Landesregierung

Corona-Krise: Neue Regeln für Waschstraßen und Trauerfeiern

Hannover/Hildesheim - Die Landesregierung hat die Regelungen in der Corona-Krise angepasst. Unter anderem dürfen Waschstraßen wieder öffnen. In anderen Bereichen gibt es jedoch neue Beschränkungen.

Claudia Schröder, Abteilungsleiterin Gesundheit im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, spricht im Rahmen einer Landespressekonferenz vor Journalisten. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover/Hildesheim - Waschstraßen dürfen wieder öffnen. Das hat der Krisenstab der Landesregierung am Dienstag bekanntgegeben. „Wir lassen die Nutzung von Autowaschanlagen wieder zu, sowohl dienstlich als auch gewerblich. Wir haben uns überzeugen lassen, dass es hier praktisch zu keinen Nahkontakten zwischen Personen kommt“, sagte Claudia Schröder vom Krisenstab. Die Schließung der Waschstraßen wurde in der vergangenen Woche in einem Zug mit der Wiedereröffnung von Baumärkten und Blumengeschäften für Privatkunden beschlossen und viel diskutiert.

Die Landesregierung hat die Regeln in der Corona-Krise in verschiedenen Bereichen angepasst. Hochzeitsfeiern im engsten Familien- und Freundeskreis bis zu zehn Personen seien künftig erlaubt. Das gelte auch für Beerdigungen und für die Begleitung Sterbender.

Seilbahnen geschlossen

Bei den Verboten hat das Land die Seilbahnen aufgenommen, teilte Schröder mit – wegen des Harzes. „Das sitzt man in den Kabinen doch sehr nah.“


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Auch zu Zusammentreffen innerhalb von Wohnungen äußerte sich Schröder. Infektionen im Wohnumfeld könne man nicht ausschließen, sagte sie. Die Vorschrift beziehe sich auf die Frage, wer von außen dazu kommt. Zu Partys in der eigenen Wohnungen aufzurufen, sei nicht zulässig. „Da wird die Polizei einschreiten.“

Regeln gelten ab Mittwoch

Wenn es an den Feiertagen zu abgespeckten Treffen in Wohnungen kommt, dann sei das gerade noch zulässig. „Ich weiß, das fällt allen nicht leicht. Skype und Video sind gerade an Ostern kein gleichwertiger Ersatz. Gleichwohl erhöht jeder Kontakt das Infektionsrisiko, gerade für ältere Menschen. Die klassische große Fete, die man feiern möchte, muss man jetzt verschieben.“

Die aktualisierten Regelungen treten am Mittwoch in Kraft und gelten bis zum 19. April. Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeld bis 25.000 Euro geahndet werden können. Ein genauer Bußgeldkatalog wird am Mittwoch im Krisenstab diskutiert.

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