Burgstemmer „verhalten optimistisch“

B 1: Komplizierte Arbeiten verzögern Brückenbau in Burgstemmen

Burgstemmen - Das Land geht davon aus, den Bau der Leineflutbrücke trotz Problemen planmäßig abzuschließen. Anwohner sind eher skeptisch. Wie läuft der Verkehr auf den Umleitungen?

Hier ist auch in den kommenden Monaten kein Durchkommen. Wer Richtung Elze will, muss Umwege fahren. Foto: Alexander Raths

Burgstemmen - Der Neubau der Leineflutbrücke in Burgstemmen gestaltet sich schwierig, berichtet die Landesbehörde für Straßenbau auf Nachfrage. Der Abbruch des Fundaments der alten Brücke und der Neubau sind komplizierter als gedacht, so ein Sprecher mit Blick auf das 1,4- Millionen-Euro-Projekt. Der Unterbau sei in einem Zustand, der einen aufwändige Abriss erfordere. „Im Moment gehe ich aber davon aus, dass dies zu keiner größeren Verzögerung der Fertigstellung führt.“ Geplant ist eine 37 Meter lange und 9,80 Meter breite Stahlkonstruktion.

Die Fertigstellung ist bislang für Juni anvisiert. In Burgstemmen sind die Menschen froh, dass derzeit keine „Lkw-Karawanen“ durch den Ort fahren, beschreibt die Burgstemmer Ortsbürgermeisterin Heike Gesemann die Stimmung. Diese Ruhe sind die Burgstemmer nicht gewohnt. Normalerweise sind dort laut Statistik täglich 8600 Fahrzeuge unterwegs, davon 700 Lastwagen.

„Lassen uns gerne positiv überraschen“

Und ob die Leinebrücke tatsächlich im Frühsommer fertig wird? Auf diese Frage reagiert Gesemann vorsichtig. „Wir sind eher verhalten optimistisch, lassen uns aber gerne positiv überraschen.“ Die Ortsbürgermeisterin hofft, dass der Schwerlastverkehr eher auf den Autobahnen bleibt.

Mit mehr Verkehr müssen unterdessen hunderte Anwohner in anderen Orten im Umkreis der Flutbrücke leben – dort, wo Ausweichrouten verlaufen. Etwa im Raum Gronau und auch auf der B 3. „In Wülfingen sind die Leute arg gekniffen“, schildert Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin die Situation. Für Entlastung sorge aber, dass die Rübentransporte nicht mehr durch die Region unterwegs seien. Allgemein beschreibt Pallentin die Lage als „kontrolliertes Chaos“.

Wo sich der Verkehr in der Region staut

Die Polizei berichtet von starkem Verkehr auf den Umleitungsstrecken, auf den sich Autofahrer einstellen sollten: so etwa auf der K 505 vom Kreuz Adensen Richtung Nordstemmen. Auch in Nordstemmen sind am ersten Kreisel unterhalb des Marienbergs und weiter über die Straße An der Zuckerfabrik sowie die L 460 Richtung Zufahrt auf die B1 bei Emmerke nun deutlich mehr Fahrzeuge unterwegs. Ein weiteres „Nadelöhr“ sei in Nordstemmen der Kreisel Rathausstraße.

Einen weiteren Engpass gibt es in der Heyersumer Senke, wo nicht nur der Durchgangsverkehr auf der B 1 rollt, sondern auch Fahrzeuge aus Heyersum und Betheln zusammentreffen, um weiter über die Bundesstraße in Richtung Hildesheim zu fahren.

ara

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