Krieg verhindern

Bischof Wilmer ruft zum Handeln im Nahen Osten auf

Hildesheim - Hildesheims Bischof Heiner Wilmer hat sich zu den jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten geäußert – und ruft zum Handeln auf. Auch die Menschen in Europa seien gefragt.

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist unter anderem der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax Foto: Peter Steffen/dpa

Hildesheim - Hildesheims Bischof Heiner Wilmer ist angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten besorgt. Er warnt vor einer weiteren Eskalation. „Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich vertieft; die Eskalationsspirale droht in einen Krieg einzumünden“, sagt Wilmer.

Durch einen Krieg würden ihm zufolge nicht nur unzählige Menschen leiden, sondern die Länder der Region würden noch tiefer „in den Abwärtsstrudel aus Hass, gesellschaftlicher Zerrüttung, Gewalt, Terror und Verarmung“ geraten.

Beten für den Frieden

Wilmer appelliert in seiner Ansprache an die Streitparteien. „Alle Kräfte der Diplomatie müssen aufgeboten werden, um ein weiteres großes Blutvergießen im geschundenen Nahen Osten zu vermeiden“, sagt Wilmer. Die USA und der Iran seien besonders gefragt. Aber Wilmer sieht auch andere Akteure – zum Beispiel die Europäische Union – in der Verantwortung, gegen einen Krieg einzutreten.

Und seinen Appell richtet Wilmer nicht nur an die Verantwortlichen in der Politik: „Gerade in der jetzigen Situation bitte ich die Katholikinnen und Katholiken in Deutschland um ihr leidenschaftliches Gebet für den Frieden“.

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