Blaualgen im Hohnsensee

Hildesheim - Im Hildesheimer Hohnsensee haben Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Blaualgen festgestellt. Ein Badeverbot wurde bislang nicht ausgesprochen. Aber eine Warnung: Der Kontakt kann die Gesundheit belasten.

So wie auf diesem HAZ-Archivbild hat sich die Blaualge im Hohnsensee schon öfter ausgebreitet. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Hildesheim - Sie haben einen schönen Namen, können einem schnell den Badespaß vermiesen und können auch eine Belastung für die Gesundheit werden: Blaualgen. Das Gesundheitsamt Hildesheim hat nun bei der Routineuntersuchung im Hohnsensee in den Uferbereichen die typische Schlierenbildung und Eintrübung des Wassers festgestellt, die Merkmale der Blaualgenblüte sind.

Überrascht waren die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes nicht. Denn das heiße, sonnige Augustwetter bietet ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Cyanobakterien – oder eben der Blaualge. Nun werden besonders Eltern von Kleinkindern sowie Hundebesitzer zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Ein Badeverbot wird allerdings nicht ausgesprochen.

Durchfall, Erbrechen, Kopfweh

Manche Arten der Blaualgen scheiden aber gesundheitsschädigende Stoffwechselprodukte aus, daher sollten Badende auf Hinweise vor Ort und auf Trübungen im Wasser achten. Besonders empfindliche Menschen sollten die entsprechenden Bereiche meiden. Schluckt man das Wasser, drohen Durchfall, Erbrechen oder Kopfweh. An der Haut können Hautreizungen und Quaddeln auftreten. Wer trotzdem ein Bad riskieren will, sollte den Mund geschlossen halten, den Körper hinterher gut abduschen und die Badebekleidung gleich gut auswaschen.

Eltern von Kleinkindern sollten besonders wachsam sein. Die Kinder sollten bei einer Algenblüte nicht mehr baden oder in Ufernähe spielen, denn beim Verschlucken des Wassers ist mit Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot zu rechnen. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen. Da sich auch außerhalb von Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, sollten dort auch Hunde im Falle ins Wasser.

Grenzwerte noch nicht erreicht

Blaualgen bilden schimmernde, grünliche bis leicht bläuliche Teppiche im Wasser. Wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und die Füße im Wasser bereits nicht mehr zu sehen sind, ist das ein Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung.

Die Betreiber der Badeseen sind nach der EU-Badegewässerrichtlinie verpflichtet, mit einheitlichen Informationstafeln direkt am See über die aktuelle Wasserqualität und ein gegebenenfalls bestehendes Badeverbot zu informieren. Ein Badeverbot wird erst ausgesprochen, wenn festgelegte Grenzwerte für Krankheitserreger überschritten sind. Aktuell ist die Wasserqualität aller Badeseen im Landkreis Hildesheim mit „ausgezeichnet“ bewertet worden. Dies gilt trotz der Algenblüte auch für den Hohnsensee. Einen Überblick über die Badegewässerqualität bieten die aktuellen Ergebnisse der Badegewässerüberwachung unter www.badegewaesser.niedersachsen.de.

Infotelefon beim Gesundheitsamt

Für Fragen steht das Hildesheimer Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 05121 309-7073 oder per E-Mail an gesundheit@landkreishildesheim.de zur Verfügung.

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