Stundenlanger Einsatz

Feuerwehr löscht Brand in Elzer Fachwerkhaus

Elze - Der Dauerbetrieb eines offenen Kamins hat in der Zwischendecke eines Hauses in Elze offensichtlich zu viel Hitze erzeugt. 43 Einsatzkräfte bekämpften am Donnerstag das Feuer.

Die Feuerwehr ist am Donnerstagvormittag stundenlang in Elze im Einsatz. Foto: Chris Gossmann

Elze - Großeinsatz für die Feuerwehr in Elze am Donnerstagvormittag: Es brannte in einem Fachwerkhaus in der Flutstraße 14. Der Einsatzleiter musste noch die Freiwilligen Wehren aus Sehlde und Esbeck nachalarmieren, um den Brand in den Griff zu bekommen. Verletzt wurde niemand.

Hoher Sachschaden

„Es ist zunächst kompliziert gewesen, den Brandherd herauszufinden“, sagt Dennis Thormann, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Elze. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf mindestens 15 000 Euro.

Gegen 10.30 Uhr hatten die Bewohner in der zweiten Etage des Fachwerkhauses plötzlich Brandgeruch bemerkt, konnten aber nirgendwo Feuer sehen. Als sie dann im Nebenraum dichten Qualm entdeckten, alarmierten sie sofort die Feuerwehr. Der Mieter aus dem ersten Geschoss ist ebenfalls Feuerwehrmann, allerdings im Raum Hannover.

Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten

20 Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten betraten das Fachwerkhaus, um der Ursache des Brandes nachzugehen und zu löschen. Nach bisherigen Erkenntnissen war im Haus die Zwischendecke – sie besteht aus einem Gemisch aus Lehm und Stroh – in Brand geraten. „Vermutlich ausgelöst durch einen offenen Kamin, der in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz gewesen ist“, erläutert der 29-jährige Thormann. Die Steine haben offensichtlich eine so große Hitze entwickelt, dass das Material der Zwischendecke sich entzünden konnte.

Die Feuerwehr entfernte zunächst einige Steinplatten aus dem Kaminboden, um so weiter in der Zwischendecke an die tiefliegenden Brandnester zu gelangen. Ein dicker Holzbalken schwelte ebenfalls bereits. Insgesamt 43 Einsatzkräfte arbeiten daran, das freistehende Fachwerkhaus – ein altes Gutshaus – zu retten. Sechs Fahrzeuge der Feuerwehr waren vor Ort. Erst nach vier Stunden konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Das Haus ist für die Mieter weiter bewohnbar, obwohl noch beißender Brandgeruch in der Luft liegt. Der verqualmte Raum musste gut gelüftet werden. Eine Brandwache blieb noch Stunden später in der Flutstraße.

Ermittlungen dauern an

Eine Spezialfirma muss nun die freigelegte Zwischendecke im Haus sichern und abstützen. Die Polizei hat den Bereich um den Schwelbrand beschlagnahmt. „An der genauen Brandursache werden die Ermittler des ersten Fachkommissariats weiter forschen“, kündigt Polizeisprecher Jan Makowski an.

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel