhen“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Sie rief zudem alle, die noch nicht impfberechtigt sind, auf, die Hotline freizuhalten.

Name, Adresse, Geburtsdatum

Egal, ob online oder am Telefon, müssen die Impfwilligen ihren Namen, ihre Adresse und ihr Geburtsdatum angeben. Danach wird der bevorzugte Kontaktweg für die Terminbestätigung abgefragt - möglich sind E-Mail, Brief und Handynummer. Die Terminbestätigung muss später mit zum Impftermin genommen werden.

Impfberechtigte, die nicht über 80 Jahre alt sind, können von kommender Woche an ihren Termin anfragen. Das gilt insbesondere für die Beschäftigten von ambulanten Pflegediensten.

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