Enkeltrick

Betrug am Telefon: Unbekannte Anrufer wollen Geld

Kreis Hildesheim - Unbekannte haben versucht, Geld von älteren Menschen aus Bockenem und Alfeld zu bekommen, indem sie sich am Telefon als Verwandte ausgaben.

Enkeltrick heißt die Betrugsmasche, bei der sich Anrufer gegenüber älteren Menschen als Verwandte ausgeben und Geld verlangen. Foto: Christian Gossmann (Symbolbild)

Kreis Hildesheim - Vier ältere Menschen aus Alfeld und Bockenem erhielten am Donnerstag, 23. April, Anrufe von Betrügern.

Die Anrufer versuchten drei ältere Frauen aus Alfeld mit dem sogenannten Enkeltrick um ihr Erspartes zu bringen. In Bockenem versuchte ein unbekannter Täter bei einer 73-Jährigen Auskünfte zu ihren wirtschaftlichen Verhältnissen zu erlangen. In keinem der Fälle hatten die unbekannten Anrufer Erfolg.

Bankmitarbeiter schützen Alfelderin

Gegen 12:30 Uhr rief eine männliche Person bei einer 91-jährigen Alfelderin an und gab sich als ihr Sohn aus. Der Mann gab vor, einen Unfallschaden regulieren zu müssen und verlangte dafür einen unteren, fünfstelligen Geldbetrag. Als die Frau nach dem Telefonat ihren Sohn anrief, stellte sich heraus, dass dieser in keinen Unfall verwickelt war.

Ein weiterer Fall ereignete sich gegen 14:45 Uhr ebenfalls in Alfeld. Eine 81-jährige wurde von ihrem angeblichen Enkel angerufen. Der Anrufer gab vor, nach einem Verkehrsunfall einen unteren, fünfstelligen Geldbetrag zur Begleichung des Schadens zu benötigen. Im Glauben darüber, ihrem Angehörigen zu helfen, begab sich die Frau zu ihrer Bank und wollte das Geld besorgen. Aber aufmerksame Bankmitarbeiter erkannten den Betrugsversuch und informierten die Polizei.

Falsche Nichte erhält Abfuhr am Telefon

Gegen 15:45 Uhr versuchte sich eine unbekannte Frau bei einer 82-Jährigen aus Alfeld als Nichte auszugeben. Unter dem Hinweis, einen finanziellen Engpass zu haben, erbat sie einen unteren, fünfstelligen Geldbetrag. Die Seniorin erkannte den Betrugsversuch und beendete das Gespräch.

In Bockenem meldete sich gegen 13:30 Uhr eine männliche Person telefonisch bei einer 73-jährigen Frau. Ohne sich zuvor als Bekannter, Verwandter oder Polizeibeamter auszugeben, begann der Mann, Fragen zu Bargeld und Ersparnissen zu stellen. Die Angerufene legte auf – laut Polizei hat sie sich damit richtig verhalten.

Polizei rät, misstrauisch zu sein

Wenn sich jemand am Telefon nicht mit Namen meldet und der Angerufene raten soll, wer in der Leitung ist, ist Misstrauen laut Polizei die richtige Reaktion. Wenn sich eine Person am Telefon als Verwandter ausgibt und Forderungen stellt, sollte man unbedingt überprüfen, ob wirklich ein Familienverhältnis besteht. Der Angerufene kann die jeweilige Person zum Beispiel unter einer bekannten Nummer zurückrufen und sich den Sachverhalt bestätigen lassen.

Im Zweifel einfach auflegen

Die Polizei rät dazu, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Bei merkwürdigen Anrufen ist es laut Polizei besser, aufzulegen. Wertgegenstände oder Geld sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden.

Wer unsicher ist, bekommt bei der örtlichen Polizeidienststelle Hilfe. Sie ist unter der Nummer 110 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es im Internet.

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