Sieben Verletzte bei Unfall auf der B3 bei Banteln

Banteln - Sieben Menschen sind bei einem Unfall auf der B3 teils schwer verletzt worden. Ein Lastwagen war aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr gefahren und hatte vier Autos gerammt.

Foto: Jan Linkersdörfer

Banteln - Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 3 sind am Montagnachmittag sieben Menschen teils schwer verletzt worden. Ein Lastwagen und vier andere Fahrzeuge waren involviert, die B 3 musste mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Lastwagen fährt in Gegenverkehr

Unfallverursacher war nach Angaben der Polizei ein 66-jähriger Lastwagenfahrer aus Cottbus. Der Mann war gegen 15.30 Uhr mit seinem Schwertransporter samt Auflieger auf der B 3 aus Richtung Elze kommend unterwegs. Rund 500 Meter hinter Banteln schlingerte sein Lastwagen plötzlich in den Gegenverkehr, rammte vier Autos, fuhr über den Straßengraben und kam schließlich auf dem Acker zum Stehen. Der Fahrer des Lastwagens war schwer verletzt, wurde von Ersthelfern und Polizisten reanimiert. Anschließend übernahm der eingetroffene Notarzt die Behandlung des Mannes, der letztlich mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste.

Warum der Fahrer des Lastwagens offenbar die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte, ist unklar. „Er konnte noch nicht vernommen werden, unsere Ermittlungen dauern an“, erklärte eine Sprecherin der Polizei Alfeld. In den vom Lastwagen gerammten Fahrzeugen wurden sechs Menschen verletzt, zwei Personen aus dem Landkreis Hildesheim erlitten ebenfalls schwere Verletzungen, vier wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei stammen diese Verletzten aus der Region Hannover und aus Schleswig-Holstein.

Drei Feuerwehren im Einsatz

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Banteln, Eime und Gronau. Die waren auch angefordert worden, weil es zunächst hieß, dass eine Person in einem Wagen eingeklemmt war. Doch Einsatzleiter Julian Brinkmann, Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Banteln, und seine Kollegen konnten schnell feststellen, dass alle Verletzten bereits aus ihren Wagen geholt und erstversorgt wurden. Von der Feuerwehr waren insgesamt 38 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen an der Unfallstelle. Außerdem waren fünf Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und der Rettungshubschrauber Christop 4 am Einsatzort. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Göttingen, Hildesheim, Alfeld und Gronau gebracht.

An den Unfallfahrzeugen entstand Totalschaden. Die Wagen mussten allesamt abgeschleppt werden. Deshalb dauerten die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle auch bis in die Abendstunden an. So lange musste auch die B3 in beide Fahrtrichtungen gesperrt bleiben. Die Folge waren lange Staus – nicht nur auf der Bundesstraße selbst. Auch auf den Nebenstrecken staute sich der Verkehr. In Gronau standen die Wagen bis an den Kreisel heran

Mehrere Feuerwehren im EinsatzStau bis nach Gronau

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