Neue Pläne

Corona: Zwei Diagnose-Zentren für Stadt und Kreis Hildesheim

Hildesheim - In Stadt und Landkreis Hildesheim sollen Anfang nächster Woche zwei Diagnosezentren für mögliche Corona-Infektionen in Betrieb gehen.

Der Landkreis Hildesheim soll zwei Diagnosezentren für das Coronavirus bekommen. Foto: Hans Punz/dpa

Hildesheim - Stadt und Landkreis Hildesheim sollen in Kürze zwei Diagnosezentren für Coronavirus-Verdachtsfälle eingerichtet werden. Das hat die Kreisverwaltung am Donnerstagnachmittag im Sozialausschuss des Kreistages bekanntgegeben.

Die täglichen Lageberichte zur Situation in ganz Niedersachsen, die in der Kreisverwaltung eingehen, bestätigen, dass sich „das Corona-Virus ganz klar nähert“, beschrieb Sozialdezernent Ulrich Wöhler die Lage. Auch in Hildesheim gebe es eine Reihe von Verdachtsfällen, doch bislang keine Bestätigung.

Eigene Wartezonen

Möglichst schnell sollen im südlichen Landkreis und in der Stadt Hildesheim jeweils ein Diagnosezentrum eingerichtet werden. Die Auswahl sei an viele Kriterien gebunden. Unter anderem müsse eine eigene Wartezone eingerichtet werden, erläuterte Verwaltungsmitarbeiterin Dr. Uta Sosada: „Wir sind noch auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.“ Sie schätzt, dass sie Anfang nächster Woche eingerichtet werden können – auch mit der dafür nötigen Ausstattung.



Die Aufklärung über das richtige Verfahren bei einer Verdachtssituation sei entscheidend, sagte Sosada. In den vergangenen Tagen haben Ärzte Patienten zum Beispiel an das Gesundheitsamt weitergeleitet: „Zuständig sind zuerst die Ärzte selbst, bei einem Corona-Verdacht kommen sie zu einem Hausbesuch.“ Künftig sollen die Teams in den „leicht erreichbaren“ Diagnosezentren diese Aufgabe vorrangig übernehmen. Dazu sollten auch aus dem Dienst ausgeschiedene Mediziner hinzugezogen werden, kündigte Sosada an.

Landkreis setzt bei Epidemie mehr Mitarbeiter ein

Auch für das Informationstelefon beim Gesundheitsamt, Telefonnummer 0 51 21 / 309 77 77 würden geeignete Kollegen aus anderen Fachbereichen hinzugezogen, teilte sie mit: „Es rufen viele Menschen mit Sorgen und Ängste an, die Telefonate dauern entsprechend länger.“ Die Mitarbeiter würden aber vor allem dann gebraucht, wenn es darum gehen wird, die Kontaktkette einer erkrankten Person nachzuvollziehen. Gut sei, dass nun auch Apotheken berechtigt seien, Desinfektionsmittel selbst herzustellen: „Das sichert die Versorgungskette an dieser Stelle.“

Holger Schröter-Mallohn (Grüne) wollte wissen, ob es Pläne für die Schulen bei einem Corona-Fall gebe. „Das entscheidet jede Kita, jede Schule zunächst für sich selbst“, sagt Sosada. Das erste Ziel sei es, die Infektionsgefahr einzudämmen: „Wir wissen noch zu wenig über das Virus.“

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