Tourismus

Campingplätze öffnen für Dauercamper – Tagestouristen unerwünscht

Hooksiel - Osterzeit ist Reisezeit – doch der Tourismus ist in Corona-Zeiten streng eingeschränkt. Die Küste stellt sich zum Osterfest dennoch auf Ausflügler ein. Einige Dauercamper sind schon da.

Dauercamper dürfen ihre Wohnwagen an der Nordsee beziehen. Touristische Übernachtungen sind wegen der hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus jedoch nicht erlaubt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hooksiel - Trotz steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie haben Campingplätze an der Nordseeküste ihre Tore für die ersten Dauercamper geöffnet. Auf den Plätzen in der Gemeinde Wangerland in Friesland, in Hooksiel und in Schillig, seien in den vergangenen Tagen jeweils 400 bis 500 Parzellen bereits von Dauercampern bezogen worden, sagte Ingo Kruse von der Wangerland Touristik-Gesellschaft. Das entspreche gut der Hälfte der Stellplätze – die übrigen sollen bis Ostern komplett belegt sein.

Keine touristischen Übernachtungen

Um einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten, müssen Camper in der Gemeinde Wangerland bereits bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorweisen und zur Kontaktnachverfolgung die Luca-App nutzen. Zudem gelte ein striktes Hygienekonzept, dessen Einhaltung auf den Campingplätzen auch kontrolliert werde, betonte Kruse. Touristische Übernachtungen sind laut niedersächsischer Corona-Verordnung auch zu Ostern weiterhin verboten. Dauercamper dürfen auf Plätzen in ihren Campingwagen allerdings übernachten.

Tagestourismus zum Teil untersagt

Zu den Osterfeiertagen erwarten Tourismusverbände, dass auch vermehrt Tagestouristen und Zweitwohnungsbesitzer an die Küste kommen werden. Norderney kündigte Anfang der Woche bereits Kontrollen bei den Schiffsankünften auf der Insel an. Bürgermeister Frank Ulrichs rief in einer Mitteilung dazu auf, Tagesausflüge an die Küste zu vermeiden. Der Landkreis Cuxhaven untersagte in bestimmten Gebieten den Tagestourismus zu Ostern bereits ganz.

Von Lennart Stock

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