Nach Großbrand in Barfelder Scheune

Barfelde: Trennschleifer hat Feuer im Rinderstall ausgelöst

Barfelde - Nach dem Großbrand Anfang Februar in einer Barfelder Scheune steht die Ursache fest. Staatsanwaltschaft prüft derzeit Anzeige der Tierrechtsorganisation Peta.

Bei dem Feuer sind Anfang Februar 17 Rinder in der Scheune verbrannt. Foto: Geoffrey May

Barfelde - Ursache für den verheerenden Brand in einer Scheune in Barfelde, bei dem am 6. Februar 17 Rinder ums Leben kamen, ist ein technischer Defekt gewesen. Als Auslöser gehen die Brandermittler der Polizei von einem Kurzschluss in einem elektrischen Trennschleifer aus, der am Stromnetz angeschlossen war. Das hat Jan Makowski, Sprecher der Polizei Hildesheim, mitgeteilt.

Gerät am Stromnetz

Der Trennschleifer war in einem Unterstand für landwirtschaftliche Geräte gelagert. Dieser Unterstand grenzte direkt an die betroffene Fachwerkscheune. Für die Brandermittler hatte sich schnell herausgestellt, dass dort das Feuer ausgebrochen war. Ein technischer Defekt in den landwirtschaftlichen Geräten oder in den Maschinen hatten die Beamten ausgeschlossen – ebenso Brandstiftung. Die Polizei schätzt den Sachschaden des Scheunenbrandes auf rund eine Million Euro.

Der Großbrand mit den 17 verendeten Rindern beschäftigt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft Hildesheim. Dort liegt eine Anzeige der Tierrechtsorganisation Peta auf dem Tisch. Sie richtet sich gegen unbekannt – wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Staatsanwaltschaft prüft Fall

„Wir prüfen derzeit noch den Fall“, bestätigt Christina Pannek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Sollte sich ein Anfangsverdacht bestätigen, dann werden Ermittlungen aufgenommen. Wie berichtet, hatte Peta nach dem Barfelder Brand in einer Pressemitteilung angekündigt, gegen „die Verantwortlichen“ vorgehen zu wollen. Die Aktivisten unterstellen in ihrer Mitteilung dabei indirekt, dass die Rinder hätten gerettet werden können, wenn der Brandschutz in der Scheune besser gewesen wäre.

 

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