Covid-19

Kreis Hildesheim: Weitere Corona-Fälle an drei Kitas und fünf Schulen

Hildesheim - Es gibt bestätigte Corona-Fälle an weiteren Einrichtungen in der Region Hildesheim: Betroffen sind Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen.

Der Landkreis Hildesheim hat am Mittwoch weitere Corona-Fälle in Kitas und Schulen gemeldet. Foto: Werner Kaiser (HAZ Archiv)

Hildesheim - Es gibt bestätigte Corona-Fälle in weiteren Einrichtungen in der Stadt und im Landkreis Hildesheim: Wie die Stadt mitteilt, sind nun auch die Kita Hort Himmelsthür und die Ganztagsgrundschule Nord betroffen. Auch in der Kita St. Johannes in der Hildesheimer Nordstadt, der Kita St. Nicolai in Sarstedt, in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Elze, im Gymnasium Himmelsthür, dem Gymnasium Sarstedt, dem Hildesheimer Josephinum und in der IGS Bad Salzdetfurth gibt es neue Infektionen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim hat bereits Maßnahmen ergriffen und Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt.

Jeweils ein Corona-Fall

Im Kita Hort Himmelsthür gibt es einen bestätigten Corona-Fall. Dort müssen nun fast alle Mitarbeiter und Kinder bis einschließlich 13. November zuhause bleiben. Alle Betroffenen wurden nach Angaben der Stadt informiert. Der reguläre Hort-Betrieb kann demnach erst am 16. November wieder anlaufen.



An der Grundschule Nord hat es ebenfalls einen bestätigten Corona-Fall gegeben. Dort wurden eine Klasse und vier Lehrkräfte in Quarantäne geschickt. Welche Klasse betroffen ist, ist derzeit nicht bekannt.

GS Nord: Szenario B

Die Schule befindet sich zudem seit Dienstagnachmittag nach Anordnung des Gesundheitsamtes in Wechselmodell-Szenario B, teilt die Grundschule auf ihrer Website mit. In diesem Szenario werden die Lerngruppen geteilt. Am Mittwoch kommen deswegen nur die Kinder der Gruppen A in die Schule, am Donnerstag die Kinder der Gruppe B. Das Wechselmodell soll voraussichtlich bis zum 13. November 2020 laufen. Die Eltern sollen heute und morgen schriftlich die Beschulungstermine ihrer Kinder erhalten.

Vorschulkinder müssen bis auf weiteres zuhause bleiben, heißt es weiter. Zudem endet der Unterricht jeden Tag um 13 Uhr. Die Grundschule arbeite aber an einer Notbetreuung für berufstätige Eltern aus systemrelevanten Berufen, die nachweislich nicht abkömmlich sind. Die Betreuung soll ab nächster Woche stattfinden können.

Fall in Kita St. Johannes

Seit Dienstagnachmittag gibt es auch in der Kita St. Johannes in der Hasestraße in der Hildesheimer Nordstadt einen bestätigten Corona-Fall – dort ist ein Kind positiv auf das Virus getestet worden.

Das Gesundheitsamt hatte die Kita-Leitung informiert. Die Gruppe, zu der das infizierte Kind gehört, muss für die kommenden 14 Tage in häusliche Quarantäne. Auch für die Erzieherin der Gruppe ordnete das Gesundheitsamt Quarantäne an.

Auch weiterführende und berufsbildende Schulen betroffen

Darüber hinaus gibt es mehrere Infektionen an weiterführenden Schulen und einer Kita im Kreis Hildesheim. An der IGS Bad Salzdetfurth ist ein Fünftklässler positiv getestet worden. Seine Klasse ist ab sofort in Quarantäne. Die Mitschüler werden nun ebenfalls auf Corona getestet. Für alle anderen Klassen der IGS gilt ab Donnerstag das Szenario B. Schulleiterin Andrea Milbrod-Jakob hat am Mittwoch entsprechend alle Schüler und Eltern informiert.

Am Gymnasium Sarstedt wurde ein Schüler positiv getestet. Das Kind habe nicht nur seine reguläre Klasse, sondern auch einen Musikkurs besucht. Insgesamt wurden 38 Kinder und drei Lehrkräfte, die als Kontaktpersonen der Kategorie 1 gelten, in Quarantäne geschickt. Zudem zählen zwei weitere Lehrer als Kontaktperson 1, diese leben allerdings in anderen Landkreisen. Bei der Infektion handelt es sich um den dritten Corona-Fall am Gymnasium Sarstedt.

Nach Informationen der Redaktion ist zudem das Josephinum betroffen. „Wir beginnen am Freitag ebenfalls mit dem Szenario B“, sagt Stephan Speer, Leiter des Josephinums. Die dortigen Schüler sollen über 14 Tage im täglichen Wechsel unterrichtet werden. Am Donnerstag bleiben alle zuhause.

Fälle an Grundschule und Gymnasium

Auch an der Kita St. Nicolai in Sarstedt gibt es einen Corona-Infizierten. Ein Kind wurde positiv getestet – 20 Kinder und drei Erzieher befinden sich nun in Quarantäne.

Die Astrid-Lindgren-Schule, offene Ganztagsgrundschule der Stadt Elze, meldet am Mittwoch ebenfalls ein positiv auf Corona getestetes Kind. Alle Kinder dieser Klasse sind bereits am Dienstagmittag auf Anordnung des Gesundheitsamtes sofort in häusliche Quarantäne geschickt worden. Das gilt auch für zwei Lehrkräfte, die in der betroffenen Klasse unterrichtet haben.

Auch für das Gymnasium Himmelsthür meldet der Landkreis bestätigte Corona-Fälle. Wie viele Personen infiziert sind und wie viele Kontaktpersonen in Quarantäne müssen, meldet der Kreis aber nicht. „Aufgrund des derzeit äußerst dynamischen Infektionsgeschehens“ beschränke man sich darauf, die Einrichtungen zu nennen, die Zahl der Fälle und Kontaktpersonen sei immer nur eine Momentaufnahme.



Am Dienstag hatte der Landkreis bekannt gemacht, dass sich zudem zwei Schüler aus unterschiedlichen Klassen der Herman-Nohl-Schule mit Covid-19 infiziert haben. Insgesamt 20 Schüler gelten als Kontaktperson 1. Auch eine Lehrkraft ist betroffen, die allerdings nicht im Landkreis Hildesheim wohnt.

An der Werner-von-Siemens-Schule müssen sechs Schüler zuhause bleiben, die mit einem positiv getesteten Schüler Kontakt hatten.

Und auch an der Elisabeth-von Rantzau-Schule gibt es einen Fall. Hier hat sich ebenfalls ein Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Zwei Schüler gelten als Kontaktperson 1.

Darüber hinaus gibt es einen neuen Fall an der Marienschule. 13 Schüler befinden sich nun in Quarantäne.

Fälle an Schulen häufen sich

In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Corona-Fälle an Schulen. Am Dienstag wurden Infektionen an der Oberschule und Grundschule Bockenem sowie der Oberschule in Söhlde bekannt. Auch am Wochenende gab es mehrere Meldungen über Corona-Fälle an Schulen in Stadt und Landkreis Hildesheim – unter anderem bereits an der Marienschule. Das Gesundheitsamt ist unterdessen unter Druck geraten, weil es den Unterricht mitunter für nicht betroffene Schüler aufrecht erhalten hat.

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