Polizeibericht

Betrugsversuche: Anrufe von angeblichem Finanzministerium häufen sich in Alfeld und Umgebung

Alfeld - Wenn das Finanzministerium anruft und Geld über eine Geschenkkarte fordert, ist Vorsicht geboten. Dann steckt etwas anderes dahinter – wie bei einem aktuellen Fall in Alfeld.

Die Polizei ermittelt wegen betrügerischer Anrufe. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Alfeld - In Alfeld und Umgebung häufen sich laut Polizei Anrufe, die angeblich vom Bundesfinanzministerium kommen – was natürlich nicht der Fall ist: Hinter den Anrufen steckt die betrügerische Absicht von Unbekannten, die den Angerufenen Geld abknöpfen wollen. Dabei setzen sie offenbar auf die Seriösität, die potenzielle Opfer mit dem Ministerium verbinden. Bei einem 87-Jährigen aus Alfeld hatten sie mit ihrer Masche aber kein Glück.

Angeblich Akten weitergegeben

Das vermeintliche Finanzministerium teilte ihm telefonisch mit, dass es Akten, die ihn betreffen, an einen Medienverlag weitergegeben habe. Der sollte dann einen Gewinn abwickeln, wie aus einem zweiten Anruf hervorging: Der Alfelder habe 177.000 Euro gewonnen. Um die Auszahlung vorzubereiten, sollte der Angerufene allerdings zunächst selbst 100 Euro zahlen – und zwar über eine Geschenkkarte von Amazon. Bei ähnlichen Versuchen wurden die Opfer in einem nächsten Schritt aufgefordert, eine Gutscheinnummer durchzugeben – dann hätten die Betrüger Zugriff auf den Geldwert der Geschenkkarte gehabt. Doch der Senior aus Alfeld schöpfte Verdacht und erstattete Anzeige. Ein Schaden entstand nicht.

Warnung der Polizei

Die Alfelder Polizei nimmt den Fall zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass weder das Finanzministerium noch andere Bundes- oder Landesbehörden telefonisch Forderungen an Bürgerinnen und Bürger stellen oder ihre Akten an die Presse weitergeben. Auch sonst mache kein seriöses Unternehmen Leistungen oder Gewinnausschüttungen vom Erwerb und der Weitergabe von Geschenkkarten oder anderen Zahlungen abhängig.

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