Wie viele Verstöße?

Nächtliche Ausgangssperre: Hildesheimer Polizei zieht Bilanz

Kreis Hildesheim - Die nächtliche Ausgangssperre ist in Stadt und Landkreis wieder aufgehoben. Die Polizei war für die Kontrolle der Maßnahme zuständig. Jetzt hat sie ihre Einsätze bilanziert.

Die Polizei hat in der Zeit, in der die Notbremse in Stadt und Landkreis Hildesheim galt, regelmäßige Kontrollen der Ausgangssperre vorgenommen. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Kreis Hildesheim - Neun Tage lang galt in Stadt und Landkreis Hildesheim die Bundesnotbremse. Mit einer entsprechenden Allgemeinverfügung hatte der Landkreis Hildesheim die Region ab dem 30. April zur Hochinzidenzkommune erklärt. Für die Bürgerinnen und Bürger kam es damit zu einer Verschärfung der Einschränkungen – und erstmals zur nächtlichen Ausgangssperre. Die wurde am Sonntag inzwischen wieder aufgehoben.

Tägliche Kontrollen

Die Einhaltung der Ausgangssperre wurde in die tägliche Kontrolltätigkeit der Polizeiinspektion Hildesheim einbezogen. In den Nächten wurden über die Einsatz- und Streifendienste der Dienststellen hinaus weitere Kräfte der hiesigen Inspektion eingesetzt. Rückblickend auf die Einsätze in den vergangenen neun Tagen stellt die Polizei fest, dass sich der überwiegende Anteil der Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis an die nächtliche Ausgangssperre gehalten hat.



Nichtsdestotrotz wurden jedoch auch Personen im Rahmen der Überwachung angetroffen, die sich ohne berechtigen Anlass im öffentlichen Raum aufhielten. So leitete die Polizei gegen 61 Personen entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Allein 39 von ihnen wurden im Stadtgebiet Hildesheim festgestellt.

Polizei ist zufrieden

Inspektionsleiter Michael Weiner äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Die Ausgangssperre war eine wesentliche Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie. Wohlwissend, dass den Bürgerinnen und Bürgern in Bezug auf ihre Freiheitsrechte viel abverlangt wird, ist es anerkennenswert, dass sich die Menschen in unserem Landkreis an die nächtlichen Beschränkungen gehalten haben. So lange die Pandemie andauert, so lange wird auch die Polizei in der Pflicht sein, die jeweils gültigen Bestimmungen zu überwachen und Verstöße gegebenenfalls zu ahnden. Ungeachtet dessen setzen wir auch zukünftig auf Dialog und Vertrauen, Repression ist das letzte Mittel.“

  • Hildesheim
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel