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Corona-Verordnung: Diese Regeln gelten seit 13. Februar in Niedersachsen

Hildesheim - In Niedersachsen gelten seit Samstag, 13. Februar, einige kleinere Erleichterungen der Corona-Auflagen. Eine Übersicht.

In einigen weiteren Bereichen gilt eine Pflicht für OP- oder FFP2-Masken. Foto: Chris Gossmann (Symbolbild)

Hildesheim - In Niedersachsen gelten seit Samstag, 13. Februar, einige kleinere Erleichterungen der Corona-Auflagen. Für Kritik aus Hamburg hatte schon im Vorfeld die Öffnung der Blumenläden gesorgt - schließlich hatten sich Bund und Länder erst unter der Woche grundsätzlich auf eine Verlängerung des Lockdowns bis mindestens zum 7. März verständigt.

Die neuen Regeln im Überblick.

Welche Kontaktregeln gelten?

Die Kontaktregel, nach der sich ein Haushalt mit nur einer weiteren Person treffen darf, gilt weiter. Allerdings wird die Altersgrenze bei der Ausnahme für Kinder angehoben - von drei auf sechs Jahre.

Wo gilt die Maskenpflicht?

Die Pflicht, OP- oder FFP2-Masken zu tragen gilt beim Einkaufen (dabei gilt die Maskenpflicht auch auf den Sammelparkplätzen vor Supermärkten oder Einkaufszentren), in Bussen, Bahnen und Zügen und an Haltestellen.

Wer Kontakt zu Patienten oder Pflegebedürftigen hat, muss neuerdings eine medizinische Maske tragen - auch als Besucher. Das soll den Schutz dieser gefährdeten Gruppen erhöhen. Gleiches gilt bei Veranstaltungen von Glaubensgemeinschaften und Zusammenkünfte von Parteien, Vereinen, Initiativen und ehrenamtlichen Zusammenschlüssen in geschlossen Räumen.

Wie ist die Lage in Schulen und Kitas?

Grund- und Förderschulen sowie Abschlussklassen bleiben im Februar weiter im Wechselmodell, für alle anderen Schüler bleibt der Präsenzunterricht ausgesetzt. Ab März will das Kultusministerium wieder mehr Schüler an die Schulen holen. Wenn es die Infektionszahlen zulassen, soll dann das Wechselmodell für alle Klassen gelten.



Kitas bleiben geschlossen, allerdings ist eine Notbetreuung möglich. Hier können bis zu 50 Prozent der Kinder betreut werden. Ab März könnten auch die Kitas ins Wechselmodell gehen.

Welche Geschäfte dürfen öffnen?

Blumenläden und Gartencenter dürfen von Samstag an wieder öffnen. Die Vize-Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, hatte den Schritt am Freitag damit begründet, dass es sich überwiegend um verderbliche Ware und saisonale Angebote handele. Für die Floristen kommt die Lockerung damit gerade noch rechtzeitig vor dem für die Branche wichtigen Valentinstag am 14. Februar.

Öffnen dürfen auch Auto- und Fahrradhändler wieder - allerdings nur für Probefahrten, an denen auch immer nur ein Haushalt teilnehmen darf. Die Verkaufsstellen müssen geschlossen bleiben.

Was ist mit Friseuren?

Noch etwas Geduld brauchen die Niedersachsen für den nächsten Haarschnitt: Vom 1. März an dürfen auch die Friseure ihren Betrieb wieder aufnehmen – unter einigen Auflagen. In Stadt und Landkreis Hildesheim bereiten sich Friseure bereits auf den Neustart vor.

Und was gilt für Restaurants?

Restaurants müssen weiterhin geschlossen bleiben, dürfen aber einen Liefer- oder Abholdienst anbieten. Entscheidend ist, dass die Gerichte und Getränke in einem Mindestabstand von 50 Metern zur Verkaufsstelle verzehrt werden, am besten jedoch zu Hause.

Was ist mit Homeoffice?

Bis Mitte März bleibt unabhängig von er Inzidenz eine bundeseinheitliche Lösung gültig. Arbeitgeber müssen demnach Präsenzarbeit begründen, ansonsten gilt ein „Anspruch auf Homeoffice“ für Arbeitnehmer. Wer im Büro arbeiten muss, soll Abstand halten oder medizinische Masken vom Arbeitgeber bekommen müssen.



Was ist mit Fahrgemeinschaften?

Berufliche Fahrgemeinschaften sind wieder erlaubt. Allerdings gilt auch hier die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen.

Gibt es neue Quarantäne-Regeln?

Die Quarantäne dauert nun im Grundsatz immer 14 Tage. Der bisherige Absonderungszeitraum von 10 Tagen wird damit verlängert. Eine Verkürzung der Absonderungspflicht ist nur noch bei Einreisen aus (normalen) Risikogebieten möglich. Einreisende aus Hochinzidenzgebieten und Virusvariantengebieten können ihren Quarantänezeitraum hingegen nicht mehr verkürzen. Wer die Absonderungszeit nach der Einreise aus einem Risikogebiet verkürzen möchte, benötigt nun einen negativen PCR-Test.

Bis wann gilt die Verordnung?

Diese Corona-Regeln gelten bis zum 7. März befristet. Für die nächsten Lockerungen wird ein Wert, der stabil unter 35 liegt, angestrebt. Das könnte nach Berechnungen Mitte März der Fall sein.



Bund und Länder treffen sich am 3. März erneut, um über neue Maßnahmen in der Corona-Pandemie zu beraten.

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