Auch wegen Corona

Bistum Hildesheim rechnet 2020 und 2021 mit Millionen-Defizit

Hildesheim - Erstmals seit 2014 steuert das Bistum Hildesheim 2020 offenbar auf ein negatives Jahresergebnis zu. Als Grund wird Corona genannt – aber auch die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt.

Erstmals seit 2014 steuert das Bistum Hildesheim auf ein Defizit zu. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Aufgrund der Corona-Pandemie steuert das Bistum Hildesheim erstmals seit 2014 im laufenden Jahr auf ein negatives Jahresergebnis zu. Auch für 2021 geht die Diözese von einem Defizit aus, wie das Bistum am Samstag anlässlich der Online-Sitzung des Diözesankirchensteuerrates bekannt gab. Ursprünglich sei für 2020 ein Plus von gut 16 Millionen Euro geplant gewesen. Das Bistum rechne nun mit einem Minus im einstelligen Millionenbereich.

Ursache seien neben den wegbrechenden Kirchensteuereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie, höhere Rückstellungen für Anerkennungszahlungen an Betroffene sexualisierter Gewalt sowie außerplanmäßige Ausgleichszahlungen an andere Bistümer aus zurückliegenden Jahren. Sparsamkeit sei das Gebot der Stunde, sagte Finanzdirektorin Anja Terhorst. Die positive Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen der vergangenen zehn Jahre sei 2020 beendet.

Minus soll durch Rücklagen ausgeglichen werden

Der Haushaltsplan für 2021 sieht den Angaben zufolge ein Volumen von 212,5 Millionen Euro vor. Das geplante Minus von 5,6 Millionen Euro solle durch Rücklagen ausgeglichen werden. Das Bistum Hildesheim, gegründet 815, ist eine der ältesten Diözesen Deutschlands und umfasst mit seinen 30 000 Quadratkilometern weite Teile Niedersachsens sowie Bremen-Nord und Bremerhaven.


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