Sturm

Folgen des Sturms: ICE hält bis in die Nacht nicht in Hildesheim

Hildesheim - Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr am Vormittag für zahlreiche Verbindungen eingestellt. Betroffen ist auch Hildesheim. Die Strecke bleibt voraussichtlich den gesamten Montag gesperrt.

Vorsicht in der Region Hildesheim: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen. Foto: dpa

Hildesheim - Sturmtief Mortimer fegt am Montag über Niedersachsen hinweg – und sorgt gleich für Behinderungen im Bahnverkehr. Am Montagmorgen war in Hildesheim und der Region Vorsicht geboten: Es war sehr windig. Die Gefahr, dass Äste oder andere Gegenstände von oben herabstürzen, war an diesem Morgen besonders hoch. Das teilten die Hildesheimer Polizei und die Feuerwehr mit.

Wetterdienst warnt

Der Deutsche Wetterdienst warnte: „Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 80 km/h aus nordwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen um 95 km/h gerechnet werden.“ Der Vorhersage zufolge sollen sich die stärksten Böen von «Mortimer» über den Norden in den Nordosten und Osten Deutschlands verlagern, wo sie bis zum Nachmittag anhalten sollen. Im Norden und Nordosten besteht demnach Unwettergefahr durch einzelne orkanartige Böen.

Dicker Ast stürzt auf Bundesstraße

Am frühen Montagmorgen ist ein schwerer Ast auf die Fahrbahn der Bundesstraße 494 in Hildesheim gestürzt. Feuerwehr und Polizei sind auf Höhe der Autobahnmeisterei im Einsatz. Ein Polizeisprecher teilt auf Anfrage mit, dass auch Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen sollen.

ICE-Strecke gesperrt

Die Deutsche Bahn hat ihren Fernverkehr in Norddeutschland zwar weitestgehend wieder hergestellt – in Hildesheim hält der ICE in Richtung Frankfurt aber bis in die Nacht hinein nicht. Ersatzhaltestellen wurden in Wolfsburg und Hannover Messe/Laatzen eingerichtet.

Dort war ein ICE gegen einen auf die Gleise gestürzten Baum gefahren. Der Lokführer sei dabei leicht verletzt worden, sagte ein Bahnsprecher. Die etwa 250 Passagiere im Zug kamen mit dem Schrecken davon, wie die „Wolfsburger Nachrichten“ berichteten. Busse sollten sie abholen. Bei dem Unfall in Sülfeld wurde die Oberleitung nach Angaben der Bahn auf einer Länge von mehreren Hundert Metern beschädigt, die Scheibe des Führerhauses zersplitterte.

Betroffen von der Sperrung waren die Strecken Hamburg - Berlin, Hamburg - Hannover, Bremen - Hannover, Hannover - Göttingen, Hannover - Wolfsburg und die Strecke Wolfsburg - Braunschweig - Hildesheim - Göttingen, wie die Deutsche Bahn via Twitter mitteilte. „Züge des Fernverkehrs werden zurückgehalten“, hieß es. Im Regionalverkehr gab es keine größeren Behinderungen.

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