Neue Anlaufstelle für Patienten

Diagnosezentrum für Corona-Fälle im Kreis Peine eröffnet

Hohenhameln/Hildesheim - Im Kreis Peine ist jetzt ein Diagnosezentrum für Corona-Fälle eröffnet worden. Für den Start der beiden geplanten Testzentren im Kreis Hildesheim gibt es noch keinen Termin.

Im Landkreis Peine können künftig Abstriche in einem Diagnosezentrum gemacht werden. Foto: Jean-Christophe Bott/dpa

Hohenhameln/Hildesheim - Der Landkreis Peine hat ein Diagnose-Zentrum für Corona-Fälle eröffnet. Die Einrichtung ist am Dienstag im ehemaligen Werksgasthaus in Peine in Betrieb gegangen, wie ein Kreissprecher mitteilte. Das Zentrum ist täglich – auch am Wochenende – von 12 bis 14 Uhr geöffnet.

Am ersten Tag sind nach Angaben von Kreissprecher Fabian Laaß bereits zwei Abstriche genommen worden. Es handelte sich dabei den Angaben zufolge um einen Mann, der vor ein paar Tagen eine Autoüberführung in Südtirol hatte, und von einer Frau, deren Mann in Mailand war. Dieser Mann habe keine Symptome gezeigt, seine aber schon. Deshalb sei auch in diesem Fall ein Abstrich gemacht worden.

Material für Hildesheimer Testzentren bestellt

 

„Mit diesem Testzentrum schaffen wir eine Entlastung für die niedergelassenen Ärzte und können die Kommunikationswege vereinfachen“, erklärt Landrat Franz Einhaus. Zudem könne durch die zentrale Testeinrichtung auch benötigtes Material eingespart werden. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die unkomplizierte Zusammenarbeit und schnelle Umsetzung bedanken“, sagte Einhaus. Der Landkreis hat bei der Planung mit der Stadt Peine, der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sowie der Ärztekammer zusammengearbeitet.

Im Landkreis Hildesheim soll es zwei Diagnosezentren geben, eins in der Stadt Hildesheim und eins im Südkreis. Einen Termin für deren Eröffnung gibt es aber nach Angaben von Dr. Petra Lattmann, Leiterin der KV-Bezirksstelle Hildesheim, bislang nicht. Über den KV-Landesverband sei bereits Schutzmaterial für das Personal bestellt worden. 500 Testsätze sind demnach bereits vorhanden, 1000 weitere bestellt.

Zuständigkeiten nicht geändert

Durch das neue Testzentrum im Kreis Peine ändern sich die Zuständigkeiten und Abläufe für potenzielle Patienten in Peine nicht. Diese müssen zunächst bei ihrem Hausarzt anrufen. Der Arzt entscheidet dann, ob der Betroffene an das Testzentrum überwiesen wird. Das Personal sind niedergelassene Ärzte aus dem Landkreis.

„Wir als Gesundheitsamt dürfen nur Abstriche von Verdachtsfällen nehmen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten beziehungsweise Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten und Erkrankungserscheinungen aufweisen. Für alle anderen Fälle sind die niedergelassenen Ärzte zuständig", erklärt Dr. Carit Grothusen vom Peiner Gesundheitsamt.

Keine generelle Absage
von Veranstaltungen

Der Landkreis Peine empfiehlt, Veranstaltungen einer „intensiven Risikoabwägung“ zu unterziehen und diese gegebenenfalls abzusagen, wenn „in der unmittelbaren räumlichen Umgebung“ zu dieser Veranstaltung ein bestätiger Corona-Fall aufgetreten ist oder internationale Gäste eingeladen sind. Eine generelle Absage von größeren Veranstaltungen ist im Landkreis im Moment nicht vorgesehen. „Da es sich um ein dynamisches Geschehen handelt, kann sich diese Einschätzung allerdings schnell ändern“, sagt Kreissprecher Fabian Laaß.

Unternehmen rät der Landkreis, in nächster Zeit geplante Betriebsversammlungen zu verschieben. Außerdem sollte – wenn möglich – der Anteil von Home-Office-Arbeit ausgeweitet werden. Dienstbesprechungen sollten laut Kreis-Empfehlung nur im kleineren Rahmen abgehalten und Dienstreisen nur angetreten werden, wenn sie unaufschiebbar sind und nicht in ein Risikogebiet gehen.

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