Bürgerfest am Dom: Musik und Kleinkunst trotz Regen

Hildesheim - Wegen des regnerischen Wetters beginnt das Bürgerfest am Hildesheimer Dom etwas verhalten. Bis 17 Uhr gibt es dort noch ein buntes Programm – unter anderem mit Musik und Kleinkunst.

Hildesheim - Ein paar Tröpfchen Regen bringen einen Mann wie Ludwig Schnieber noch nicht aus der Ruhe. Der 82-Jährige aus Goslar steht gestern beim Bürgerfest des Dombauvereins unweit der Bühne und genießt sein Bier. „Ich war beim Gottesdienst, habe mir danach die Orgel angesehen und steige demnächst wieder in den Zug nach Hause“, sagt er, während kleine Regentropfen auf den Schirm seiner Schiebermütze prasseln. „Das Dommuseum musste ich mir nicht angucken“, sagt er. „Das habe ich vor einigen Wochen schon mit meiner Frau besucht.“

Der Rentner aus Goslar ist einer der wenigen Besucher, die dem Regen am Vormittag trotzen. Andere drängen sich unter die Schirme oder die überdachten Stände, die überall auf dem Domhof bereitstehen. Viele andere weichen gleich nach drinnen aus, schauen sich den Dom oder das Dommuseum an oder nehmen an einer der Führungen durch die Domsingschule oder eben zur Orgel teil. „Bleiben Sie den Tag über hier – oder kommen Sie einfach später noch einmal wieder“, forderte der Vorsitzende des Dombauvereins, Oberbürgermeister Ingo Meyer, die Besucher zum Auftakt des Festes auf. Meyer gab einen kurzen Abriss über die Geschichte des Vereins und ermunterte die Besucher, den Verein zu unterstützen. „Der Dombauverein hat nicht nur viel Geld für die Sanierung des Doms gesammelt, er ist auch eine wichtige Brücke in die Stadtgesellschaft“, sagte er.

Besucher flüchten ins Trockene

Anschließend begann das Programm auf den Bühnen und drumherum. Auf der Hauptbühne sangen die beiden Frauen des Duos „Marisa“ einfühlsame Lieder, gleich nebenan ließ der „Experte für Wunder“, Jongleur Johannes Arnold, seine Kegel kreisen. Und gleichzeitig startete Bänkelsänger Helmut Beelte seine Drehorgel-Tour über den Domhof. Aber nur bis der Himmel aufriss: Zeitweise flüchteten nahezu alle Besucher ins Trockene. Erst später wagte sich der eine oder andere wieder zurück auf das Fest.

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