Wie kann man vorbeugen? Anzeige

Herzinfarkt und Schlaganfall von Dr. med. Michael Thum

Herz-, Kreislauferkrankungen stehen nach wie vor an 1. Stelle der Todesursachen in den Industrieländern.

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Herz-, Kreislauferkrankungen stehen nach wie vor an 1. Stelle der Todesursachen in den Industrieländern. Auch in Deutschland sterben jährlich > 50.000 Menschen am Herzinfarkt und > 60.000 am Schlaganfall. Die Gesamtzahl der Todesfälle an Herz,- Kreislauferkrankungen beträgt ca. 330.000/Jahr. Ursache des Herzinfarkts ist meist eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, auch koronare Herzkrankheit (KHK) genannt. Die Arteriosklerose ist eine chronisch fortschreitende, multifaktorielle Gefäßerkrankung, bei der es über Jahre hinweg zu einer zunehmenden Verengung und Verhärtung der Arterien kommt.

 

■ Verlauf/Symptome: Eine KHK beginnt i. d. R. schleichend und völlig symptomlos. Erst bei fortgeschrittener Erkrankung mit höhergradigen Verengungen der Herzkranzgefäße treten oft typische belastungsabhängige Beschwerden, wie Angina pectoris und Luftnot auf. Angina pectoris ist ein drückender oder auch brennender Schmerz hinter dem Brustbein, der recht oft in den linken Arm oder auch in die Zahn/Kiefer/Schulterregion bzw. auch in den Rücken und Oberbauch ausstrahlen kann.

Akuter Herzinfarkt: Nicht die (wie oft vermutet wird) langsam fortschreitende Verengung der Herzkranzgefäße führt zum Herzinfarkt, sondern i. d. R. ein akuter Gefäßwandaufbruch – wir nennen das auch Plaqueruptur – mit akutem Verschluss des betroffenen Gefäßes und Stop der Durchblutung in der Infarktregion. Risikofaktoren: Folgende Hauptrisikofaktoren begünstigen und fördern die Arteriosklerose und damit das Herzinfarktrisiko:

■ Fettstoffwechselstörung (meist genetisch Cholesterin erhöht)

■ Bluthochdruck (Hypertonie, meist genetisch)

■ Nikotin

■ Diabetes mellitus, Typ II (Blutzuckererkrankung i. Erwachsenenalter)

■ Bewegungsmangel, Lipoprotein (a)- Erhöhung, Adipositas (Übergewicht)

 

■ Wie erkennt man relevante Risikofaktoren? Die wesentlichen Risikofaktoren können mit Labortests, Blutdruckmessungen sowie modernen Ultraschallverfahren von Herz und Blutgefäßen, Messungen der Gefaesssteifigkeit und Belastungstests (u. a.) identifiziert werden. Therapie: Aus dieser Diagnostik ergibt sich dann ein therapeutisches Konzept, welches für jeden einzelnen Patienten in Ruhe sorgfältig besprochen und individuell mit dem Patienten zusammen umgesetzt werden sollte. Für uns alle gilt:

 

■ Das Wichtigste ist ein gesunder Lebensstil! Eine gesunde Lebensführung mit 3-5 x Ausdauerbelastung/Woche (Wandern, Walken, Joggen, Radfahren, Schwimmen) und eine gesunde „mediterrane“ Ernährung (Obst, Gemüse, VK-Produkte, Fisch, Oliven-/Rapsöl, Nüsse, wenig Fleisch, Verzicht auf Süßwaren sowie auf verarbeitete Lebensmittel wie Wurst, Gebäck, Fastfood und Fertigprodukte) ist ganz besonders wichtig, ebenso ein Verzicht auf Zigarettenrauchen. Ein Bluthochdruck sollte i. d. R. zusätzlich mit modernen, gut verträglichen Medikamenten perfekt eingestellt werden. Über die Therapienotwendigkeit von erhöhtem Cholesterin und anderer Risikofaktoren sollte individuell je nach spez. Risikokonstellation und Ausmaß einer evtl. Blutgefäßveränderung zusammen mit dem Patienten entschieden werden. Cholesterinsenker: Ob eine medikamentöse Cholesterinsenkung (i.d.R. mit einem modernen Statin) notwendig ist, muss im Einzelfall aus der individuellen Risikokonstellation entschieden werden, nicht etwa alleine aus der Höhe des Cholesterins.

Diese ergibt sich u.a. aus der Plaquedicke/ Beschaffenheit der arteriellen Blutgefäße (hochauflösender Ultraschall), der Blutdruckhöhe und Gefäßsteifigkeit und nicht zuletzt daraus, ob in der Vergangenheit bereits ein Herzinfarkt/ u./o. Gefäßeingriff (“Stent”) bzw. ein Schlaganfall oder eine relevante Durchblutungsstörung der übrigen wichtigen Arterien vorgelegen hat. Die leichte bis mäßige Erhöhung des Cholesterins ohne weitere Risikofaktoren und ohne nachweisbare Arteriosklerose ist nicht alleine entscheidend für eine medikamentöse Therapie, sondern kann oft mit gesundem Lebensstil behandelt werden. Mit all diesen Maßnahmen ist es heute möglich, die Arteriosklerose aufzuhalten bzw. zu behandeln und damit den Herzinfarkt und den Schlaganfall zu verhindern. Wir haben es alle selbst in der Hand, u.a. mit einer Lifestyle-Änderung ein längeres und vor allem gesünderes, beschwerdeärmeres Leben zu führen und dem Herzinfarkt und Schlaganfall davonzulaufen!

Lassen Sie sich gut beraten:

Dr. med. Jörn Hoppe

Senator-Braun-Allee 31
31135 Hildesheim

Telefon: 05121 - 15941

Internet: https://www.kardiologie-hildesheim.de/

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie


 

Dr. med. Michael Thum

Alfelder Str. 109 a
31139 Hildesheim

Telefon: 05121 - 6969750

Internet: http://www.dr-michael-thum.de

Internist


St. Bernward Krankenhaus Hildesheim

Treibestr. 9
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Telefon: 05121 - 900


 

Dr. Rupert Miethe

Zingel 17
31134 Hildesheim

Telefon: 05121 - 36644


mpc - medical prevention center, Drs. Petra und Joachim Thum

Senator-Braun-Allee 33-35
31135 Hildesheim

Telefon: 05121 - 8944600

Internet: http://www.venenzentrum-hildesheim.de


 

Alina Schick

Trommelbrink 2 a
31139 Hildesheim

Telefon: 05121 - 62678

Facharzt für innere Medizin


Gefäßzentrum Hildesheim am St. Bernward Krankenhaus

Treibestr. 9
31134 Hildesheim

Telefon: 05121 - 901121
E-Mail: gefaesszentrum(at)bernward-khs.de


PHV - Institut Hildesheim, Nephrologische Ambulanz und Dialysezentrum

Senator-Braun-Allee 31
31135 Hildesheim

Telefon: 05121 - 204510